Ratten an Futterstellen

  • Wo ganzjährig Igel oder Vögel im Garten gefüttert werden, kann es sein, dass sich irgendwann auch Ratten an der Futterstelle bedienen. Deshalb wird von einer anlasslosen und ständigen Futterstelle für Igel abgeraten. Auch in der Winterschlafzeit von Dezember bis März-April schaden wir dem Igel mit einem Futterangebot mehr, als wir nützen. Seit Jahrmillionen fährt der Igel (erinaceus europaeus) vom Herzschlag bis zum Stoffwechsel den Kreislauf bei Temperaturen unter 7°C soweit herunter, dass er monatelang ohne Wasser und Futter auskommen kann. Wenn in der Winterzeit Igel tagaktiv sind, muss mehr geschehen, als nur Futter anzubieten: Dieser Igel muss zur Pflege ins Haus.


    Fazit: Eine Futterstelle im Garten ist sicher gut gemeint, sollte aber mit Augenmaß geschehen und vor allem sauber gehalten werden, bei Igelfutterstellen ist es ähnlich wie im Vogelfutterhaus; kranke Vögel übertragen auch vieles, wenn die Futterstelle nicht saubergehalten wird.


    Ein Anlass, eine Igelfutterstelle im Garten kurzfristig einzurichten ist gegeben z.B.,


    • wenn gesund gepflegte Igel ausgewildert werden
    • um Igeln eine Starthilfe nach dem Winterschlaf zu geben
    • vor dem Winterschlafantritt
    • während längerer Trockenzeiten im Sommer
    • wenn Igel wegen größerer Baumaßnahmen evakuiert werden müssen


    Kontrolliertes Füttern vermeidet Rattenbefall: Wenn ein Igel kommt, den Teller hinstellen, hat er gefressen, den Teller wieder mit ins Haus nehmen. Das ist leider umständlich.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

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