Posts by pigsi007

    Liebe Igelfreundin Finn,


    Sie haben recht, Igel trifft man tatsächlich schon mal an Vogelfutterstellen an. Es ist schon so, dass die Welt der Igel schon lange nicht mehr in Ordnung ist und damit die Nahrungsknappheit auch für die Stacheltiere aus der Urzeit besonders in längeren Trockenzeiten merklich spürbar wird. Igel sind Insektenfresser (Käfer, Würmer, Schnecken). Damit es genügend Insekten gibt, braucht es im Garten die entsprechenden Voraussetzungen. Für Igel ist ein steriler Garten mit englischem Rasen kein Lebensraum. Wer heimische Sträucher, Hecken und Bäume im Garten hat, für Blätterhaufen, Reisig- oder Asthaufen sorgt und vielleicht auch kompostiert, hat auch satte Igel im Garten. Nun sind heutzutage die Gärten nicht mehr so groß, ein einziger Igel braucht 2.000 qm Grünfläche, um satt zu werden und ohne menschlich beschickte Futterstelle auszukommen. Das bedeutet, Igel müssen auch zwischen den Gärten wandern können, die Zäune müssen Öffnungen haben, durch die sie schlüpfen können.


    Auch ist es richtig, dass um diese Zeit die ersten Jungtiere das Nest verlassen, um die ersten Schritte zum Erwachsenwerden zu gehen. Der September neigt sich dem Ende zu, so dass die Vorbereitungen für den Winterschlafbeginn nicht mehr weit sind. Alttier-Männchen begeben sich schon Ende Oktober in den Winterschlaf, es folgen die Alttier-Weibchen etwa Mitte November. Da die Igel mehrere Monate lang ohne Nahrung und Easser auskommen müssen, brauchen sie ein ausreichendes Startgewicht. Alttiere sollten demnach mindestens 800-1000 g wiegen.


    Jungigel sind bis Ende November noch unterwegs, das Idealgewicht für die Zeit ohne Nahrung und Wasser wäre für die jungen Tiere 500 g. Da die Tiere vielerorts nicht mehr genügend Nahrung finden, bringen die meisten Igel längst nicht mehr solche Gewichte auf die Waage, viele Igel gehen (teilweise erheblich) untergewichtig in den Winterschlaf.


    Im Durchschnitt sind in einem Igel-Wurf 5 Geschwister, die sich in der Gewichtsentwicklung sehr äh - neln, nicht selten bleibt einer in den Gewichtsfortschritten soweit zurück, dass auch optisch die Gewichtsunterschiede sofort auffallen. Igelstationsbetreiber*innen wissen um dieses Problem: Genau diese Kleinsten haben irgend etwas, was sie daran hindert, an Gewicht zuzunehmen.


    Um diese Zeit dürften Jungigel idealerweise 250-350 g Gewicht haben. Es wäre also gut zu wissen, welche Gewichte die Igel haben.


    Abschließend möchte ich noch anmerken, dass Igel sich natürlich Futterstellen (meistens für Katzen) gut merken. Ein gedeckter Tisch ist bequem, Igel werden dadurch aber nicht faul - ihnen knurrt nur der Magen, wobei ihnen Raupen, Käfer und Schnecken viel besser schmecken würden. Aber was tun, wenn nichts da ist? Ganzjährige und anlasslose Futterstellen lehnt Pro Igel ab, aber kurzfristig nach und vor dem Winterschlaf sowie in extremen Trockenzeiten kann eine Futterstelle durchaus helfen. Hier noch der Hinweis, hochwertige Katzen-Nassfuttersorten vermischt mit etwas Weizenkleie anzubieten, achten Sie auf die Inhaltsstoffe (grundsätzlich haben Getreide und Zucker nichts darin zu suchen).


    Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gerne wieder. Geben Sie bei Gelegenheit noch die Gewichte durch?


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Sehr geehrter Igelfreund Arian97,


    die Kleinen scheinen noch sehr jung zu sein bei 3-5 cm Länge! Da ist also allerhöchste Vorsicht geboten: Keine Störungen, wie Bauaktivitäten, übermäßige Grünpflege, das muss mindestens 4-6 Wochen warten. Ist das zu machen?


    Wie groß ist der Hof etwa (qm)? Wird der Hof übermäßig von den Anwohnern genutzt (Erholungsraum, Garten, Spielplatz, Grillstelle...)? Ich frage es deshalb, weil ein einziger Igel einen begrünten Lebensraum von 2000 qm braucht, um satt zu werden. Es sollte nicht sein, dass Igel dauerhaft gefüttert werden müssen, damit sie an dem Standort überleben. Hätten die Igel die Möglichkeit wegen Nahrungsknappheit abzuwandern, würden sie es tun - nur kommen sie vermutlich nicht raus.


