Jungigel-Fund, 330g

  • Liebe Frau Philipps,


    es scheint, ich bin auf den Igel gekommen. Mein Hund hat heute wieder einen Igel auf unserem Spaziergang gefunden, spannenderweise EXAKT an der selben Position, an der wir damals Igel Nr. 1 aufgelesen haben.

    Es handelt sich wieder um eine Igeldame, diesmal mit 330g. Ich habe sie zuhause wieder mit dem Bioschutz Flohspray behandelt, wobei ich diesmal keinen einzigen erwachsenen Floh gefunden habe, dafür jedoch Milben (da sollte das Flohspray auch helfen) und einige Zecken, die ich entfernt habe. Entweder war unser erster Igel extrem scheu/misstrauisch, oder diese Igeldame ist vom generellen Zustand her schwächer, aber ich konnte diesmal direkt das Geschlecht bestimmen und auch den Bauch abtasten (warm). Sie kugelt aber trotzdem, sobald man sie auf den Rücken dreht oder zuviel hantiert. Habe zur späten Stunde noch einen Käfig auftreiben können und den Igel jetzt mal häuslich eingerichtet, Wasser und Fressen bereitgestellt und ein gekochtes Hühnerflügerl bekommt sie dann später auch noch. Ob sie frisst kann ich noch nicht sagen, da werde ich später noch einmal kontrollieren bzw. kann ich dann morgen genaueres sagen.


    Nachdem ich noch Eusaprim (Cotrim K) zuhause habe, kann ich die Behandlung des ersten Igels wiederholen (zuerst Eusaprim, zwischendurch Droncit, anschließend Flubenol, dann Levamisol) oder soll ich diesmal eine Kotprobe durchführen lassen und dann bei Bedarf handeln?


    Danke für Ihre Hilfe!


    Liebe Grüße,

    Lisa

  • Soweit alles mal gut. Igel frisst, aber stinkt ziemlich, obwohl noch keine Würstchen zu sehen sind. Das Hühnerflügerl hat sie verschmäht, aber das Katzenfutter dürfte gemundet haben.

  • Liebe Igelfreundin Lisa,


    es ist durchaus möglich, dass Ihre Fundigel Geschwister sind. Im Winter gefundene Igel sind immer als Risikopatienten anzusehen, da ist also höchste Vorsicht geboten und man muss wirklich mit Augenmaß vorgehen.


    WICHTIG IST ERST EINMAL EINE WARME und SAUBERE BOX UND FUTTER.


    2-3 Tage würde ich den Igel durchfressen lassen, bevor eine Behandlung begonnen wird - vorher wird ja auch noch kein Kotmaterial zur Verfügung stehen. Nach 2-3 Tagen könnten Sie mit Eusaprim durchaus schon anfangen, wenn der Igel gefressen hat.

    Wenn der Igel aber nichts mag und nur herummümmelt, melden Sie sich bitte nochmal - in dem Fall Eusaprim weglassen. Dann müssen wir sicher die Tierarztpraxis um ein anderes Präparat bitten.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Liebe Frau Philipps,


    vielen Dank für Ihre Einschätzung, dann bin ich auf dem richtigen Weg. Bis Montag werde ich ohne Zusätze füttern und wenn dann soweit alles passt, mit Eusaprim loslegen. Kotprobenröhrchen habe ich heute von der Apotheke mitgenommen.


    Liebe Grüße,
    Lisa

  • Liebe Frau Philipps,


    Igel Nr. 2 gehts soweit gut, hat schon auf 580g zugenommen und entwickelt sich prima. Ich habe zwischenzeitlich Igel Nr. 3 eingesammelt, schön langsam wird mein Mann etwas nervös ;).

