Posts by pigsi007

    Ohje, die Zeit wäre ohnehin knapp gewesen - das wäre jetzt wirklich unglücklich, wenn sich heute oder nachts etwas ergeben sollte. Das bedeutet für Sie, dass Sie mindestens 5-6 Wochen noch Igel im Haus haben und die letzten 2-3 Wochen vermutlich mehrere Boxen.....


    Warten Sie bis morgen ab und schauen Sie genau unter den Schnipseln, ob da kleine Igelchen herumkullern. Frisch geborene Igelkinder sind wirklich klein, nicht größer als ein Daumen, man erschrickt sich immer wieder, weil man ja die größeren Igel gewöhnt ist. Sollte es so sein, dass muss Tildchen mit ihren Kindern natürlich da bleiben, wo sie jetzt ist.


    Es gibt keinen Grund, Panik zu haben - alles ganz normal und alles ganz locker sehen.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebes Mäusibärchen,


    Deine Frage ist gar nicht dumm, ich könnte sie nicht einmal beantworten. Aber eigentlich ist es ja egal, woher die Stoffwechselstörung kommt, wenn es eine ist. Man kann sie beseitigen - man muss nur wissen, wie....


    Die Tierärztin wird eine Idee dazu haben. Aber diese Verdickungen sind eine andere Geschichte.


    Liebe Grüße


    Heike

    Liebes Mäusibärchen,


    man kann es erkennen, es sieht aus, wie Pumphosen und extremes Doppelkinn, große Igel haben das manchmal, wenn sie zuviel mit zuviel Fettgehalt fressen (Fetteinlagerungen). Das kann es aber bei diesen Kleinen kaum sein, sie müssen ja groß werden und an Gewicht zulegen. Irgendwas stimmt mit dem Stoffwechsel vielleicht nicht.


    Vor allem muss die Tierärztin wissen, dass die Igel offensichtlich keinen Appetit haben und nichts selbständig aufnehmen, vor allem, seit wann die beiden bei Dir sind......das das Ganze zu lange dauert, das muss schneller gehen.


    Die Tierärztin wird nach der Untersuchung wissen, ob diese Verdickungen mit Wasser oder Luft gefüllt sind und was dann zu tun ist.


    Besser und vor allem schneller ist in jedem Fall ein Präparat als Injektion - im Notfall wäre Baytril 2,5 %ig vorzuziehen, wenn Duphamox und Synulox nicht vorrätig sind, zumal die Igel ja auch nicht so richtig fressen.


    Liebe Grüße


    Heike (Philipps)


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    Liebe Igelfreundin Karin,


    probieren Sie es aus - vielleicht mal zusätzlich ein kleines Rührei?

    Wenn Ihr Garten vom Fuchs frequentiert wird, wäre ein Futterhaus mit Labyrinth oder einer Tür von maximal 8x8 cm durchaus empfehlenswert. Sie könnten das auch einfach selbst herstellen mit einer Holz-Obstkiste, die Sie umdrehen, eine Tür von 8x8 cm einschneiden, Dachpappe draufnageln und einen Stein zum beschweren drauf.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


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    Liebes Mäusibärchen,


    ohne jetzt Panik verbreiten zu wollen, würde ich wirklich die beiden trennen, damit man weiß, wer was frisst. Die Vorgeschichte ist schon merkwürdig, daran können wir nichts ändern, aber jetzt darf man keine Zeit mehr verlieren, das dauert sonst zu lange.


    Hast Du vielleicht noch zwei kleine Plüschigelchen als Ersatz für das fehlende Geschwisterchen?


    Den einen Igel mit den "Luftblasen" würde ich der Tierärztin wirklich vorstellen, wenn auch nicht unbedingt Gas abgesaugt wird, aber da muss ganz sicher eines der Medikamente her, die in der Tabelle 4.3.2.2 im Fachbuch stehen. Da beide Igel bisher zusammen in einer Box waren, würde ich den anderen auch mitbehandeln lassen. Ich bin nicht sicher, ob das ansteckend ist, eigentlich habe so etwas wie "Ballonigel"-Symptome immer ältere Tiere. Bei so kleinen Igeln kenne ich das gar nicht. Vielleicht fangen die Kleinen nach der Medikation auch an, selbständig zu fressen.


