Igel mit 770 Gramm will anscheinend noch nicht schlafen.

  • Hallo zusammen,


    wir haben Anfang November 2 Igel mit 270 Gramm in Pflege genommen.


    Zuerst einmal haben wir sie in einen beheizten Kellerraum untergebracht. Eine Gehege von ca. 2qm, mit 2 Schlafhäuschen aus Fichtenholz, 20mm unbehandelt und reichlich Zeitungsschnipsel drin.


    Soweit so gut...


    Beide Igel sind zum pennen in ein Schlafhäuschen gegangen, haben sich sehr gut verstanden. Ein Igel nahm nicht so gut zu wie der andere. Der eine ca. 15 und der andere ca. 10 Gramm pro Tag zu. Als ich einmal etwas grünen Kot entdeckt hatte, habe ich über 3 Tage Kot gesammelt und ihn bei meiner TÄ abgegeben. Diagnose; Lungenwürmer/Lungenhaarwürmer.


    Es hat aber keiner gehustet oder hatte eine verstopfte Nase, noch sonstige Auffälligkeiten. Nasen frei, Augen klar und fit wie ein Turnschuh.


    Nachdem ich mich bei Pro-Igel erkundigt hatte, sollte entwurmt werden. Meine TÄ richtet sich nach den Vorgaben von Pro Igel. Levamisol wurde gespritzt. Der Kleine hatte ein Gewicht von 460 Gramm, der Große knapp 600. Die TÄ spritze nach meinem heutigen Wissen völlig falsch in den Rücken und zwar fast 90 Grad zum Körper und so kam es dann auch, dass der Kleine schon auf der Rückfahrt in seiner Kiste gestorben ist. Die Dosierung war auch etwas zu hoch, wie ich im nachhinein selbst errechnet hatte. Einfach zum Kotzen...


    Der Große hat überlebt und wiegt jetzt 770 Gramm. Ich habe ihn auf den Dachboden verfrachtet. Er ist jetzt fast eine Woche da oben, die Temperaturen sind fast identisch mit draußen. Seine Schlafkiste ist 70x50x40cm Der Schlafraum 40x40 und mit Zeitungsschnipsel ausgestattet. Unter dem Haus habe ich noch eine Isoliermatte gelegt, wegen der Kälte vom Boden. Tageslicht ist durch 2 große Fenster vorhanden. Er frisst täglich seine Portion Nassfutter mit Haferflocken und Kleie und knabbert an seinem Trockenfutter und trinkt.


    Sein Gehege ist 2qm groß, mit Zeitungen ausgelegt.


    Jetzt kommt meine eigentliche Frage:


    Ob wann pennt der Große. Er benimmt sich nicht anders, als unten im warmen Kellerraum. Auf dem Dachboden wird er nicht gestört und es kommen auch keine Geräusche von unten nach oben. Der Dachboden ist 80qm groß, so klat wie draußen.


    Ich habe noch eine Außenvoliere. Soll ich ihn dort reinstellen?


    Er hat die letzten 4 Tage ingesamt nur 15 Gramm zugenommen. Gestern habe ich einen kleinen Knubbel dunkelgrünen Kot entdeckt, fest und glänzend und darauf ganz normaler würstchenförmiger dunkelbrauer Kot. Heute war der Kot auch ganz normal.


    Was ich bei meinen ganzen Recherche festgestellt habe, es kennt sich keiner wirklich mit Igeln aus. Große Stationen, die um die 100 Igel und mehr zum Überwintern in ihrer Obhut haben, halten nichts von Pro Igel, weil dort keine praktische Erfahrungen hätte. Ebenso von Levamisol zum entwurmen.


    Desweiteren heißt es, den Igel gleich in die Kälte setzen, dann wieder erst mal langsam an die Temps gewöhnen. Der nächste sagt wieder etwas anderes...


    Man kann kaum noch etwas glauben, weil die Meinungen derart auseinander gehen.


    Unseren Igel haben wir erst mal langsam an die kühlen Temps gewöhnt. Heizung runter für mehrere Tage, dann Fenster auf und jetzt auf dem Speicher.


    Wer hat noch Tips zum WInterschlaf für mich?



    LG Sven

  • Hallo Sven


    Zunächst einmal - Pro Igel hat sehr wohl Leute im Verein, die Stationen betreiben und absolut auch praktische Erfahrungen haben. Wer sich so, wie Sie es schreiben, äußert, kennt die Aufgabenstellung von Pro Igel nicht, der keine Mitgliederverein ist, an den Stationen angeschlossen sind,( Keine Kaffeeklatschrunde) sondern der Verein Pro Igel stößt wissenschaftliche Untersuchungen an, begleitet sie, wertet mit aus und gibt die Ergebnisse in adressatengerechter Form in die Öffentlichkeit, Pro Igel qualifiziert Stationen und richtet Fachtagungen aus. Darum sind die Informationen von Pro Igel auch so aktuell und zutreffend, was selbst langjährig erfahrene Stationsbetreiber in der Form nicht bieten können.


