• Vor knapp 3 Wochen haben wir hinter unserem Pferdestall ein kleines Igelbaby gefunden, welches ganz munter abends dort rumgewuselt ist. Nachdem es uns für die Jahreszeit doch ziemlich klein vorkam, haben wir es eingefangen, zumal vor dem Haus eine Straße ist, auf der wir immer wieder tote Igel finden. Und versuchen, es draußen zu füttern wollten wir nicht, da vom nahen Wald immer wieder Raubtiere (den Spuren nach Marder, Wiesel, ab und an auch ein Fuchs) um unseren Hühnerstall streunen. Jetzt lebt Muff in einer großen Kiste, die wir wöchtenlich ausmisten und mit frischem Stroh einstreuen, hat ein kleines Haus, und sieht eigentlich sehr gesund und zufrieden aus. Er oder sie ist auch schon ein ganzes Stück gewachsen, das angebotene Katzenfutter (2 x täglich), Igelfertigfutter und Wasser (ganztägig vorhanden) und ab und zu eine Rosine nimmt er gerne an.

    Tierarztbesuch steht in den nächsten Tagen auf dem Programm.

    Was ist noch zu beachten, wir möchten das Tierchen gerne im Stall überwintern und dann im Frühjahr im Wald aussetzten, weit weg von einer Straße.


    Hier noch ein paar Bilder von Muff:

    ganz frisch eingezogen


    Futter ist immer gut


    Gibt es noch einen Nachschlag


    Nachspeise


    Begrüßung am Morgen


    Grüße aus Niederbayern

    Martina

  • Sehr geehrte Igelfreundin Martina,


    auf den Fotos sieht alles sehr gut aus! Wenn der Igel gut an Gewicht zulegt, müssen Sie ihn vielleicht gar nicht über den Winter behalten, sondern das Tier könnte noch vor dem Winterschlafantritt wieder raus. Gibt es einen Hintergarten, woran nicht unbedingt die Straße grenzt? Oder dachten Sie daran, den Igel ganz woanders auszusetzen.


    Wieviel wiegt der Igel jetzt?


    Wenn ein Tierarztbesuch ansteht, wäre es gut, wenn Sie vorher den Kot von 3 Tagen sammeln und im Schraubglas mitnehmen. Denn erst nach einer Kotuntersuchung kann man einen effektiven Therapieplan aufstellen - womöglich ist gar keine Medikation nötig. Auf jeden Fall sollten Sie die Tierarztpraxis darauf aufmerksam machen, dass beim Igel SPOT-ON Präparate nicht zu unterschätzende Nebenwirkungen auftreten können, wenn nicht 100 %ig dosiert wird. Es ist bei Spot-On immer ein Risiko und es gibt durchaus Alternativen.


    Nicht alle Tierärzt*innen sind auch igelkundig, zum einen , weil Igel als Patienten in der Tierarztpraxis nicht so oft vorkommen und zum anderen, weil das Thema Igel im Veterinärmedizinstudium nur am Rande bearbeitet wird. Es bedarf einer langjährigen Erfahrung, den Gesundheitszustand vom Igel richtig einzuschätzen und die Medikation zu verordnen. Aus diesem Grunde gibt es das Fachbuch


    "Igel in der Tierarztpraxis" von Tierärzten für Tierärzte, dass im WebShop von Pro Igel e.V. unter http://www.pro-igel.de bezogen und auch am PC aufgeschlagen werden kann. Bitte weisen Sie die Tierarztpraxis auch hierauf hin.


    Wenn noch Fragen sind, melden Sie sich gerne wieder und bitte melden Sie sich noch wegen des aktuellen Igelgewichts.


    Alle guten Wünsche und freundliche Grüße


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

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