Posts by pigsi007

    Liebe Igelfreundin Birgit2019,


    grundsätzlich ist jeder Igel anders, auch wenn es Geschwistertiere sind. Also muss man auch den Genesungsverlauf bei jedem Igel neu bewerten, reagieren und agieren.


    Grundsätzlich hat man bei Kotuntersuchungen ein "besseres" Ergebnis, wenn man Untersuchungsmaterial von 3 Tagen ins Labor geschickt hat - vorzugsweise nämlich das Material, welches optisch nicht so schön aussieht: grün-schleimig-blutig-weiche Bestandteile. Larven, Eier und die Würmer selbst werden nicht ständig ausgeschieden, es ist deshalb durchaus möglich, dass die 1. KU einen geringen Befall und die 2. KU einen höheren Befall ergibt.


    Nach den Levamisol-Injektionen kann und darf ein Igel noch 7-10 Tage danach husten - die Parasiten werden einerseits abgehustet und andererseits über den Darm mit dem Kot ausgeschieden. Danach sollte es aber aufhören. 3 Wochen nach der Levamisolgabe wäre eine neue Kotuntersuchung angesagt und danach wäre zu entscheiden, ob Levamisol o.a. wiederholt werden muss.


    Leider ist es so, dass man mit dem Präparat Panacur nicht zum gewünschten Erfolg kommt, erfahrungsgemäß ist das auch im Fachbuch genannte Präparat "Flubenol" als Paste oder Pulver wirkungsvoller (schmeckt aber nicht so gut, d.h.: bei schlechtfressenden Igeln am besten die Tagesdosis mit etwas Tee oder Futterbrei direkt ins Mäulchen). Auch Flubenol wird über 5 Tage ins Futter gegeben. Es empfiehlt sich bei hustenden Igeln als Begleittherapie auch Schleimlöser (z.B. Bisolvon) zu verabreichen.


    Wenn die Tierarztpraxis bei Igel Nr. 1 die Levamisolgabe wiederholt, dann dürfte das erst 3 Wochen nach der letzten Levamisolgabe geschehen. Wenn also noch zeitlich "Luft" ist, könnte man die Pause mit Flubenol nutzen. Wenn es dem Igel aber schlecht geht, muss die Tierarztpraxis entscheiden, ob ein Antibiotikum erneut zu geben ist. Weisen Sie bitte die Praxis auf das Fachbuch "Igel in der Tierarztpraxis" hin, dass einige gut wirkende und verträgliche Präparate in entsprechenden Tabellen vorschlägt. Igel, die einen hochgradigen Befall von Parasiten haben, zeigen manchmal eine "Fleischabneigung", versuchen Sie mal eine Futterumstellung auf gestocktes und erkaltetes Rührei oder Mozzarella-Käse (nicht immer und ewig, aber als Überbrückung), evtl. etwas Weizenkleie einmischen und das Rührei in Olivenöl oder Maiskeimöl kurz angaren (Sonnenblumenöl ist wegen fehlender essentieller Fettsäuren nicht geeignet).


    Wenn noch Fragen sind, melden Sie sich gerne wieder.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de





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    Liebe Igelfreundin Sasi,


    wenn Sie statt dem Nagellack lieber Tipp-Ex nehmen, das ist weniger toxisch und riecht auch nicht so, auch würde ich nicht den Punkt auf den Rücken, sondern eher rechts oder links oder hinten drauf. Ein weißer oder roter Punkt oben drauf lässt immer alle Alarmglocken auch bei anderen Menschen klingeln, ruckzuck ist der Igel wieder drinnen, obwohl es gar kein Problem gibt.


    Nun soll dieser Winter mal wieder schön kalt werden!


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


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    Liebe Igelfreundin Najade,


    der Grundriss sollte die Größe eines Umzugskartons haben, etwas mehr - gerne, aber es max. bei 1/2 qm belassen. Der Igel ist ja sozusagen im Sanatorium - da kommt man auch als Mensch einige Wochen nur mit einem Bett statt mit einem Appartement zurecht.


    Die Kartonhöhe gut 60 cm, wie gesagt, das Schlafhaus in die Mitte stellen - sonst steigt der Igel auf das Dach und klettert wieder raus. Igel sind zu vielem fähig, man glaubt das nicht.


    Wenn Sie keinen Karton in der gewünschten Größe bekommen, nehmen Sie einfach mehrere und kleben Sie diese zu einem zusammen.

