Erneute Behandlung vor dem Winterschlaf?

  • Liebe Igelfreundin Evelyn,


    gleich ein komplett neues Haus zu verwenden ist eine prima dee! Dann geht das Ganze auch schnell und die Sache ist erledigt.


    Wenn der Igel noch einmal aufwacht, ist es nicht so schlimm, die Tiere stecken so etwas weg. Hauptsache das Haus ist innen trocken und es bildet sich kein Schimmel, das ist auch für uns Menschen beruhigend zu wissen.


    Liebe Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Hallo Frau Philipps,

    Fridolin wurde mitsamt der Strohkuppel, die er sich im alten Häuschen gebaut hat, umquartiert. Jetzt hat er rund herum nur noch trockenes Stroh. Bei der Gelegenheit habe ich auch das Häuschen von seiner Schwester kontrolliert. Innen ist alles schön trocken. Jetzt bin ich wirklich beruhigt.

    Zusätzlich zu dem neuen Häuschen habe ich Wellplatten mitgenommen. Diese haben wir auf dem Gehegedeckel befestigt, jetzt sollte Nässe wirklich kein Problem mehr sein.

    Eigentlich war ich ganz froh, dass die Finder die Igel mit Anleitung selbst überwintern wollten. Aber es ist gar nicht so einfach, die Verantwortung abzugeben und nur noch reagieren zu können…

    Viele liebe Grüße und ein großes Dankeschön für Ihre Hilfe!

    Evelyn

  • Liebe Igelfreundin Evelyn,


    man muss ja gezwungenermaßen die Tiere auch abgeben, sonst ertrinkt man irgendwann buchstäblich in den Stacheltieren. Es hat ja nicht jeder Platz ohne Ende.


    Aber es ist schon anstrengend, die Leute dahin zu kriegen, dass sie alles richtig machen und man kommt nicht umhin, zu kontrollieren, nachzufragen. Man sieht ja auch, wenn man "neu im Geschäft" ist, auch nicht irgend ein Problem, das sich gerade auftut.


    Alle guten Wünsche und freundliche Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Hallo Frau Philipps,


    irgendwie finden Sie immer die richtigen Worte, so dass man die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann. Danke!


    Fridolin war gerade unterwegs und hat Stroh ins Häuschen getragen. Unsere Innenausstattung hat ihm wohl nicht gefallen :rolleyes:. Aber das war ja eigentlich klar. So viel Stroh wie die Igel in ihre Häuschen packen, bekommen wir nie da rein. Er hat jetzt frisches Wasser, frischen Schnee und noch mehr Stroh in sein Gehege bekommen, aber kein Futter. Wir hoffen ja, dass er schnell wieder in den Winterschlaf geht...


    Viele Grüße

    Evelyn

  • Hallo Frau Philipps,


    auch unser Fridolin war heute Nacht draußen. Bisher hatte er kein Futter im Gehege, da die Nachttemperaturen noch unter 5°C liegen. Im Beitrag von Harriet habe ich gelesen, dass weiterhin 1 EL Trockenfutter im Gehege stellen soll. Bisher dachte ich, dass es Trockenfutter erst wieder ab ca. 7°C gibt. Jetzt weiß ich nicht, wie ich weiter verfahren soll - gleich Trockenfutter hinstellen oder noch damit warten, bis es wärmer wird und/oder Fridolin drei Nächte in Folge wach ist?


    Viele Grüße

    Evelyn

  • Liebe Igelfreundin Evelyn,


    in der Einschlafphase ist es wichtig, dass bei entsprechend niedrigen Temperaturen KEIN Futter im Igelgehege steht. Nach einiger Zeit kann man eben diesen besagten 1 Essl. Trockenfutter hinstellen.


    Wenn in der vorhergesagten Warmwetterphase im FEBRUAR Igel öfter mal aufstehen, dürften sie von der minimalen Menge naschen. Aber die Igel, die ein gut isoliertes Winterschlafhaus haben, werden noch nicht ständig wach bleiben.


    Anfang März soll es ohnehin wieder gewaltig kälter werden, so dass die Igel wieder zur Ruhe kommen dürften.


    Grundsätzlich gilt:

    • Das gewohnte Nass-Mischfutter gibt es erst wieder, wenn der Igel richtig wach ist (3 Tage hintereinander wach)
    • und auf dem Kalender mindestens der Monat April steht (in wärmeren Regionen Deutschlands kann es etwas früher sein, z.B. im Rheinland)

    (es sei denn, der Igel zeigt an, dass es ein Problem mit der Gesundheit gibt).


    Viele Igelfreunde sind in diesen Wochen schon ungeduldig und möchten ihren Igel gleich wieder richtig füttern - stellen Sie sich vor, das geschieht ab dem Monat Februar. Der Igel würde viel zu schwer und viel zu dick werden, bis er Ende April/Anfang Mai wieder in die "Wildnis" käme. Man tut dem Igel keinen Gefallen damit, wenn der igel erst wieder draußen ist, ist er Teller längst nicht mehr so gut gedeckt, wie in der Zeit der Quarantäne.


    Wenn noch Fragen sind, melden Sie sich gern wieder.


    Mit vielen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

  • Hallo Frau Philipps,


    am 22.12. hatten Sie geschrieben, dass Sie das Trockenfutter - wenn es die Temperaturen im Januar-Februar zulassen - komplett weglassen würden. Da die Nachttemperaturen - trotz der Warmwetterphase - unter 5°C blieben, haben wir weiterhin kein Futter gegeben. Aber nachdem Sie es gestern so genau beschrieben haben, ist jetzt erst mal alles klar. Die Pflege-Familie hat gestern Abend wieder Futter hingestellt, Fridolin ist aber heute Nacht schon nicht mehr aus seinem Häuschen gekommen:thumbup:


    Sie können sicher sein, dass ich mich bei Fragen wieder melde ^^


    Vielen Dank und viele Grüße

    Evelyn

  • Liebe Igelfreundin Evelyn,


    die igel machen es den Menschen nicht leicht, man kann Empfehlungen leider nicht einfach per Checkliste erstellen, es spielen immer auch das Wetter, die Einschlafzeit und andere Begleitumstände eine Rolle, die ein Schema schnell zum Kippen bringen.


    Es ist tatsächlich so, dass Igel im Durchschnitt 1 x pro Woche quasi vor die Türe schauen und die Nase raushalten, um den nahenden Frühlung zu erhaschen. Wenn die Igel spüren, dass es noch kühl ist und außerdem kein oder sehr wenig Futter dasteht, ziehen sie sich wieder zurück. Fridolin hats schon richtig gemacht - Igel wissen das.


    Hoffentlich schlummert er noch ein paar Wochen, es soll ja wieder kälter werden.


    Wenn noch Fragen sind, sehr gerne.


    Mit vielen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

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