    Da Baytril für solche Winzlinge erhebliche Nebenwirkungen haben kann, vielleicht auf Duphamox LA oder Synulox RTU ausweichen?


    Es ist ein Versuch - aber den Versuch nicht zu unternehmen, wäre ganz bestimmt nicht gut.


    Liebe Grüße


    Heike (Philipps)


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    Liebes Mäusibärchen,


    könnte die dicke weiche Stelle so etwas wie eine mit Luft gefüllte Blase (Ballon) sein?


    Sog. "Ballon-Igel" werden unter 4.6 ab Seite 41 im Fachbuch "Igel in der Tierarztpraxis" beschrieben.

    Die Ursache ist oftmals eine kleine Hautverletzung im Beinbereich, durch die beim Laufen Luft ins Unterhautgewebe gepresst wird.

    Eine lokale Weichteilinfektion mit gasbildenden Bakterien (Clostridien) ist auch möglich.


    Als Therapie wird eine mehrmalige Punktion an der Stelle der stärksten Erhebung empfohlen und die Verabreichung von Antibiotika (Tabelle 4.3.2.2).



    Schreib doch mal etwas mehr zu diesen Igeln, sind sie noch zusammen untergebracht? Fressen alle nicht selbständig? Wenn man das nicht zuordnen kann, vielleicht jetzt schon alle trennen? Es hilft nichts, ich weiß, das ist blöd, aber man muss doch der Sache auf die Spur kommen.....


    Hast Du für den Notfall eine Tierarztpraxis, die Du aufsuchen kannst?


    Liebe Grüße


    Heike (Philipps)


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    Liebe Igelfreundin Brit,


    richtig, Tildchen sieht mit ihrem Gewicht tatsächlich überhaupt nicht dicklich aus, deshalb ist sie garantiert älter als ein Jahr, auch die Stachelfarbe deutet darauf hin.


    Mit dem Aussetzen noch zu warten, ist ein Risiko. Tildchen ist seit dem 17.7. wieder in Ihrer Obhut, es sind morgen genau 4 Wochen herum. Wenn Tildchen trächtig ist, käme der Aussetztermin womöglich mit dem Wurftermin zusammen, d.h.: sie hätte wenig bis keine Zeit, in Ruhe ein Nest zu bauen oder eines auszusuchen. Auch wenn Menschen etwas vorbereiten, es heisst lange nicht, dass es angenommen wird. "Umdekorieren" tun Igel ja immer.


    Igel sind Wildtiere, sie müssen auch mit jedem Wetter klarkommen und eben in ihrer Behausung bleiben, wenn es nicht anders geht. Ich plädiere für: RAUS, wenn die Wundstelle komplett verheilt ist und wenn es nur um ein paar Stacheln geht, die noch nachwachsen müssen.


    Wenn Sie Tildchen noch drin behalten, kann es Ihnen so ergehen, wie Vera.....werden Igel in Gefangenschaft geboren, ist immer ein gewisses Risiko dabei. Das sollten wir lieber nicht eingehen.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


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    Liebe Igelfreundin Brit,


    vielen Dank für die Fotos. Ich würde sagen, die noch nicht vollständig mit Stacheln geschlossene Wundstelle wäre durchaus vertretbar, Tildchen in Kürze auszusetzen - damit würde ich nicht mehr so lange warten. Das Gewicht muss herunter, wenn sie wirklich im letzten Jahr geboren wurde (ich würde annehmen, dass Tildchen älter ist, das Stachelkleid sieht aus wie von einem adulten Weibchen - also mindestens 2 Jahre. Weil wir es nicht genau wissen, müssen wir von einer Trächtigkeit bei Tildchen ausgehen.


    Von daher mit viel Nistmöglichkeiten bzw. Nistmaterial bald in den Schrebergarten zurück.