    Alternativ geht auch die große Plastikbox von IKEA (gibt es in transparent und schwarz), es gibt auch Deckel dazu (den könnte man halb durchschneiden und zur Hälfte als Bedeckung für die Box nehmen. Da können Sie etwas draufstellen oder das Protokoll mit den täglichen Gewichten mit einer Wäscheklammer anheften.


    Ein Protokoll über den Gewichtsverlauf und dem dokumentierten Fressverhalten, Kotbeschaffenheit hilft in der Tierarztpraxis, wenn der Igel dort vorgestellt wird oder werden sollte (man weiß das vorher nie), andererseits wird auch eine Tierarztpraxis nur Präparate verschreiben, wenn sie das Tier gesehen haben. Auch wird Ihnen das Protokoll helfen, wenn es um die Medikation geht, die über das Futter oral gegeben wird.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebe Igelfreundin Sasi,


    das haben Sie ja prima hingekriegt! Rundherum noch Laub anzuhäufeln, o.k., aber gaaaaanz leise.


    Alle paar Tage mal nachschauen, wenn alles unverändert ist, reicht die Kontrolle 1 x pro Woche. Wasser sollte da stehen - Futter komplett entziehen, damit nicht andere Tiere angelockt werden und den Igel damit stören.


    Was die Isolierung für Igelwinterschlafunterkünfte angeht, es braucht keine Isolierung - nur trocken muss es sein! Igel brauchen Kälte zum Schlafen, da macht es keinen Sinn, die ohnehin nicht mehr so kalten Wintertemperaturen außen vor zu lassen. Holzkiste und Blätter - das ist super, der Igel hat es ja akzeptiert und mit Sofortschlaf quittiert.


    Alle guten Wünsche und freundliche Grüße


    Heike Philipps


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    Liebe Igelfreundin Najade,


    die bisherige Vorgehensweise war sehr in Ordnung, nur muss Ihr stacheliger Untermieter bitte in einen Raum mit Zimmertemperatur, also gerne 20°C idealerweise. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird "Ihr" Igel nicht nur mit Futter und Wärme auskommen, sondern es muss auch entwurmt werden. Wenn Sie Veterinärmedizin studieren, ist doch dieser Igel ein guter Beitrag - wir begleiten Sie gerne Schritt für Schritt, ein Mensch schafft einen Igel "mit links". In den kalten Keller kommt der Igel dann, wenn er schwer genug und entwurmt ist sowieso. Es geht jetzt nur um ein paar Wochen, vermutlich bis Weihnachten/Sylvester.


    Ein größerer Karton mit ausreichender Höhe muss her und in den großen Karton stellen Sie bitte ein Schlafhaus (am besten in die Mitte, sonst steigt der Igel auf das Dach und bricht wieder aus). Vorher alles schön dick mit Zeitungen auslegen und alles, was schmutzig ist, komplett austauschen sowie das Futtergeschirr heiß abwaschen. Wenn Ihre Haustiere nicht mit Kot oder verschmutztem Papier zusammenkommen, werden Innenparasiten nicht übertragen. Dennoch ist Hygiene oberstes Gebot. Idealerweise sollte ein Igel in einem Raum stehen, den Haustiere nicht betreten (z.B. Gäste-WC).


    Zuerst geht es sicher um Flöhe, die fast alle Igel haben. Bitte kein Spot-On Präparat, vielleicht hat die Igelstation in Ihrer Nähe noch einen Rest Jacutin pedicul Spray? Das ist sehr gut verträglich. Bei der Gelegenheit könnten Sie noch fragen, welche Tierarztpraxis igelkundig ist, weil Sie Entwurmungspräparate nicht ohne Rezept oder vermutlich nur dort direkt bekommen.


    Es ist empfehlenswert, Kot von 3 Tagen als Untersuchungsmaterial für das Labor zu sammeln (im Schraubglas o.ä.), damit auf Innen-Parasiten untersucht werden kann und eine Entwurmung begonnen werden kann. Bis das Ergebnis vorliegt, hat Ihr Igel sicher schon ein wenig an Gewicht zugelegt, der Stoffwechsel ist im Gang, so dass eine Wurmkur kein Risiko mehr ist.


    Trotzdem: Alles mit Augenmaß und nahe am Fachbuch "Igel in der Tierarztpraxis" von Pro Igel e.V. (im Webshop erhältlich).