    Soviel zum besseren Verständnis.


    Ich kann Ihnen nur Folgendes zu Ihrem Problem sagen aus meiner mehr als dreißigjährigen praktischen Erfahrung heraus.(Die praktischen Erfahrungen aus Stationen fließen sehr wohl in die Arbeit von Pro Igel ein und werden entspr. überprüft u. verwertet)


    Wie Sie es gemacht haben, ist es vorbildlich.


    Der Winterschlaf - die Winterschlafbereitschaft von Igeln ist nicht allein dadurch zu erreichen, daß man sie kalt stellt.


    In der Natur verändern sich Temperatur und auch das Nahrungssprektrum im Jahresverlauf entscheidend, Der Igel stellt sich hormonell und auch stoffwechelmäßig darauf ein. Zunehmend kürzere Tage mit ihrem anderen Licht tun auch bei dem dämmerungs-u. nachtaktiven Tier das Übrige, um in den Winterschlaf zu gehen. Tiere, die zum ersten Mal überwintern müssen, scheinen manchmal ein wenig üben zu müssen - sie schlafen einige Tage, erscheinen dann wieder, bis sie wirklich ihre Körperfunktionen voll auf den Winterschlaf eingestellt haben.


    Also es geht nicht, wie beim Lichtschalter - Knips und der Effekt ist da.


    Sie haben die kleinen Igel sehr jung aufgenommen und natürlich eine Ersatznahrung geben müssen, die täglich in gleicher Menge und Qualität verfügbar ist - warum sollte der Igel so schnell winterschlafen?


    Das Gewicht ist für den Winterschlaf ausreichend, aber nicht zu hoch - wenn er noch fressen will - bitte - soll er!


    Aber wenn das Gewicht über die 800 g hinaus geht, dann vergessen Sie das Tier einfach mal einen oder höchstens 2 Tage zu füttern, damit es im Kopf des Igels Klick macht und er sich erinnert, ein Igel zu sein.


    Natürlich braucht er unbedingt Trinkwasser.


    Übrigens würde ich zur Isolation ins Schlafhaus durchaus auch Stroh - möglichst Haferstroh geben. Haferstroh ist schlecht zu bekommen, aber es hat den Vorteil, keine Spelzen zu haben, die den Augen des Igels schaden können


    Normales Stroh sollte lang und gut ausgeschüttelt sein. Es isoliert durch seine Luft in den Halmen das Schlafhaus sehr gut.(Schlafhaus für den Winterschlaf bitte nicht mehr aufräumen und verändern!)


    Also - bitte noch ein wenig Geduld - Sie haben alles richtig gemacht und irgendwann wird auch Ihr Igel schlafen - ganz bestimmt!


    Wenn er mehrere Tage sein normales Futter nicht mehr anrührt, können Sie es einstellen, ihn zu füttern. Dann sollte immer noch Katzentrockenfutter bereit stehen, damit der Igel etwas findet, wenn er noch mal aufwacht. Aber dies Futter sollte auch alle paar Tage erneuert werden. Trinkwasser sollte ständig verfügbar sein.


    Hoffentlich konnte ich Ihnen helfen, einige Fragen zu klären.


    Mit freundlichem Gruß


    Ihre Karin Oehl

  • Hallo und danke für ihre Antwort.


    Der Igel ist seit gestern nicht mehr aus seinem Häuschen gekommen. Er hat den Eingang des Schlafhauses mit Zeitung dicht gemacht und es ist Mucks Mäuschen still. Das Schlafhaus habe ich schon mehrere Tage nicht mehr gereinigt, weil er sich da drin so einen Art von Kokon gebauthat und den wollte ich nicht zerstören. Deshalb konnte ich ihn auch die letzten 4 Tage nicht mehr wiegen, sonst hätte ich sein Nest gestören müssen.


    Er hat aber die letzten Tage noch sehr gut gefressen, bis auf gestern und heute. Jetzt steht noch Trockenfutter und Wasser bereit, falls er die nachsten Tage nochmal aufwachen sollte.


    Gewicht dürfte er jetzt so um die 780 Gramm haben und ich denke das wird über den Winter reichen.


    Ich wollte ihn eigentlich noch gestern in die Voli setzen, da er sich aber nicht mehr gerührt hatte, habe ich das erst mal at acta gelegt.


    Zum Thema Levamisol hieß es von anderen großen Stationen, bei geringen Überdosierung kann es zu Todesfälle kommen und wenn dazu noch die völlig falsche Spritztechnik angewandt wird, dann ist die Katastrophe vorprogrammiert. Wie bei unserem kleinen Igel X(


    Stümperhafte Arbeit unserer TÄ, die ich auch am nächsten Tag gleich zuzammengeschissen habe. Unglaublich wie wenig Ahnung manche TÄ haben. Anstatt rum zu experimentieren, mal einen kundigen Kollegen anrufen und nachfragen, kostet 20 Cent und kann ein Leben retten.


