Tres und Cuatro wohnen im Gästezimmer

  • Guten Morgen,


    seit dem 2.11. bzw. dem 10.11 wohnen auch bei uns zwei Igel mit im Haus.


    "Tres", der erste, wog nach drei Tagen Fütterung 182g (vorher haben wir nicht gewogen, um ihn/sie nicht zu stressen).


    Einquartiert hatten wir Tres in einem Labyrinth aus Pappkartons im Wohnzimmer.


    Bei der nächtlichen Fütterung klopfte dann "Cuatro" an die Terrassentür.


    Den hatte ich vermutlich schon einige Tage vorher nachts im Garten zugefüttert, ihn aber dort belassen, da es noch nicht richtig kalt war.


    "Cuatro" wog bei Aufnahme 328g, also ein klares Indiz, ihn bei Temperaturen nahe 0 nicht im Garten zu lassen.


    Beiden habe ich inzwischen ca 1qm große Kisten geschreinert und sie in unser Gästezimmer umgesiedelt.


    Es läuft alles soweit, beide haben ordentlichen Appetit und nehmen zu. "Tres" 182g >> 426g, "Cuatro" 328g >> 510g.


    Da es keine gesundheitlichen Auffälligkeiten (kein Husten, kein abnormer Kot) gibt , warte ich mit der Vorstellung beim Tierarzt noch bis nächste Woche.


    Flöhe habe ich händisch eingesammelt, Zecken gab es (oh Wunder) keine.




    Am Wochenende steht der Bau des Freigeheges zur Überwinterung an.


    Ich werde sicherlich auch noch die eine oder andere Frage stellen, insbesondere, da mir die Prozedur des in den Winterschlaf Bringens ein wenig Angst macht.


    Aber noch sind die 700 Gramm ja nicht erreicht :)



    Vielen Dank schon mal für den Betrieb dieses Forums und die Bereitstellung der vielen hilfreichen Informationen.



    Gruß,
    Martin

  • Hallo Martin


    Auch wenn derzeit bei Ihren kleinen Igeln alles so gut läuft, ist es wichtig, drei Tage von jedem (sie sind doch einzeln untergebracht???) Kot in einem Gefäß sammeln und in eni qualifiziertees Labor schicken, -bitte nicht zum Tierarzt ohen Befund und nicht z u irgend einem Tierarzt. Die sind zum Thema Igel nicht ausgebildet und ofr uninteressiert und es passiert zu viel Negatives bei tierärzten, die sich schlau geben, es nicht sind und natürlich sind Finder geneigt, einem Tierarzt zu vertrauen. Ich kann nur warnen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    (es gibt tolle Tierärzte und wir brauchen viel viel mehr davon!
    Also bitte machen Sie sich schlau unter http://www.pro-igel.de
    Besonders lege ich Ihnen die Merkblätter ans Herz, die es zu allen wichtigen Igelthemen gibt http://www.pro-igel.de/merkblaetter/merkblaetter.html#merk
    und noch mehr bitte ich Sie vor dem Tierarztbesuch sich im Netz schlau zu machen, Es gibt ein Buch -Igel in der Tierarztpraxis
    Das ist auch im Netz für Sie aufrufbar. Bitte googlen Sie danach. Dann können Sie als selbstbewußter Kunde freundlich aber bestimmt für Ihren Igel sprechen
    Das sollten Sie wissen. Mit Unterkunft und Päppeln ist es nicht getan.
    1. bedeutet Gefangennahme, Transport, Handling und Gefangenschaft für Igel Stress. Unter Stress geht das Immunsystem in die Knie und mögliche latente Infektionen können in den ersten drei bis 5 Tagen sehr akut ausbrechen.
    Bitte die Igel nicht irgendwie mit irgendwas ohne Diagnose entwurmen lassen.
    Erst Diagnose, dann Therapie und die bitte gezielt, wie es in dem Buch vorgeschrieben ist, Nicht jedes Wurmmittel wirkt gegen jeden Wurm, Vorsicht mit Dosierungen und Injektionsstellen, nie am Bauch, niemals im Nacken.
    behandelt werden darf der Igel nur, wenn er warm ist, also wie Ihre Körpertemperatur.
    Sollte es einem Igel plötzlich schlecht gehen, sofort zu einem igelkundigen Tierarzt, keine Entwurmung, nur Antibiose und Aufbau.
    Solche akuten Erkrankungen sind immer bakteriell bedingt und natürlich verantwortlich dafür sind Innenparasiten. Aber was die Parasiten im Inneren umbringen soll, verkraftet ein kranker Igel nicht.
    Sie sehen, es ist so Einige szu beachten.
    Innenparasiten bekommen Igel manchmal schon von den Müttern (wissenschaftlich nicht gesicherte Aussage) Sicher aber nach dem Verzehr des ersten Wurmes und der ersten Schnecke.
    die Präpatenzzeit, also die Zeit von der Aufnahme des Zwischenwirtes bis zum behandlungsfähigen adulten Parasiten, dessen Geschlechtsprodukte Eier/Larven im Kot nachweisbar sind, ist
    unterschiedlich lang -zwischen 17 u. 28 Tage.
    Ich kann nur dringend im Interesse der Kleinen darum bitten, daß Sie sich gut einlesen
    alle daraus resultierenden Fragen beantworte ich hier gern.
    Mit freundlichem Gruß
    Karin Oehl

  • Hallo Karin,


    ja, obwohl wir davon ausgehen, dass es sich bei den beiden um Geschwister handelt, sind sie getrennt untergebracht.