    Wenn noch Fragen offen sind, immer gerne! Ich schaue sowieso täglich mehrfach rein. Wenn ein Ergebnis vom Labor vorliegt, könnten wir die weitere Vorgehensweise abstimmen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Sehr geehrte Igelfreundin Sarh,


    es wäre gut, wenn Sie das Tier erst einmal aufnehmen und ihm erst eine ruhige, saubere Box in warmer Umgebung (Zimmertemperatur) und Futter und Wasser gönnen.


    Ganz sicher wird sich eine Igelstation melden - bedenken Sie, dass alle Igelstationen seit dem Frühherbst schon über ihre Kapazitäten belegt sind und deshalb auch nicht sich sofort zurückmelden. Ich werde von hier aus versuchen, eine kompetente Stelle zu kontaktieren und Sie zusammenzubringen. Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass die Igelin einer igelkundigen Tierarztpraxis vorgestellt wird, um abzuklären, ob eine echte Chance auf Heilung besteht (leider sind die Aussichten bei einem Vorderlauf extrem schlecht - trotzdem sollten wir es prüfen lassen von kompetenter Seite.


    Mir ist der Arbeitskreis Igelschutz Berlin mit vielen privat angeschlossenen Igelpflegestellen auf Anhieb eingefallen, die ja alle mit einer igelkundigen Tierarzpraxis zusammenarbeiten.


    An Sie vielen Dank, dass Sie nicht weggeschaut und beherzt zugegriffen haben!


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebe Igelfreundin MaLa,


    in der Gewichtsübersicht aus einer Ihrer vorherigen Mails steht, dass Sie bei dieser Jungigelin noch warten wollten, bis sie 350 g erreicht hat. Wenn sie schon rasselt oder Atemgeräusche vernehmbar sind, sollten Sie sich nicht zwingend auf ein Startgewicht festlegen. Zu bedenken ist, dass Lungenparasiten auch die Gewichtszunahme verhindern und sozusagen "mitfressen", sie werden sogar mehr, wenn man nichts unternehmen würde. Wenn wir sinkende Temperaturen haben (Igel sind manchmal empfindlich und merken auch im Warmen sehr wohl, dass draußen Winter ist) und wenn die Igelin auch noch wenig frisst, nimmt sie natürlich an Gewicht ab, das bißchen, was sie aufnimmt, braucht sie, um Energie für Körperwärme zu produzieren.


    Wenn Parasiten am Werk sind, sind es auch Bakterien, die beim Igel Beschwerden verursachen. Ich würde zum Wochenbeginn die Tierarztpraxis bitten, die Lungenwurmbehandlung zu starten und als Begleittherapie Bisolvon zum Schleim lösen und ein gut verträgliches sulfonamidverwandtes Antibiotikum (Suspension, die über das Futter oder direkt in die Schnauze gegeben werden kann) zu verschreiben bzw. mitzugeben (s. Fachbuch "Igel in der Tierarztpraxis").


    Erfahrungsgemäß wird danach auch bei diesem Igel das Gewicht nach oben gehen und das Fressverhalten wird sich bessern.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


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    Liebe Igelfreundin Sandra,


    Igel sind zwar Wildtiere, haben aber eigentlich wenig bis gar keinen Eigengeruch. Wenn eine Igelpflegebox täglich gereinigt und alles Material (Zeitung, Küchenpapier etc.) ausgetauscht und der Igel richtig behandelt ist, darf im Normalfall kein Gestank auftreten.


    Das Gewicht für den Winterschlafbeginn eines Jungigels ist optimal, nutzen Sie die derzeitige Kältephase aus - Sie können die Box von einem Tag zum anderen vom Warmraum in den Kaltraum stellen. Der Igel braucht Kälte zum Schlafen, von daher bitte kein Styropor o.ä. zum Isolieren. Blätter im Winterschlaflager wären in Ordnung, Stroh geht auch - Sie können ebensogut auch Zeitungsschnipsel nehmen, die Sie am besten mit der Hand reißen und etwas anknüllen (kein automatisch geschreddertes Papier, die Papierkanten sind zu scharf! Schon gar kein Glanzpapier, am besten die örtliche Tageszeitungen dafür verwenden). Mit der Temperaturumstellung auch Futterumstellung, max. 1 Essl. Trockenfutter oder wenn der Igel nicht zur Ruhe kommt - vorausgesetzt, es ist ausreichend und gleichbleibend kalt! - kompletter Futterentzug, nur Wasser hinstellen.


    Ist in der Garage ein Fenster, Tageslichteinfall verhindert, dass die Überwinterungstiere nicht das Tag- und Nachtgefühl verlieren.


    Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gerne wieder.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de


    Sehr geehrte Igelfreundin MaLa,


    gut gemacht - mein echtes Kompliment! Mit Entwurmungspräparaten kann es gleich anschließend nach den Levamisolinjektionen weitergehen, also vermutlich mit Flubenol.


    Es ist richtig, dass Ihre Igel mit ca. 650-700g von einer Stunde zur anderen ins möglichst kühle Winterschlaflager umziehen können (wobei das Winterschlafhaus möglichst aus Holz sein sollte oder mindestens aus zwei ineinandergesteckten, einigermaßen stabilen Kartonagen. Das Innenleben darf gern aus Blättern oder aus Haferstroh bestehen, alternativ geht auch zerrissenes Zeitungspapier. Für den Umzug wählt man am besten eine möglichst kühle Wetterphase (auch nicht gerade bei +12°C). Mit dem Umzug ins Winterschlaflager auch Futterumstellung: max. 1 Essl. Trockenfutter und Wasser - mehr nicht. Während der Zeit werden wir sicher noch einige Male kommunizieren.


    Zu beachten ist, dass die letzte Medikationsgabe bei Winterschlafantritt 7 Tage her sein sollte (verabreichte Medizin muss vor dem Einschlafen verstoffwechselt sein).


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


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    Lieber Igelfreund Julian,


    jawoll - Igel hält man immer entweder richtig warm oder richtig kalt - alles, was dazwischen ist, bringt den Igel nur durcheinander. Sie werden sehen, sobald die Umgebungstemperatur sinkt, wird er seine Hütte buchstäblich auf den Kopf stellen. Das dauert ein paar Tage und dann ist RUHE im Karton.


    Wenn der Igel hustet, hat es nichts mit einer Erkältung zu tun, das sind mit Sicherheit Lungenwürmer, die zu eleminieren sind, da sie sich leider im Igelkreislauf auch mehren....Wenn ein Igel am Tag mehrfach hustet, sollte man nicht warten, bis der Befall als hochgradig einzustufen ist. D.h.: Das Labor müsste mindestens Lungenwurmlarven-, eier und/oder Lungenwürmer sichten. Man wird es sehen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Lieber Igelfreund Julian,


    wie ist eigentlich mit dem Husten - hustet der Igel (noch)?


    Bitte für die Laboruntersuchung Untersuchungsmaterial 3 Tage sammeln, vordringlich das, was nicht so schön gleichmäßig aussieht, möglicherweise grün oder schleimig.....


    Sollte das Ergebnis positiv sein (evtl. Lungenwürmer wegen dem Husten), dann hilft Panacur NICHT. Dann entweder 2 Levamisol s.c. innerhalb 48 Stunden, alternativ Concurat in Pulverform über das Futter - allerdings braucht man zum Abwiegen abgestimmt auf das Igelgewicht eine Analysenwaage, da kann sicher die Praxis oder die Apotheke helfen). Gerne als Schleimlöser noch Bisolvon dazu. Das muss der Igel noch 7 Tage verstoffwechseln, bevor er in die Kälte kann, also möglicherweise zum 2. Advent.


    Wenn das Laborergebnis negativ ist, kann zum 1 Advent der Umzug von einer Stunde zur anderen ins Gehege für den Winterschlaf (nicht langsam, sondern ruckzuck) passieren, gleichzeitig mit dem Umzug Futterumstellung und Reduktion, nur Trockenfutter und nur max. 1 Esslöffel - mehr nicht und natürlich Wasser.


    Das Winterschlafhaus sollte aus Holz sein, ein Papphaus kann evtl. in das Holzhaus (also Haus im Haus), es dürfen gerne Blätter oder Haferstroh als lockere Füllung hinein. Wenn Sie haben, vielleicht auf dem Boden Mooskissen? Nur Blätter geht aber auch.


    Wenn es gleichbleibend kalt ist und der Igel schläft, kann das Futter ganz entzogen werden. Da werden wir sicher noch uns kurzschließen müssen, in Klimawandelzeiten ist es auch für igel nicht einfach, mit diesem auf- und ab und mit viel zu milden Wintern zurechtzukommen.


    Mit vielen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Liebe Igelfreundin Nati,


    ich gehe nach Ihren Gewichtsangaben davon aus, dass es sich hier um ein Jungtier handelt. Tatsächlich sieht das Tier optisch gut aus, auch das aktuelle Gewicht ist zufriedenstellend.