    Ist das Holztor total dicht oder ist zwischen den Latten soviel Platz, dass ein Igel durchkriechen könnte? 8 x 8 cm müssen es schon sein.

    Wenn nicht, ist alternativ der Abstand zum Boden groß genug (8cm) , um dort hindurchkriechen zu können?


    Zum guten Schluss: Könnten Sie der Igelfamilie ein sicheres Schlafhaus anbieten, irgendwo in der Nähe der Mülltonnen unter Büschen, Sträuchern verstecken und mit weichem Material ausstatten (Blätter, Moos)? Vielleicht zieht die Igelmutter mit den Kleinen dort ein. Dann wäre zumindest eine weitere Störgefahr weitgehend eingedämmt. Sie müssen kein teures Holzhaus kaufen, es funktioniert auch eine alte Obstkiste, die Sie einfach auf den Kopf stellen, vorher eine Tür von 8 x 8 cm als Ein- und Ausgang hineinsägen, Dachpappe oben draufnageln und unten Blätter und Moos hinlegen - fertig.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebe/r Igelfreund/in Arian97,


    wie muss man sich den Hof vorstellen? Ist es ein Bauernhof, der "offen" ist, so dass ein Igel den Hof selbständig verlassen könnte? Oder ist es ein Innenhof, der hermetisch abgeriegelt ist? Wie sieht das Umfeld aus (Straßen, Wohngebiet, Weiden, Acker)?


    Es könnte sein, dass die Igelin das Nest unter dem Baumaterial gebaut hat und dass beim Abtransport vielleicht eines der Kinder abhanden gekommen ist - man kann davon ausgehen, dass Igelmütter bei drohender Gefahr nicht lange fackeln, bei Störungen ziehen sie sofort um und tragen ein Kind nach dem anderen ins neue Nest. Vielleicht vermisst sie noch eines der Kinder.


    Wichtig ist, dass Sie die Futter- und Wasserstelle beibehalten. Könnten Sie beschreiben, wie groß (oder klein) die Kleinen sind (geschätzte cm-Länge, Augen schon auf oder geschlossen).


    Scheinbar gibt es auf dem Hof kaum oder keine Grünflächen mit Sträuchern, Hecken o.ä. Bevor die Familie zu einem späteren Zeitpunkt umgesiedelt wird, muss ein neuer Lebensraum (oder mehrere) gefunden werden, schön sind immer große, verwilderte Gärten, Bauerngärten o.ä. (auf keinen Fall ist der Wald geeignet!).


    Wo wohnen Sie? Vielleicht kann bei der Suche nach einem neuen Umfeld eine nahe gelegene Igelstation helfen.


    Wie viele Kinder hat die Igelin?


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Sehr geehrte Igelfreundin PippiLotta,


    wichtig ist, dass ein Igelhaus zum Überwintern sozusagen versteckt wird, am besten unter einer Hecke oder einer weit ausladenden Tanne. Die Füllung darf gern aus Blättern bestehen - wenigstens sollte ein Blätterangebot im Garten vorhanden sein, damit sich ein Igel das selbst eintragen kann.


    Das Ende der Winterschlafzeit beim igel kann man nie vorhersagen - es hängt davon ab, wie sich die Frühjahrstemperaturen nachts entwickeln. Wenn Sie auf dem Rasen hier und da im April schon igelkot entdecken, ist der Igel schon wach - trotzdem sollte vor Mitte Mai das Igelhaus nicht ausgeräumt und gesäubert werden, bei kurzfristigem Frosteinbruch (meistens um die Eisheiligen herum), ziehen sich die Igel in ihr Winterschlaflager noch einmal für ein paar Tage zurück.


    Wenn Rasen gemäht wird, dann bitte STOPP vor der Hecke oder vor der Tanne, nicht unkontrolliert den Rasenmäher unterschieben und am besten nicht mit Fadenmähern und Sensen den Garten bearbeiten, unzählige Igel verlieren bei solchen Arbeitseinsätzen oft ein Bein oder sogar ihr Leben, viele werden schwer verletzt, das geht meistens nicht gut aus.