    Igel Nr. 3 hatte bei Fund vor 6 Tagen 400g, gestern 490g. Dieser Igel dürfte in ein Zeckennest getreten sein, er hatte gefühlte 100 Larven/Nymphen an jedem Bein sitzen. Ich habe ihn am 2. Tag in Sebacil gebadet (Zecken mittlerweile alle abgefallen), dann Droncit gegeben und mittlerweile bekommt er Flubenol (gestern 3. Tag), er frisst auch brav, ist sehr munter, fit und irrsinnig flink. Nutzt jede Ausbruchsgelegenheit. Jedoch ist der Kot seit gestern sehr dünn geworden (siehe Bild). Es gibt auch ein bisschen festere "Häufchen", aber der Großteil ist so wie am Bild. Das kenne ich in diesem Ausmaß noch nicht. Die Kotuntersuchung ergab auch Lungenwürmer, Levamisol hätte ich dann nach Flubenol gegeben. Eusaprim habe ich diesmal nicht gegeben.

    Kommt dieser Durchfall vom Flubenol, kann ich das abwarten, oder besteht hier Handlungsbedarf? Vor allem weil der Igel augenscheinlich jetzt nicht schwach oder apathisch wirkt, ganz im Gegenteil.


    Liebe Grüße,

    Lisa

  • Liebe Igelfreundin Farfunni,


    durchaus ist es möglich, dass kurz nach oder während der Flubenol-Kur der Kot so aussieht - das ist ja auch gewollt, denn die Parasiten sollen ja auch raus. Also kein Grund zur Unruhe.


    Ich würde - einfach weil es schonender ist - erst Eusaprim durchziehen und während der Zeit Levamisol geben, am besten mit einem Schleimlöser wie Bisolvon. Dann sind Sie auf der sicheren Seite und können bei nächster Gelegenheit (wenn Gewicht o.k., das Wetter gut und die Bäume und Büsche Blätter haben) den Igel wieder auswildern. Das wird Ihrem Mann auch die Nervösität nehmen....


    Aber Glückwunsch: 3 Igel und ruckzuck alle fein auf Gewicht zu bringen und zu entwurmen, das hat was! Prima!


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Liebe Frau Philipps,


    vielen Dank! Ja ich bin selber auch ein bisschen stolz, dass ich nun mittlerweile 3 Stacheltieren helfen durfte und alles bisher gut gelaufen ist. Einmal angefangen lässt einen das nicht mehr so einfach los :).

    Super, dann bin ich beruhigt, dass ich mich nicht sorgen muss. Habe ich sie richtig verstanden, dass ich nach Flubenol noch eine Eusaprim-Kur machen soll und während der Eusaprim Kur die 2 Gaben Levamisol? Ich habe mittlerweile Levamisol als Pulver hier (Wormmiddel), kann man das kombiniert verabreichen? Vielen Dank noch einmal für Ihre Hilfe!


    Liebe Grüße,
    Lisa

  • Liebe Igelfreundin Lisa,


    richtig: Antiparasitika wird immer schön nacheinander gegeben (Flubenol, Levamisol, Droncit).


    Antibiotika/Sulfonamid kann gleichzeitig zu einem der AP-Präparate gegeben werden.


    Sie können also während der Eusaprim-Kur das Levamisol gleichzeitig verabreichen. Beim Levamisol ist darauf zu achten, dass ganz genau dosiert wird (Ist es das niederländische Wormmiddel für Geflügel???) und dass Sie einen Schleimlöser geben. Lungenparasiten werden auch abgehustet und nicht NUR über den Kot ausgeschieden. Manchmal sind die Parasiten schwer abzuhusten, da ist es immer gut, die Schleimpropfen voher aufzulösen (Schleimlöser bewirken, dass die Tiere beim Abhusten nicht ersticken).


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Liebe Frau Philipps,


    sehr gut, vielen Dank! Ich habe gerade nochmal nachgesehen wegen dem Levamisol. Es ist offensichtlich aus den Niederlanden (Wormmiddel - beaphar), aber kein Pulver, sondern Tropfen/flüssig, und es sind Wellensittiche außen abgebildet. Mir wurde dazu von einer Igelpflegestelle geraten, die eigentlich auch nach "Igel in der Tierarztpraxis" agiert, weil Tierärzte teilweise das Levamisol nicht korrekt spritzen. Kennen Sie das auch?