    Wenn also Stacheln ausfallen, könnte es noch mit dem Stachelwechsel, den Jungigel durchleben, zu tun haben. Hautschuppen entstehen oft auch durch trockene Zimmerluft - Igel sind Wildtiere, sie leben in einer Umgebung, die eine viel höhere Luftfeuchtigkeit hat. Dazu kommen noch die komplett anderen Futterbestandteile, das wirkt sich auch auf die Haut aus. Im Futterangebot sollten auch die wichtigen essentiellen Fettsäuren sein (in Form von hochwertigem Öl, wie Olivenöl, Maiskeimöl - Sonnenblumenöl ist nicht geeignet, da es keine essentiellen Fettsäuren enthält), alternativ könnten Sie auch das Präparat Megaderm täglich ins Futter geben. Auch wirkt schon mal 1/2-1 Teelöffel natives Olivenöl, den Sie auf den Rücken zwischen die Stacheln fließen lassen, die Haut sieht dann gleich besser aus (das sollte aber keine Dauerbehandlung werden - Sie sollten danach beboachten, ob sich dauerhaftes Kratzen, vermehrter Stachelausdfall etc. noch bemerkbar machen).


    Bisolvon als Schleimlöser erleichtert das Abhusten, löst aber das Problem (Husten) nicht. Beim Lungenwurm helfen die Levamisolinjektionen im Abstand ovn 2 Tagen. Bei massenhaftem Befall kann durchaus eine Wiederholung der Levamisolinjektionen (frühestens 3 Wochen nach der letzten Levamisolbehandlung) erforderlich sein.


    Was steht denn genau im Laborergebnisprotokoll?


    Wurde parasitologisch (Parasiten) und/oder mikrobiologisch (Bakterien) untersucht?


    Oder wurde gleich vor Ort in der Praxis der Kot untersucht?


    War das Untersuchungsmaterial (Kot) von mehreren Tagen?


    Optisch sieht der Kot jedenfalls noch nicht zufriedenstellend aus. Was bekommt der Igel zu fressen?


    Liebe Dank für die Beantwortung der Fragen, dann werden wir der Sache schon näherkommen.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Lieber Igelfreund Julian,


    oh das ist aber äußerst erfreulich - dann erspart es dem Igel und Ihnen eine Menge Arbeit. Tut mir leid, dass ich Sie nun umsonst in die Praxis geschickt habe. Jetzt drücke ich die Daumen, dass die Pfote nun gut abheilt.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Sehr geehrte Igelfreundin Anneliese,


    ein Fuchs wird sich nicht vertreiben lassen.


    Ein ähnliches Problem stellen ja auch Katzen dar, wenn sie sich an Igelfutterstellen bedienen. Hier bietet sich ein Futterhaus mit Labyrinth (als Selbstbau, gibt es aber auch im Handel) im Eingangsbereich an, alternativ geht auch eine auf den Kopf gestellte Holzkiste, in die an einer Seite ein 90° Bogen eines Abflussrohrs als Eingang gesteckt wird. Dazu braucht es allerdings jemanden, der handwerklich geschickt ist.


    Eine weitere Alternative ist eine einfache Holzpalette, unter die das Futter auf einem flachen Teller geschoben wird.


    Im Webshop von Pro Igel e.V. erhalten Sie Informationsbroschüren über Igelunterschlüpfe und Futterhäuser (http://www.pro-igel.de).


    Der November geht dem Ende zu, sobald die Temperaturen nachts konstant unter 7°C liegen, sollten Sie auch die Futterstelle komplett aufgeben. Igel schlafen nicht nur wegen sinkender Temperaturen, sondern auch wegen fehlendem Nahrungsangebot. Mit einer künstlichen Futterstelle im Winter kann der Stoffwechsel beim Igel nicht zur Ruhe kommen.


    Bei weiteren Fragen melden Sie sich gerne wieder.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de


    Lieber Igelfreund Julian,


    Pilzgeflechte sieht man leider nicht mit dem bloßen Auge, dass ein Pilz am arbeiten ist, sieht man leider erst, wenn das Problem schon weit fortgeschritten ist. Es betrifft vor allem Alttier-Igel. Vermutlich sieht die Igelhaut jetzt otisch schon besser aus durch das Kokosöl. Gesunde Igelhaut sieht dunkelgrau aus. Ich finde, auf dem Foto sieht sie eher hellgrau, wie mit Mehlpuder bestäubt. Das könnte auf einen Pilz hindeuten.