    Wussten Sie, dass Igel zwar nachts auf dem Rasen gesehen werden, die Stacheltiere aber viel zu wenig bis gar kein Futter auf dem Rasen finden. Sie decken den Igeln den Tisch, wenn Sie z.B. eine Blumenwiese anbieten - das muss nicht die gesamte Rasenfläche ausmachen, Wiesenblumeninseln z.B. um einen Baum gerum sehen hübsch aus, man muss sie lediglich 2 x im Jahr bearbeiten - ein englischer Rasen erfordert viel mehr Arbeit und hat nur einen optischen Nutzen, für den Sie viel Geld bezahlen.


    Ebenso sind Ast- oder Reisighaufen gute Tagverstecke nicht nur für Igel, selbst ein ganz normaler Blätterhaufen könnte eine Igelwinterschlafunterkunft sein.


    Wenn Sie bitte mal in den WebShop von Pro Igel schauen: Hier finden Sie z.B. das preisgünstige Buch "Igelfreundlicher Garten".


    Wenn noch Fragen sind, melden Sie sich gerne wieder.


    Mit freunldichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebe Igelfreundin Sari0,


    erst einmal DANKE für den ersten Einsatz. Sind Sie sicher, dass der Igel unter der Holzpalette festgesessen hat? Könnte es sein, dass dort irgendwo ein Nest ist? Igelweibchen sind hier und da noch mit ihrem Nachwuchs beschäftigt - es ist gut möglich.


    Um zu schauen, ob das Tier männlich oder weiblich ist, müssen Sie mitten auf den Bauch schauen. Wahrscheinlich wird es nur zu zweit gelingen, einer hält den Igel und der andere schaut auf den Bauch, wahrscheinlich rollt sich der Igel auch zusammen - dann sehen Sie nichts.


    Männchen haben den Penis mitten auf dem Bauch, man sieht sozusagen einen Druckknopf da, wo bei Menschen ein Bauchnabel zu suchen wäre.


    Wenn mitten auf dem Fellbauch nichts zu sehen ist, haben Sie ein Weibchen. Vielleicht erst einmal 1-2 Tage in Freiheit beobachten, ob sie ein Nest aufsucht und noch Kinder hat oder ob ein Nest unter der Palette ist.


    Die meisten Igel haben auch Lungenparasiten, ich würde aber erst einmal den Igel einige Tage fressen lassen, denn so eine Entwurmung ist nicht so ganz ohne. Also nicht den Igel aufnehmen und gleich entwurmen, sondern alles nach und nach. Dazu muss der Igel aber in einem Karton versorgt werden, in dem er auch herumlaufen kann. Da hinein kommt bitte nur Papier, Zeitungen als Unterlage, Toilettpapier zum Zudecken (eine ganze Rolle), Futter und Wasser, jeden Tag saubermachen.


    Wenn Sie mir Ihre PLZ verraten, könnte ich schauen, ob es in Ihrer Nähe eine Station gibt.


    Wenn noch Fragen sind, melden Sie sich gerne wieder.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Sehr geehrte Tierfreundin,


    ein großes verwildertes Grundstück ist etwas sehr SCHÖNES! Ganz sicher wird der Igel sich an den Katzenfutterresten nur den Nachtisch holen und leckeres Lebendfutter finden. Übrigens braucht ein einziger Igel, um überleben zu können, eine Grünfläche von 2000 qm, jede Schnecke, jeder Käfer und jeder Regenwurm muss erst neu nachproduziert werden...


    Wenn Sie hier und da noch ein Plätzchen frei haben oder frei machen können, könnten Sie das Grundstück noch aufwerten mit einer Trockenmauer, Totholzhaufen, vielleicht einer Kräuterspirale, einem Stillgewässer. Sehr schön sind auch Steinkegel. Demnächst werde ich in diesem Forum einige Gestaltungsvorschläge und Bauanleitungen einstellen. Unterdessen könnten Sie bei der Hortus-Bewegung (http://www.hortus.de) schon mal schauen, da gibt es richtig gute und einfach nachzubauende Gestaltungselemente, die nicht nur schön aussehen, sondern auch vielen Tieren Nutzen bringen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps

    Sehr geehrte Tierfreundin,


    Igel haben eine sehr gute Nase, besonders eben auch für gutes Futter. Da die Welt der Igel schon lange nicht mehr die Nahrung (Laufkäfer, Schnecken, Würmer, Insekten) und den erforderlichen Lebensraum in Form von Fläche vorhält, hungern die Stacheltiere aus der Urzeit. Im Winter trifft man sie sogar deshalb unter Vogelhäusern an, wo sie versuchen, von dem Futter essen zu können; ihnen knurrt der Magen - davon wird man wach.