    Liebe Grüße,

    Lisa

  • Liebe Igelfreundin Lisa,


    der Wirkstoff ist derselbe, insofern ist bei beiden Präparaten genau zu dosieren - das Problem ist bei der Verabreichung sehr oft


    • die Fehleinschätzung, zu meinen, dass der zu impfende oder mit Levamisol zu behandelnde Igel STABIL ist (das ist ja nun bei Ihrem Igel nicht der Fall)
    • die Überdosierung (im Fachbuch "Igel in der Tierarztpraxis" wird deshalb je nach Zustand des Igels unterschieden und empfohlen, die Tagesdosis aufzuteilen (morgens und abends)
    • der fehlende Schleimlöser.

    Es gab einen Lieferengpass bzw. Lieferstopp von Levamisol-Impfstoff schon letztes Jahr coronabedingt, momentan ist Levamisol als Injektionspräparat wieder zu bekommen. Der Lieferstopp war auch der Grund, warum viele Igelstationen zu beaphar-Wormmiddel Levamisol gegriffen haben. Der Vorteil ist, dass das beaphar-Wormmiddel oral gegeben werden kann - das ist natürlich wiederum ein Problem bei Tieren, die nichts aufnehmen und nichts abschlucken.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Liebe Frau Philipps,


    vielen Dank für die Erklärung! Ich werde auf jeden Fall sehr genau auf die Dosierung achten. Kot war jetzt wieder eher fest, war also wirklich nur eine Momentaufnahme. Sehr erfreulich!

    Geben Sie immer Bisolvon zu Levamisol, selbst wenn der Igel im Vorfeld nicht hustet?


    Liebe Grüße,

    Lisa

  • Liebe Igelfreundin Lisa,


    ja - auch nichthustende Igel können Schleimpropfen in den Atemwegen haben, die beim Abhusten nach Levamisol wirklich Erstickungsanfälle auslösen. Sowohl beim Levamisol zum Injizieren als auch als orales Präparat macht ein Schleimlöser Sinn und schafft ein gewisses Sicherheitspolster, das Antiparasitikum besser zu verkraften.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Liebe Frau Philipps,


    danke für die Erklärung! Bisolvon habe ich zuhause, dann werde ich das mitgeben.

    Eine letzte Frage habe ich noch, vielleicht können Sie mir mit Ihrer Expertise und Background helfen. Ich habe schon das Internet durchforstet, aber so richtig bin ich nicht fündig geworden. Ein freilebender Igel verliert ja über Winter auch Gewicht. Wenn jetzt so nacheinander die Igelchen aufwachen und man einen findet, was ist denn das "Mindestgewicht", das ein Igel nach dem Winterschlaf auf die Waage bringen sollte, um ihn draußen lassen zu können? Der Frühling steht ja quasi in den Startlöchern und Igel können sich in Kürze wieder selber ernähren. Meine Einstellung ist eigentlich jene, dass der Igel ein Wildtier ist und ich diese eigentlich nur im "Notfall" aufnehmen möchte, man tut ihnen damit ja auch irrsinnigen Stress an. Aber man will ja auch das Überleben gewährleisten. Wo ist da die Grenze? Würde ich jetzt Igel "in Not" finden, müsste ich diese vermutlich woanders unterbringen, damit werden sie dann vermutlich auch woanders ausgewildert (wir sind ja jetzt schon "überbelegt" im Garten). Damit verliert der Igel seinen gewohnten Lebensraum, muss sich komplett neu orienteren. Da frage ich mich eben, ab wann es wirklich, wirklich notwendig ist?


    Liebe Grüße,

    Lisa

  • Liebe Igelfreundin Lisa,


    es dürfte auch in Österreich so sein, dass eben dort viele Igel vorkommen, wo es auch genügend Futter (und auch mal eine Katzenfutterstelle) gibt. Es heisst, dass ein einziger Igel einen Lebensraum von 2.000 qm benötigt, um in dem Areal satt zu werden - denn jede Schnecke, jede Spinne, jeder Wurm, der vertilgt wird, muss ja auch nachproduziert werden.

    Wenn Igel Nachwuchs haben, kommen zwar 5-7 Igelkinder zur Welt, aber letztendlich wird nur ein einziges Igelkind den ersten Winterschlaf überleben.