    Liebe Grüße


    Heike (Philipps)


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    Liebe Mitglieder im Igelhilfe-Forum, liebe Besucher*innen hier,


    ein Mitglied aus diesem Forum hat vorgeschlagen, aus aktuellem Anlass (August...) sich des Themas "Igelmütter, Igelkinder" anzunehmen. Aus dem Jahr 2021 habe ich deshalb diesen Text noch einmal eingestellt und etwas vervollständigt:


    Wissenschaftlichen Ergebnissen zufolge, werden die meisten Igelbabys in Deutschland im August/September geboren. Man kann davon ausgehen, dass fast alle adulten Igelweibchen sich aktuell um ihren Nachwuchs kümmern. Auch wenn Igel wildlebende Tiere sind, auch sie leiden unter den Folgen des Klimawandels, der immer länger anhaltenden Hitzewellen und der extremen Trockenheit. Igel sind Säugetiere, Igelmütter brauchen, damit sie genügend Milch für den Nachwuchs produzieren können, regelmäßig Wasser, sonst versiegt die Milch und die Igelkinder werden nicht groß. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Igel Zugang zu frischem Wasser haben sowohl im eigenen Garten, im Park, auf Friedhöfen..... Wenn Sie z.B. zum Paten / zur Patin einer Wasserstelle werden, hätten Sie den Tieren einen wertvollen Dienst erwiesen und mit Sicherheit manches Leid verhindert. :kallesmiley:


    Wer in der Sommer- und Frühherbstzeit einen hilfsbedürftigen Igel findet, muss damit rechnen, dass man ein trächtiges oder säugendes Muttertier vor sich hat. Wird ein Igelweibchen der Natur entnommen, nimmt man möglicherweise dem Igelnachwuchs das Muttertier weg und damit auch die lebensnotwendige Wärme- und Nahrungsquelle. Ist der hilfsbedürftige Fundigel sichtlich so krank, dass er selbständig nicht mehr lebensfähig ist, kann in diesem Zustand ein Muttertier auch ihren Nachwuchs nicht mehr wärmen und versorgen - beim Abwägen, ob man den Igel aufnimmt oder nicht, liegt man mit der Entscheidung richtig, das Tier mitzunehmen und ERSTE HILFE *) zu leisten.


    Stellt sich heraus, dass das Fundtier ein Weibchen ist, macht es Sinn, das Fundumfeld im Auge zu behalten. Igelkinder warten oft tagelang im Nest auf das Muttertier, nach einer Weile rufen Sie - es hört sich an, wie ein Pfeifen vom Vogel. Man geht dem Geräusch nach und findet möglicherweise die Wurfgeschwister, oft sind es Hunde oder Katzen, die auf die Fundstelle aufmerksam machen und sich als wahre Igel-Lebensretter darstellen. Nun müssen die Menschen bei der Rettungsaktion weitermachen: Die Igelkinder schnellestens auf eine handwarme Wärmflasche - auch im Hochsommer! - (Handtuch dazwischenlegen) und eine igelkundige Igelstation in der Nähe suchen. Die Handaufzucht von Igelsäuglingen ist nicht einfach, sie gelingt NUR mit den richtigen Trockenmilch-Präparaten, der korrekt auf das Körpergewicht abgtestimmten Nahrungsmenge in regelmäßigem Zeitabstand, Tag und Nacht....das Toiletting nach der Fütterung muss sein. Igelkinder sind nichts zum Ausprobieren, hier müssen qualifizierte, erfahrene Igelpfleger*innen einspringen.


    Wenn Sie beim Spaziergang einen Igel finden und Sie der Meinung sind, ein anderes Lebensumfeld (z.B. Ihr eigener Garten) wäre besser für den Igel, bedenken Sie, dass der Fundigel ein säugendes Muttertier sein könnte. Wenn also keine Lebensgefahr für den Igel besteht (z.B. auf einer Baustelle, auf einer stark befahrenen Straße, mitten in der Stadt...), dann gehen Sie bitte auf Nummer SICHER und lassen Sie den Igel da, wo er sich gerade aufhält.


    Wenn Sie Fragen rund um den Igel haben, melden Sie sich gern in diesem Forum.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de



    *) Erste Hilfe:

    Aufnahme in einer sauberen Box mit sauberem Stoff oder Küchenpapier (keine Blätter, kein Gras, kein Heu und kein Stroh).

    Wenn das Muttertier (schwer) verletzt ist, separieren, etwas Futter und Wasser anbieten und bei nächster Gelegenheit in einer igelkundigen Tierarztpraxis vorstellen, die Kleinen auf eine Wärmflasche legen und locker mit einem Handtuch zudecken.

    Wenn die Kleinen von Hand aufgezogen und versorgt werden müssen, eine igelkundige Igelpflegestelle finden und den Wurf übergeben.


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    Liebe Uta,


    was hat Augusta für Glück gehabt, bei Dir gelandet zu sein und all' die schönen Dinge genießen zu können, die ihr guttun. So viele schöne Updates von so vielen Igeln!