    Insofern würden wir dafür plädieren, die Situation so zu belassen, wie sie gerade ist. Nur: Igel haben auch Flöhe, die schon mal auf Katzen rüberspringen. Aber wir gehen davon aus, dass Ihre freilaufenden Katzen gegen Flohbefall behandelt sind.


    Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gerne wieder.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebe Igelfreundin Katrin,


    Igel sind Wildtiere, quasi outdoorprofis, sie brauchen und lieben wenig Komfort - Millionen Jahre hat ein Blätter- oder Asthaufen genügt, um die Winter darin zu verschlafen.


    Insofern sind Holzhäuser durchaus geeignet als Winterschlafquartiere, nur sollten und müssen diese nicht mit Zeitungsschnipseln, sondern immer mit Material von draußen ausgestattet sein. Es genügt, wenn man 1-2 Hände voll Material hineingibt und den Rest zum selbst eintragen anbietet. Die Häuser sollten sozusagen versteckt sein, z.B. unter einer Hecke, einer weit auslandenden Tanne o.ä.


    Selbstverständlich sollte man im kommenden Frühsommer (Mai) die Winterschlafhäuser lüften, ausräumen und ggfs. ausbrennen. Von daher sind Igelhäuser ohne Boden viel besser zu handhaben. Wenn Sie neue Holzhäuser brauchen, genügt ebenso eine alte Obstkiste, die Sie einfach auf den Kopf stellen und in Bodennähe ein Loch von 8 x 8 cm (halbrund) einschneiden/sägen. Oben Dachpappe drauf und fertig.


    Im Handel werden ja auch Keramik-Igelkuppeln angeboten, in meiner über 30-jährigen Tätigkeit im Igelzentrum weiß ich, dass viele Igelfreunde viel Geld investiert haben und die Igel undankbarerweise gerade diese teuren Häuser aus Keramik nicht genutzt haben.


    Bitte schauen Sie doch mal in unserem WebShop, wir halten dort Infomaterial und Merkblätter speziell für den Bau von Igelunterschlüpfen und Futterhäusern bereit.


    Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gerne wieder.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Sehr geehrter Herr Kern,


    leider ist das gut für igel verträgliche Jacutin vom Markt genommen.


    Im Fachbuch "Igel in der Tierarztpraxis" wird u.a. Frontline Spray empfohlen, das Spray ist vermutlich nur beim Tierarzt erhältlich. In Tierfuttergeschäften bekommt man evtl. in kleineren 100 ml Flaschen Frontline, bea phar oder Bolfo Zecken- und Flohschutzspray. Mit beiden Präparaten habe ich über sehr lange Zeit im Igelzentrum Laatzen gute Erfahrungen gemacht.


    "All in one Flohspray" kenne ich nicht, man müsste auf die Bestandteildaten schauen und vergleichen.


    Nun ist es ja auch Wochenende. Damit Sie nicht bis Montag warten müssen, würde ich empfehlen, die Igel in warmem Wasser zu baden, damit erst einmal die meisten Flöhe weg sind.


    Sie mögen recht haben, dass beide Igel aus einem Wurf kommen.

    Wenn Igelwürfe in Igelstationen aufgenommen werden, trennt man die Geschwister spätestens bei 200-220 g.

    Wir empfehlen deshalb in Ihrem Fall, die beiden gar nicht erst zusammen unterzubringen. Sie haben garantiert weniger Arbeit, wenn Sie beide Igel einzeln halten. Warum? Erstens können Sie das Fressverhalten so besser verfolgen und die Kotbeschaffenheit einem Tier besser zuordnen. Mit Sicherheit wird der eine oder andere Igel eine Behandlung mit Antiparasitika brauchen, die Präparate werden meist über das Futter verabreicht und entsprechend dem Igelgewicht dosiert. Da Innenparasiten über den Kot ausgeschieden oder abgehustet werden, laufen mehrere Igel durch infizierten Kotu und können sich reinfizieren.


    Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gern.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebe Igelfreundin Alex,


    danke für Ihre Mitteilung, wir freuen uns mit Ihnen und dem Igel, dass eine Auswilderung möglich ist.


    Danke auch für Ihren Hilfseinsatz - das ist nicht selbstverständlich in der heutigen, nicht einfachen Zeit.