    Wenn es also eng wird in dem Habitat, in dem Igel leben, wandern sie automatisch ab. Deshalb ist es so wichtig, dass Menschen offene Gärten haben (d.h.: Schlupflöcher), dass das Umfeld, das nach den Schlupflöchern kommt, auch igelfreundlich oder zumindestens als Trittstein zum nächsten igelfreundlichen Habitat tauglich ist. Schon deshalb lohnt sich, über die eigenen Grundstücksgrenzen hinweg zu sehen und auch der Kommune bei der meist viel zu gründlichen Grün-"pflege" auf die Finger zu sehen und den Finger auf die Wunde zu halten, damit hier und da Blätter liegenbleiben und nicht zu viele Büsche zurückgeschnitten werden.


    Im Frühjahr muss natürlich nicht jeder Igel, der gerade aufgewacht ist, aufgenommen werden. Grundsätzlich gilt als hilfsbedürftig ein Igel, der


    • verletzt oder teilweise stachellos ist
    • tagsüber herumliegt und offensichtlich krank ist
    • tagaktiv herumirrt
    • untergewichtig ist (das wären Alttiere mit 600g oder sogar noch weniger, Jungtiere mit 280g oder noch weniger)


    Bei untergewichtigen Tieren, die im Garten auftauchen, kommt man oft mit einer Futterstelle zurecht. Geht eine Futterstelle nicht (wegen Nachbars Katze), muss ein katzensicheres Igelfutterhaus her oder man füttert kontrolliert (d.h.: man füttert, wenn der Igel kommt und nimmt den Teller wieder mit ins Haus, wenn der Igel gefressen hat, das ist allerdings sehr zeitaufwendig.....). Eine weitere Alternative ist der Holzkeller oder Käferkeller als Slow-Food-Restaurant im eigenen Garten, dann braucht es keine Futterstelle (Bauanleitung unter dem Button "Tierschutz" in diesem Forum).


    Wenn noch Fragen sind, melden Sie sich sehr gerne.


    Mit lieben Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Liebe Frau Philipps,


    vielen Dank für die Erklärung! Mein Hund und ich finden seit Tagen nämlich bei jedem Abendspaziergang mindestens einen Igel und ich bin froh, wenn ich jetzt eine Richtlinie habe, wer mitkommt oder wer draußen bleiben darf. Einen Platz habe ich noch im Keller, aber dann wird es eng. Die letzten 3 Abende waren alle gefundenen Igel auf den ersten Rundumblick gesund/fit und über dem von Ihnen angegebenen Mindestgewicht. Ich habe die Igel nach dem Wiegen wieder auf den Fundplatz gesetzt und ihnen als Kickstarter etwas Katzenfutter dort gelassen.


    Liebe Grüße,

    Lisa

  • Liebe Igelfreundin Farfunni,


    wenn man erst einmal einen Blick für Igel hat, wird es Ihnen im Spätsommer oder Frühherbst auch passieren, dass Sie mehrere (meistens Geschwisterigel) an einer Stelle beobachten/sehen, die man als viel zu klein oder leicht einschätzt.


    Hier der Rat: Natürlich sehen junge Igel in der großen Welt richtig klein aus. Bei mehreren Igel fällt meistens auch ein Igelchen auf, der extrem kleiner ist, als die übrigen Igel. Wenn sich also die Frage stellt, welcher Igel nun aufzunehmen ist, dann ein solcher. DER hat meistens auch irgend etwas.


    Viele Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Liebe Frau Philipps,


    das werde ich so beherzigen, vielen Dank für die überaus hilfreichen Tipps. Mein Auge muss ich vermutlich noch etwas schulen, aber es geht ja selten etwas von heute auf morgen.


    Ich habe nun noch etwas auf der Pro Igel Webseite quer gelesen und habe noch eine Frage zur Auswilderung. Die Auswilderung über Gehege im Garten ist mir klar, aber wie sieht das am Fundort aus? Nimmt man dann wirklich den Igel und setzt ihn wie unter Igelhilfe/Auswilderung angegeben an den gefundenen Ort, ohne Schlafhaus nur mit den bisschen Heu? Es steht ja, dass Igel eine ausgezeichnete Ortskenntnis haben, aber das kommt mir nach Wochen "in Gefangenschaft" fast etwas grausam vor. Braucht der Igel nicht Zeit, ein neues Nest zu bauen etc? Oder sucht er sich da ein altes? Gibt es dazu noch irgendwo mehr Infos zum Nachlesen?