    Ich bin echt gespannt auf das Augusta-KU-Ergebnis!


    Liebe Grüße


    Heike (Philipps)


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    Liebe Uta,


    prima, dass es auch mit Rüdiger gut läuft :thumbup: und dass Augusta noch da ist.......schön, dass sie in die Präsidentensuite darf (ich sag's auch nicht weiter). :love:


    Herzliche Grüße :kallesmiley:


    Heike

    Liebe Igelfreundin Nina,


    ich meine, dass Dorothee und Uta Nähanleitungen für Igelschlafsäcke haben. Man kann gut Stoffreste benutzen, es sollten aber möglichst keine Schlaufen oder lose Fäden drann sein, am allerbesten sind angerauhte Biberstoffe. Wenn die Stoffreste nur klein sind, könnte man auch Patchwork davon machen....insgesamt gesehen, sehen die Schlafsäcke aus wie früher die Kaffeekannenmützen (und man braucht für einen Igel immer mehrere, weil sie jas praktisch täglich in die Wäsche müssen).


    Einer der beiden Mitglieder wird sich ganz sicher melden und Ihnen die Nähanleitung schicken, dazu müssten Sie dann Ihre private Mailadresse angeben. Dann können Sie das untereinander austauschen.


    Was die Wärmequelle angeht, ist es wichtig, dass ein Igel auch die warme Seite wechseln kann (es muss noch Platz in der Box sein, die ohne Wärmequelle ist), die gute, alte Wärmflasche ist immer noch die beste Wärmequelle besonders für sehr dünne oder sehr kleine Igel (quasi ein Wasserbett, das keine Druckstellen verursacht).


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


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    Liebe Igelfreundin Ines,


    haben Sie ruhig noch etwas Geduld - meistens sieht man kleine Igelkinder Anfang September herumwackeln. Sie wollen ja auch gar nicht von Menschen gesehen werden....eine Igelmutter, die ein Nest für ihren Nachwuchs baut, wird am besten wissen, wo sie es anlegt. Wenn nun Menschen an dem Ort etwas verändern, kann es natürlich sein, dass der Neststandort verlegt wird. Igelmütter sind Sicherheitsfanatiker, übervorsichtig - sie fackeln nicht lange und tun das, was sie für richtig halten.


    Wenn die Futterstelle vom Muttertier benutzt wird, dann werden auch irgendwann die Kleinen das nachmachen.


    Da Sie von zwei Igel schreiben, wäre auch die Variante möglich, dass die 1. Igelmutter (mit der giemenden Atmung) umgezogen ist und eine 2. Igelmutter nun das fertige Nest benutzt. Insofern ist es kein Wunder, dass es noch nicht raschelt - mein Rat ist: Abstand halten. Igelmütter merken alles und Menschen machen auch viel Unruhe, wenn sie "nur mal gucken" wollen.


    Was den hustenden Igel angeht, so ist es richtig, dass die meisten Igel Lungenwürmer und Lungenhaarwürmer haben. Da Igel in Deutschland unter Naturschutz stehen, ist es nur erlaubt, einen Igel der Natur für die Pflege zu entnehmen, wenn dieser Igel selbständig nicht mehr überlebensfähig ist. Es ist jetzt auch eine schlechte Zeit, einen hustenden Igel aufzunehmen (es könnte ja sein, dass es eine säugende Igelmutter ist).


    Also können Sie erst einmal in Ruhe Ihre Koffer auspacken und im Alltag wieder ankommen. Die Igel müssen ja nun auch damit klarkommen, dass ihre Menschen wieder täglich im Garten sind - für sie ist es ja auch gut, wenn die Menschen in dieser Zeit mal ein paar Wochen woanders sind.


    Mit vielen Grüßen


    Heike Philipps


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    Liebes Mäusibärchen,


    Du könntest auch die Fütterungen auf die Morgens- und Vormittagszeit schieben und sie abends und nachts nicht mehr füttern, sondern dann den Teller hinstellen. Vielleicht kriegen sie dann Hunger und fressen doch selbst.


    Liebe Grüße


    Heike

    Liebe Igelfreundin Nelli,


    hat dieser Igel Cotrim K schon mal bekommen?


    Wurde Baytril evtl. gestern schon angefangen?