    Hier wäre vorzugehen, wie im Fachbuch "Igel in der Tierarztpraxis" beschrieben, mit mindestens 2 jeweils 10minütigen Imaverolbädern im Abstand von 2-3 Tagen. Für den Nasenrücken und Augenbereich kämen die Suspensionspräparate Surolan, alternativ Miltex in Betracht.


    Trotzdem wäre auch klären lassen, ob zusätzlich ein Milbenbefall vorliegt, es gibt z.B. die sehr hartnäckigen Grabmilben, die unter der Haut agieren und deren Befall erst sehr spät optisch zu erkennen ist. Wenn sich das bestätigt, lassen Sie bitte KEIN Spot-On-Präparat geben, Dectomax als Injektion wird vertragen, muss pinibel genau dosiert werden.


    Die Tierarztpraxis sollte wissen, dass Sie schon mit Kokosöl die Haut beträufelt haben. Pilze und Hefen mögen kein Kokosöl, man kriegt sie damit aber auch nicht weg, zudem ist es so, dass mit Öl oder anderen Präparaten behandelte Haut durchaus eine Diagnose erschweren kann.


    Hoffentlich kommt wenigstens eine Vermutung nicht in Betracht.


    Auf jeden Fall sollte Megaderm ins tägliche Igelfutter.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Lieber igelfreund Julian,


    100 x danke für die Fotos - nun ist es auch für mich sicher, Sie haben hier ein Jungtier. Schön, dass wir das klären konnten.


    Ich kann und darf natürlich von hier keine Ferndiagnose stellen, deshalb vorab noch eine Bitte: Werfen Sie mal bitte einen genauen Blick auf die Igelhaut (da wo Stacheln sind), ist diese Igelhaut glatt grau oder sieht sie eher aus, als wenn eine dünne Mehlschicht drauf ist (silbrig-helgrau bis weiß)?


    Gehen vermehrt auch Stacheln aus?


    Die von Ihnen vorgeschlagene Dectomax-Mischung als Spray kann man NICHT im Gesicht anwenden, nur auf dem Stachelkleid, abgesehen davon, dass Sie das Präparat auch nur in der Tierarztpraxis bekommen und steriles Sesamöl dazumischen müssten (was auch schwer erhältlich ist). Hinzu kommt, dass wir noch nicht wissen, was die Ursache ist (Milben - welche?, Pilz/Hefen, beides?).


    Daher die Empfehlung, Hautgeschabsel zumindestens unter dem Mikroskop untersuchen zu lassen, um zu wissen, ob und welche Milbe hier am Werk ist.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


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    Liebe Igelfreundin Tama,


    ohje, natürlich - die Flöhe sollten schnellstens eingedämmt werden.


    Nicht empfehlenswert und Risiko bergend sind allerdings Spot On Präparate für Igel.


    Vielleicht hat Ihre Tierärztin das vom Markt genommene, für Igel sehr gut verträgliche "Jacutin pedicul"in der Praxis vorrätig? Wenn Sie Frontline-Spray nur da hat - nicht mehr, als die Dosis, die im "Igel in der Tierarztpraxis" angegeben ist. Dazu setzt man den Igel am besten auf ein Handtuch, hält mit einer Hand Gesicht und Augen zu, Flohspray aufbringen, Handtuch für einen Moment zuklappen, aber die Nase herausgucken lassen, dann hat man die toten Flöhe im Handtuch und kann alles sauber entsorgen.


    Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit dem Flohspray von beaphar gemacht, das man auch in Tierfuttergeschäften bekommt. Auch hier ist weniger mehr und alles mit Vorsicht anzuwenden.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

    Lieber Igelfreund Julian,


    danke für die Fotos, o.k. mit dem Fuß kann man tatsächlich noch einige Tage abwarten.


    Auf dem 4. Foto sieht es wie ein Jungtier aus, das letzte Foto sieht aus, als wäre es ein Alttier. Auf Bildern kann man die Größe nicht so richtig einschätzen. Also gehen wir davon aus, dass es ein Jungtier ist.


    Die Schuppen sollten Sie genau im Auge behalten, vielleicht doch vom Tierarzt einen Abstrich machen lassen oder die Hautschuppen in ein steriles Schraubglas als Probe abgeben, wenn es mit der Kratzerei weitergeht. Schauen Sie mal die Ohren genau an, sehen sie am Rand aus, wie "abgefressen", also unregelmäßiger Rand, nicht gleichmäßig? Sind um die Augen herum die Haare weg? Haben Sie das Gefühl, dass zwischen den Haaren Sandkörnchen sitzen?


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de