    Liebe Grüße,

    Lisa

  • Liebe Igelfreundin Lisa,


    wenn Igel an einer Stelle über Monate geschlafen haben (Winterschlaf), benutzen sie dieses Nest während der folgenden aktiven Lebensmonate nicht, Igel sind immer auf Wanderschaft, um nach Futter zu suchen, natürlich bleiben sie in der Gegend, wo sie auch Futter finden und sie wissen genau, wo es hier und da eine Katzen- oder Hundefutterstelle gibt (tatsächlich haben sie im Kopf ihre Landkarte!). Es ist wissenschaftlich belegt, dass sie nach der Überwinterung bei Menschen ihr "Fundstellen-Revier" wiedererkennen. Sie wandern ab, wenn das Futterangebot zu gering ist.


    Die wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen es zu, dass man Igel, die an ihren Fundort zurückkommen und dort ausgewildert werden, kein Freigehege brauchen. Idealerweise bereitet man die Auswilderung für die Abendstunden vor, man stellt geräuschlos (und ohne Tränenausbrüche) das gewohnte Schlafhaus (das kann für eine Nacht auch ein Papphaus sein!) mit Igel unter einen Busch oder unter eine Hecke (sozusagen verstecken) und stellt Wasser und eine kleine Futterration daneben. Manche Igel sind mutig und laufen los, die meisten Igel halten ihre Nase schon mal raus, aber es dauert noch Stunden, bis sie sich trauen, vor die Türe zu gehen und dann geht alles ganz schnell. Sie wissen, wo sie hingehören. Wenn sie Freiheits- und Gartengerüche aufnehmen, kommt es oft dazu, dass sie sich einspeicheln und vor lauter Glück sich herumkugeln, umfallen und einfach so daliegen. Es ist schön, anzuschauen und keinesfalls grausam. Igel sind Wildtiere, sie stellen sich schnell wieder darauf ein, dass sie selber Futter suchen müssen (Käfer und Schnecken schmecken nämlich besser, als das von Menschen angebotene Futter). Es spricht aber nichts dagegen, noch einige Tage Futter anzubieten an der Aussetzstelle.


    Es gibt Igel, die auch wieder in das Auswilderungshaus zurückgehen, das ist aber eher selten. Die Pappkiste oder das Schlafhaus kann also am nächsten Tag wieder weggenommen werden oder wenn es im eigenen Garten steht, lässt man es stehen. Übrigens haben Igel im Sommer nur Tagnester, viele Igel schlafen heute hier und morgen da, manchmal auch nur unter einem Rhabarberblatt - männliche Igel haben einen sehr großen Aktionsradius. Sie brauchen eigentlich kein aufwendiges Nest, sondern nur eine sichere Stelle und quasi ein Dach über dem Kopf, damit sie tagsüber in Ruhe schlafen können.


    Die Auswilderung sollte nicht gerade bei strömendem Regen stattfinden.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Liebe Frau Philipps,


    sie haben mir echt irrsinnig weitergeholfen, vielen vielen Dank! Aus dem Bauch heraus hätte ich nämlich auch gesagt, dass der Igel mehr davon hat, wenn man ihn an den Fundort zurück bringt, sofern es die Gegend zulässt. Jetzt habe ich dank Ihnen noch einmal eine Bestätigung und ich bin nicht mehr unsicher. Die Arbeit, die sie hier machen, ist so extrem wertvoll und ich bin überaus dankbar, dass Sie alle meine Fragen so geduldig und ausführlich beantworten. Die Spende an den Verein als Danke für Ihre Mühen habe ich bereits getätigt.


    Liebe Grüße,

    Lisa

  • Liebe Igelfreundin Lisa,


    da bedanke ich mich aber schon mal sehr für die Spende an Pro Igel e.V.


    Wenn ich weiterhelfen konnte, ist das auch für mich ein gutes Gefühl und die Igel haben ja dann auch etwas davon.


    Ihnen 1000 Dank, dass Sie sich so viele Gedanken und Arbeit rund um die Igel machen.


    Viele Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

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