    Mit freunldichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Sehr geehrte Frau Kühndelt,


    für Igel genügt eine Öffnung von 8 x 8 cm, man kann vor die Öffnung einen Lederlappen hängen oder einfach ein Schwingholz. Igel haben eine spitze Nase und spüren schnell, dass das Holz nachgibt. Bei 8 x 8 cm wird eine Katze nicht durchkommen. Das Schwingholz wird 1 cm kleiner geschnitten, als die Öffnung ist, oben Ringösen hineinschrauben und oberhalf der Öffnung mit Gegenstücken oder mit Draht aufhängen.


    Alternativ geht auch ein Tunnel (also "Tiefbau"), nur ist bei Starkregen die Gefahr, dass Wasser drinnen steht.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Sehr geehrter Igelfreund Tobias,


    gute Idee mit dem Tunnel! Temperaturen nachts sind o.k. für September.


    Das mit der Futterstelle hatte ich deshalb vorgeschlagen, um das Kleine wieder anzulocken. Wegen des Tunnels ist das nun offensichtlich nicht mehr nötig. Aber Wasser sollten Sie in jedem Fall anbieten.


    Sie haben recht, Katzen werden eine Igelfutterstelle auch benutzen. Sie können verhindern, dass Katzen an das Futter kommen, wenn man das Futter überdacht (mit einer auf den Kopf gestellten Obstkiste, Dachpappe draufheften und eine halbrunde Tür 8 x 8 cm einschneiden/einsägen), noch einen Stein auf das Dach legen und den Futterteller ganz nach hinten schieben.


    Wenn noch Fragen sind, melden Sie sich gerne wieder.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Lieber ighelfreund Tobias,)


    danke für das Video und die gute Beschreibung der Situation. Die Igelkinder sind schon relativ groß. Die Gründe für die Tagaktivität könnten:


    1. das Nest ist zerstört (Aufräum, Garten- oder Abrissarbeiten, Hund (?), Bauarbeiten) oder

    2. die Kleinen entdecken ihr Umfeld - das machen sie in der ersten Zeit tagsüber, bis sie merken, dass die Welt nachts weniger gefährlich ist, es dauert einige Zeit (es ist quasi die Entdeckungslust, es ist alles neu und spannend, etwa vergleichbar, wenn Jugendliche die Nacht zum Tag machen)


    Auf dem Video erscheint mir das Igelkind etwas verloren, behäbig, nicht schnell genug, normalerweise hätte es dem Muttertier folgen müssen. Deshalb hat das Muttertier das Kleine so energisch gepackt und woanders hingeschleppt - man konnte erkennen, dass es gar nicht so einfach war (zu schwer), sie schleift das Kind eher, normalerweise werden Igelkinder getragen. Irgend etwas stimmt da nicht.


    Empfehlung wäre: Kleine Futterstelle einrichten in einsehbarer Zaunnähe (mit einer guten Sorte Katzenfeuchtfutter und etwas Weizenkleie oder ein gestocktes, erkaltetes Rührei mit Rindertartar). Igel haben eine sehr gute Nase, bei ihrem Aussehen haben sie durchaus Zähne, taucht das betr. Igelkind auf, bitte näher betrachten (Augen zu? Knopfaugen? Verletzung? Blut? Alle 4 Beine dran und Füße o.k.? Unangenehmer Geruch (Igel riechen normalerweise nicht), krabbeln irgendwo Maden herum? Vielleicht können Sie es vor Ort einmal wiegen und das Gewicht durchgeben? 150 g Tiere, die tagaktiv sind, sind nicht die Norm - da stimmt etwas nicht. Weit über 200 g wäre vertretbar zum draußen bleiben, wenn nichts anderes auffält. In welchem Teil Deutschlands wohnen Sie? Wie sind da momentan die Temperaturen (nachts und tagsüber).


    Für den "Notfall" einen Karton bereitstellen, mit Zeitung auslegen und ein altes, aber sauberes Handtuch einlegen. Den Karton mit Igel mit ins Haus nehmen, fliegenfrei halten (Gaze oder Gardine drüberlegen). Dann könnten wir weiter verabreden, was zu tun ist.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebe Igelfreundin Alex,


    die Eusaprim Behandlung bewirkt natürlich ,dass der Darm "ausgeräumt" wird, die Kokzidien sollen ja weg. Deshalb sieht der Kot nach den ersten medikamentengaben manchmal richtig schrill aus. Das ist gewollt und Eusaprim soll ja auch helfen.


    Der Kot wird sich nicht sofort zum Guten verändern, das kann bis zu einer Woche dauern.

    Aber wenn es bis Freitag schon deutlich besser ist, sollte das Tier raus.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de