    Die unglaublich vielen Texte von pro-igel hatte ich schon am Abend des Einzugs des ersten Igels gefunden und in den folgenden Tagen studiert.


    Wir haben einen sehr fähigen Tierarzt, der auch gerne Hinweisen von Kunden nachgeht


    (Levamisol z.B. hatte ich bei ihm schon einmal nachgefragt, um die Fische meiner Tochter zu behandeln).



    Kotproben werden wir sammeln und zur Untersuchung einschicken, die Entwurmung aber erst angehen, wenn die Ergebnisse vorliegen und vor allem, wenn beide Tiere noch etwas an Gewicht zugelegt haben.


    Leider scheine ich Ihnen nicht auf Direktnachrichten antworten zu können. Ihre Nachricht hat mich aber erreicht und ich werde mich nach der igelkundigen Tierärztin in Münster erkundigen


    Ich werde weiter berichten.




    Martin

  • Hallo Martin
    gut gemacht -sie sind getrennt untergebracht, weil sie auch in einem Alter sind, wo sich der Familienverband auflöst und aus Hygienegründen, So kann man besser kontrollieren, wer was frißt und wer was in welcher Qualität hinterläßt


    Es ist bewußt so in diesem Forum, daß man nicht direkt antworten kann, vor allem , daß nicht Jeder Jeden beraten kann, weil es sowas zu Hauf gibt und leider so viel Heu auf der Welt nicht vorhanden ist, um jedem dummen Esel das Maul stopfen zu können, Darum sind hier nur autorisierte Berater mit Antworten beschäftigt.
    So wie Sie es vorhaben, ist es goldrichtig
    Mit freundlichem Gruß
    Karin Oehl

  • Es läuft prima!


    Beide Igel sind am 23.12. vom Gästezimmer in den Keller umgezogen und haben dabei ihre Pappkartonhäuser gegen solide Holzhütten tauschen können.


    Entwurmt wurde nach erfolgter Kotuntersuchung mit Panacur. Der Tierarzt war wie erwartet Igel-kundig.


    Die 800 Gramm Marke hatten beide nach der Behandlung geknackt, weshalb sie nun mit der Hälfte des Futters auskommen müssen.


    Die Rationierung, zusammen mit der verringerten Temperatur (von 19 auf 12 Grad) bewirkt ein relativ konstantes Gewicht von ca. 750gr.


    In der nächsten Woche sollen die zwei in ihr neues Außengehege im Garten umziehen.


    Ich werde weiter berichten.

  • Hallo Martin
    Das hört sich ja wunderbar an, Dennoch stellen sich mir ein paar Fragen.
    Meine Frage:
    Panacur wurde gegeben -Welche Parasitenart war denn beim Igel nachweisbar? Ich weiß, daß viele Tierärzte gern mit Panacur arbeiten, das ist aber nur begrenzt beim Haarwurm wirksam.
    Wirksamer ist Flubenol.
    Der Lungenwurm lacht über Panacur, Dagegen ist es gar nicht wirksam
    es wäre sicher gut, wenn Sie noch vor dem Winterschlaf der zwei eine Kotprobe untersuchen ließne.
    Die Entwurmung dürfte inzwischen so lange her sein, daß die Präpatenzzeit abgelaufen ist. Möglicherweise -und das kommt oft vor -entwickeln sich aus Eiern und Larven im Kot noch mal Populationen von Parasiten. Behandlungsfähig ist nämlich nur der erwachsene Parasit, dessen Geschlechtsprodukte im Kot nachweisbar sind, Nach Ablauf der Entwicklungszeit von ca. 3 Wochen (variiert etwas von einer Art zur anderen ) kann sich noch mal was entwickeln.
    für die Überwinterung ist das Keller eigentlich noch zu warm . Haben Sie keine andere Möglichkeit? z. B. überdachte Terrasse/Balkon, Gartenhaus, nicht genutzte Garage?
    Im Keller liegt die Temperatur immer noch zu hoch. Es kommt nicht zum Winteschlaf, sondern zu einem Dammerzustand, der viel zu viel Substanz und Kraft kostet.
    sie schreiben von Kiste. Wie habe ich es mir vorzustellen? Igel, die normalerweise sehr weite Strecken zurücklegen , sollten nicht in einer Kiste völlig am Laufen gehindert werden. Natürlich brauchen sie im Winterschlaf keinen großen Raum, aber solange sie noch nicht schlafen, müssen sie schon noch mal sich die Beinchen vertreten können. Es muß also doch eine Lauffläche vorhanden sein. Es ist nicht selten, daß Igel Lähmungen entwickeln, wenn sie so gar nicht laufen können.


