Holzhaus für den Winter?

  • Hallo,


    wir haben in diesem Jahr erstmal für den Sommer Holzhäuser zum Schlafen und Füttern im Garten. In den Schlafbereich habe ich Zeitungspapier gegeben.


    Über den Sommer wurden die 3 Häuser gut genutzt. Wir haben im Frühling 3 Igel gehabt - 2 waren Überwinterungsgäste.


    Nun werden die Tage kürzer und ich sah gerade, dass ein Igel Blätter in ein Holzhaus brachte und dort auch schläft.


    Nun meine Frage: wenn wir nun zunehmend Laub darum herum und oben auf geben, reicht das als Schutz? Es ist grundsätzlich eine recht geschützte Stelle unter einem großen Bauernjasmin.

    Das andere steht unter einer Heckenrose und das dritte werde ich weg tun, da es nicht ausreichend windgeschützt steht für den Winter - also auf keinen Fall.


    Ich habe auch zwei Betonwinterhöhlen. Die stehen auch draußen, aber scheinbar noch nicht angemessen. Ich werde sie in den nächsten Tagen umstellen und ebenfalls mit Zeitungspapier füllen.

    Was ist aber eben mit den Holzhäusern? Soll ich die nun lieber wegnehmen? Oder würde das gehen? Unsere Winter sind mild und die Igel kommen spät in den Schlaf.


    Über eine Antwort würde ich mich freuen!

    Vielen Dank und freundliche Grüße,


    Katrin

  • Liebe Igelfreundin Katrin,


    Igel sind Wildtiere, quasi outdoorprofis, sie brauchen und lieben wenig Komfort - Millionen Jahre hat ein Blätter- oder Asthaufen genügt, um die Winter darin zu verschlafen.


    Insofern sind Holzhäuser durchaus geeignet als Winterschlafquartiere, nur sollten und müssen diese nicht mit Zeitungsschnipseln, sondern immer mit Material von draußen ausgestattet sein. Es genügt, wenn man 1-2 Hände voll Material hineingibt und den Rest zum selbst eintragen anbietet. Die Häuser sollten sozusagen versteckt sein, z.B. unter einer Hecke, einer weit auslandenden Tanne o.ä.


    Selbstverständlich sollte man im kommenden Frühsommer (Mai) die Winterschlafhäuser lüften, ausräumen und ggfs. ausbrennen. Von daher sind Igelhäuser ohne Boden viel besser zu handhaben. Wenn Sie neue Holzhäuser brauchen, genügt ebenso eine alte Obstkiste, die Sie einfach auf den Kopf stellen und in Bodennähe ein Loch von 8 x 8 cm (halbrund) einschneiden/sägen. Oben Dachpappe drauf und fertig.


    Im Handel werden ja auch Keramik-Igelkuppeln angeboten, in meiner über 30-jährigen Tätigkeit im Igelzentrum weiß ich, dass viele Igelfreunde viel Geld investiert haben und die Igel undankbarerweise gerade diese teuren Häuser aus Keramik nicht genutzt haben.


    Bitte schauen Sie doch mal in unserem WebShop, wir halten dort Infomaterial und Merkblätter speziell für den Bau von Igelunterschlüpfen und Futterhäusern bereit.


    Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gerne wieder.


    Mit freundlichen Grüßen


    Heike Philipps


    http://www.pro-igel.de

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!