    Wenn Sie sowieso bis Dienstag warten müssen (wegen Feiertag), dann würde ich heute mit Cotrim K beginnen (aber nur, wenn dieser Igel Cotrim K bisher nicht bekam und wenn Baytril gestern nicht schon angefangen wurde). Wenn der Igel gestern schon Baytril bekam, dann muss man damit weitermachen.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebe Vera,


    lieben Dank für die Nachrichten aus dem Wochenbett-Lager.


    Das hört sich alles sehr gut und stimmig an.


    Und Du hast recht, nach 3 Wochen wird eines der Kleinchen schon mal rausgucken aus der Igelburg. Aber Du wirst die Kleinen zum Zählen und Bewundern bestimmt vorher zu Gesicht bekommen. Trudi kennt Dich doch.


    Liebe Grüße und toi, toi, toi für die nächsten Tage und Wochen...


    Heike

    Liebe Igelfreundin Nelli,


    ich würde ehrlich gesagt, ein hoch konzentriertes Baytril nicht mal eben versuchen, weil es eben dieses "R" im Ergebnis hat. Baytril ist ein Breitbandantibiotikum und hat natürlich auch - wenn für Igel gut verträgliche - Nebenwirkungen, wenn es nicht hilft und dann noch ein anderes AB ins Spiel käme, wäre es mehr als schade. Ein Igel sollte ja nicht als lebendige Apotheke herumlaufen.


    Vielleicht war die Tierärztin schon im Urlaubsstress, dass Sie das "R" nicht richtig zugeordnet hat. Die ganze Angelegenheit hat schon zu lange gedauert, dass man jetzt wirklich gezielt das richtige machen sollte.


    Ich würde nicht Montag, sondern noch heute oder morgen (wenn es einen Notdienst gibt) eine Tierarztpraxis mit dem Ergebnis aufsuchen und versuchen Synulox für 8-10 Tage zum Injizieren zu bekommen.


    Alternativ ginge noch Cotrim K (das oral über 5-7 Tage gegeben wird), da bekämen Sie sicher ein Rezept und die Apotheke muss es besorgen - ist aber manchmal auch nicht einfach.


    Leider gibt es offensichtlich Chloramphenicol als Suspension nicht mehr (oder ist in der BRD nicht mehr zugelassen), im Fachbuch steht der Wirkstoff nur unter "Augensalbe" oder als "Ohrentropfen". Das wird aber die Tierarztpraxis wissen, evtl. hat sie ja doch die Suspension vorrätig - man wird Ihnen dann auch die Dosis für den Igel vorgeben.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps



    http://www.pro-igel.de

    EILT - EILT - EILT - EILT - EILT - EILT - EILT - EILT - EILT -


    Liebe Igelfreundin Nelli,


    vielen Dank für das Einstellen des Laborergebnisses. Man kann ganz sicher davon ausgehen, dass sich wegen der zu niedrigen Dosierung von Baytril Resistenzen aufgebaut haben, erst beim Vergrößern des Ergebnisses war das R neben Enrofloxacin aufgefallen - nun meine Frage: Wer hat den Behandlungsvorschlag mit Baytril (Enrofloxacin) vorgeschlagen? Ich hatte mich erst darauf verlassen und war davon ausgegangen, dass die Tierarztpraxis den Vorschlag gemacht hat, da es ja Labore nicht dürfen.


    Man muss bei Ihrem Igelpatienten mit der Rotznase aufgrund des Ergebnisses nun ein Präparat nehmen, wo ein "S" hinter steht ("S" steht für sensibel), da ginge Chloramphenicol (was selten in der Praxis vorrätig ist), und das oft für Igel gewählte Präparat bei Atemwegsproblemen: Synulox.


    Im Fachbuch "Igel in der Tierarztpraxis" sind alle Präparate mit den Wirkstoffen benannt, wonach die Tierarztpraxis ganz sicher ein vorrätiges Medikament auswählen und injizieren kann. Chloramphenicol ist meine ich ein Präparat für die orale Gabe - erfahrungsgemäß wirken aber injizierte Präparate besser, wenn sie den für den Igel zutreffenden richtigen Wirkstoff haben.


    Man sollte es schnell und am besten heute noch beginnen, damit der Igel nun auch bald wieder raus kann und die Rotznase dann auch weg ist.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


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