    Daß die Igel ernährungsmäßig jetzt so eingestellt sind, daß sie nicht mehr zunehmen , ist wunderbar. So sollte es sein.
    vielleicht schreiben Sie es noch mal etwas genauer?
    Inzwischen wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen einen guten Übergang in das Jahr 2020 und für das neue Jahr nur das Beste
    Mit freundlichem Gruß
    Karin Oehl

  • Neuigkeiten aus Münster: Keine!


    Das ist bei den Temperaturen aber wohl auch nicht verwunderlich.


    Ich stelle alle zwei Tage neues Futter hin und tausche das Wasser (den Rest vom Futter bekommen die Elstern im Garten).


    Einzig eine Spitzmaus freut sich über das Nahrungsangebot. Sie ist klein genug, um in das Winterquartier zu gelangen.


    Die Igel verschlafen das ganze Durcheinander in der Welt einfach.


    Bleibt gesund!


    Gruß,

    Martin

  • hallo Martin

    Bei dem milden Winter haben viele Igel erhebliche Probleme mit dem Winterschlaf gehabt und auch die, die bei mir stationär sind, möchten langsam was anderes fressen als unseren gewohnten Pamps.

    Es wird gewühlt und gerannt. Es war schon so schön hier, daß ist fast geneigt war, die ersten in die Freiheit zu entlassen, Habe es mir aber verkniffen und das war gut so, es ist draußen wunderschön, aber einfach jetzt zu kalt.

    Auffallend wenige Igel habe ich im Winter und bis jetzt bekommen. Nun wenn die Leute kaum vor die Tür gehen, finden sie auch keine Igel. Es ist teils wohl der Situation geschuldet und ich ahne, daß die uns noch sehr lange erhalten bleibt und einschränkt.

    Ich bin sicher, jetzt wo auch draußen die Igel erwachen, werden viele, denen man noch helfen könnte, nicht gefunden.

    Mit freundlichem Gruß

    Karin Oehl

  • Hmmm -- sollte ich dann lieber mal nachsehen?


    Ich überprüfe wie gesagt nur jeden Morgen, ob jemand am Futter war.


    Bisher gab es keine Aktivität.


    Probleme mit dem Einschlafen schienen die beiden auch nicht gehabt zu haben.


    Das Männchen hat nach dem Umzug nach draußen noch ein+ oder zweimal das Gehege inspiziert, dann war Ruhe.


    Das Weibchen ist nicht ein einziges Mal hervorgekommen.


    Das Gehege steht auf der Nordseite des Hauses, eigentlich dauerhaft im Schatten.


    Warm ist es da bisher nicht geworden, heute gab es sogar wieder Frost.

  • Hallo Martin


    So langsam können Sie durchauch nachschaun. Bitte nicht, solange es wieder so kalt ist. Aber in den nächsten warmen Tagen schon,

    Wenn Sie das Nest etwas aufmachen, daß Sie die Igel sehen können, berühren Sie die mal, wenn sich die Stacheln bewegen und zusammen ziehen und der Igel fest eingerollt ist, ist alles O:K

    wenn allerdings der Igel weich und offen da liegt - -- - - - Leider kommt sowas gelegentlichvor. Diese Erfahrung wünsche ich Niemandem.

    Nachschaun ja, aber vorsichtig. Langsam sollten die Tiere erwachen, Der Standort an der Nordseite war sicher gut. Nur, die Tiere sollen vor dem Aussetzen ja auch noch mal aufgefüttert werden und wieder fit werden.

    Mit freundlichem Gruß

    Karin Oehl

  • Hallo Karin,


    da heute das Wetter so schön und warm war, habe ich dann doch einmal nachgesehen.


    Zumindest die Dame hat tatsächlich die ganze Zeit verschlafen! Stachelreaktion waren zu sehen und ein leises Fauchen zu hören.


    Also habe ich sie wieder gut eingepackt und den Deckel des Geheges verschlossen.


    Den Bruder lasse ich erstmal in Ruhe -- kaum anzunehmen, dass es ihm schlechter ergangen ist.


    Grüße aus Münster,

    Martin

  • Hallo Martin

    Noch ist es ja erwartungsgemäß wieder kälter geworden.

    Dennoch -so langsam sollten auch die letzten Winterschläfer wach werden, denn sie sollen sich ja noch vor dem

    Auswildern wieder etwas Speck angefressen haben.

    bitte schaun Sie genau nach der Wettervorhersage!

    Meine Bande wird auch zunehmend unruhig und undönig, sie möchten raus, was ja auch verständlich ist

    Schaun Sie mal nach, was ich zum auswildern in der Rubrikt Informationen geschrieben habe.

    Ein gutes Gelingen und freundliche Grüße

    Karin Oehl

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