Streuobstwiesen-Allerlei

  • In unserer Wohngegend ist zwischen der Bahnlinie und den Wohnanlagen eine in den 70er Jahren angelegte Magerwiese mit noch einigen alten Kiefern, Walnuss- und Kastanienbäumen, einzelnen Birken und Mandelbäumen. Das leere übrige Flächenangebot inspirierte mich, nach und nach alte und schädlingsresistente Obstbaumsorten zu pflanzen und so in mehreren Jahren aus der Magerwiese eine Streuobstwiese zu „ernten“. Leider habe ich nicht so eine Wiese in meinem Privatbesitz (wie sie Gsaelzbaer hat), die Wiese ist Kommuneneigentum. Deshalb gibt es (noch) keine Totholzhaufen, Käferkeller oder andere nützliche Dinge für wildlebende Tiere, die hier vorbeikommen.


    Die besagte Kommunen-Wiese ist voll besonnt, sie wird alle paar Monate von der Kommune gemäht. Der Baumbestand muss trockenen heißen Sommern strotzen. Da es auch in diesem Frühjahr nicht geregnet hat, ist oft Wasserschleppen angesagt – nicht nur für junge Bäume, sondern auch für den Altbestand. Schon kurz nach der Blüte sind viele winzige Früchte zu sehen, viele Wild- und Honigbienen machen emsig überall ihre Arbeit, die Obstproduktion läuft hier im turbostil. Deshalb (nicht wegen dem turbo, sondern wegen der vielen Wildbienen) gibt es auch Wildbienenhotels mit Hummelhütten und etwas größeren Hornissenunterkünften in luftiger Höhe. Aber auch die Vogelwelt und Fledermäuse profitieren von geeigneten Nistästen oder-röhren oder Schlafhöhlen.


    In diesem Jahr sollten die ohnehin wärmeliebenden Speierlinge (sorbus domestica) die Wiese zum Standort haben, doch die Beschaffung von Speierlingsbäumen war nicht einfach und die gewünschten Hochstämme gar nicht zu haben. So kamen aus dem Nachbarland Tschechien zwei Speierlingssprösslinge mit einem Hochstamm-Vogelbeerbaum der gleichen Familie (sorbus aucuparia).




    Ganz zufällig fand ich im Internet das „Streuobstmuseum“ in Bruchsal, das in einer sehr schönen Anlage während durchgängigen Öffnungszeiten viele, kaum noch existierende Obstbaumsorten präsentiert (Bruchsal liegt in der Nähe von Karlsruhe, falls man mal vorbeikommt, lohnt sich sicher ein Abstecher):


    https://www.bruchsal.de/Home/L…hsal/Streuobstmuseum.html


    Bevor ich die spirkeligen Speierlinge pflanzte, habe ich im Zauberwald den kürzesten und schattigsten Weg zur Badestelle mit einer beidseitigen Schichthecke oder "Benjeshecke" (der einzigen Hecke ohne Wurzeln) versehen, damit das "Verlieren" von Müll nicht mehr geschieht. Eine Girlande bittet die Zauberwald-Wegebenutzer*innen, den Wald zu wertschätzen und sauberzuhalten.


    Wenn erst einmal alles grün ist, ist es hier total dunkel. obwohl die Sonne scheint.



    Hier noch ein Frühlingsgruß aus meinem Garten:


    Überall diese mini-Veilchen! Diese weißen Blüten bedecken zur Zeit die Magerwiesen, sie sind kaum 1 qmm groß und nicht länger als

    ein winziger Grashalm. Ich konnte bislang keinen botanischen Namen dafür finden....dabei wüsste ich es gern.


    Mit lieben Grüßen von mir und vom Frühling,


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

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