    Ich päppele den Kleinen über Wochen und alles wird in ein paar Minuten durch Inkompetenz zerstört. Das regt mich heute noch dermaßen auf :thumbdown:




    LG Sven

  • Hallo Sven - Ihre Aufregung, Ihren Zorn kann ich zu gut verstehen.


    Sie sollten auch den Hintergrund erfahren.


    Tierärzte haben während des Studiums lediglich im Fach Parasitologie etwas mit dem Igel zu tun. Das ist viel zu wenig. Pro Igel bemüht sich kontinuierlich , das zu ändern, aber gut Ding will Weile haben.


    Igel sind nicht die beliebtesten Patienten , bringen sie doch mehr Flöhe als Mäuse (Geld) in die Praxis. Dabei ist der Igel das in der Praxis am häufigsten vorgestellte Wildtier. Die Sache mit dem Berufsethos - na ja - -lassen wir das mal. Es gibt sie aber auch, die engagierten und sich weiterbildenden Tierärzte und - wir brauchen sie ! Es ist gut, daß Sie Ihrer Tierärztin ein deutliches Feedback zum Thema Dosierung und Spritztechnik gaben. Zu viele Leute kommen mit einem toten Tier heim, aber da ja ein Fachmann /Fachfrau, die es wissen muß, die Sache gemacht hat, war es dann wohl ein hinzunehmender Gottes Wille, daß das Tier nicht überlebt hat. Meist erfahren die Tierärzte dann gar nicht, daß ein Tierchen nach ihrer Behandlung verstorben ist.Sollten sie aber!


    Levamisol ist kein Zuckerwasser. Man muß schon verantwortungsbewußt und gewissenhaft damit umgehen. Dennoch - auch bei bester Handhabung und Dosierungsgenauigkeit - einige Igel vertragen es nicht und sterben daran. Es sind wenige, es ist aber bekannt. Meist jedoch sind Dosierung-u. Injektionsfehler verantwortlich für den Igeltod. Nur - Wir brauchen das Medikament . Es ist gegen den Lungenwurm hochwirksam.


    Sehen Sie, der Dicke von Ihnen hat es schnell kapiert - es ist Winterschlafzeit! Prima! Wahrscheinlich wird er schon noch mal erscheinen und beleidigt sein, daß es nur noch Trockenfutter gibt - So ist halt das Leben!


    Das Gewicht stimmt und hoffentlich auch die Zeit, die nach der letzen Medikation vergangen ist - nämlich mindestens eine Woche, um die Medikamente zu vestoffwechseln. Dann ist alles gut.


    Mit freundlichem Gruß


    Karin Oehl

  • Hallo,


    Levamisol hat er vor 3 Wochen bekommen, dürfte also vollständig abgebaut sein.


    Er hat vorgestern nochmal einen kleinen dunkelgrünen Klecks (fest und glänzend) im Kot gehabt. Zuerst der grüne Klecks und oben drüber wieder ganz normalen Kot.



    LG

  • Hallo Sven.


    Über diesen einen dunkelgrünen Klex würde ich mir keine Gedanken machen. Es ist ein Phänomen, das wir oft kurz vor dem Winterchlaf haben. Bitte nur beobachten, wenn es hellgrün-schleimig wird, ist Gefahr im Verzug.


    Aber da der Igel ja jetzt auch winterschlafen will, ist es denke ich, kein Problem


    Mit freundlichem Gruß


    Karin Oehl

  • Hallo,


    er war eben mal kurz draußen. Hat nichts gefressen oder getrunken und sich wieder zurückgezogen.


    Ich habe das am Eingang seines Schlafhauses bemerkt, die Zeitung ist jetzt komplett anders verbaut.


    Man muß auch bedenken, so ein Igel ist ein Wildtier und hat mit Menschen eigentlich nichts am Hut. Er braucht auch Vetrauen, wenn er sich zum Winterschlaf in menschlicher Obhut ablegt. Nicht das er im Schlaf gestört wird, oder ihm sonst etwas passieren kann. Der Ort muß sicher sein. Ein selbstgebautes Nest in freier Wildbahn kommt da sicherlich besser an, als von uns Menschen eingeräumtes und fertiges Häuschen. Das muß man wahrscheinlich alles mit berücksichtigen.


    LG

  • Hallo Sven


    Das hört sich alles ganz normal an.


    Zu Ihren Bemerkungen bzgl Wohlbefinden der Igel.


    Ich bin sicher - kein Igel ist in Gefangenschaft wirklich glücklich und auch Igel haben, wie eigentlich alle Tiere Gefühlsregungen, wenngleich wir nicht davon ausgehen können, daß alles mit unserem Empfinden identisch ist.


    Wir sind nicht perfekt - wir können nur aus Respekt vor dem Leben und dem Tier nach bestem Wissen und Können unser Bestes geben und ich entnehme Ihrem Beitrag, daß Sie sehr gewissenhaft bisher Ihr Bestes für das Tierchen gegeben haben.


    Mit freundlichem Gruß


    Karin Oehl

  • Hallo,


    er war ja gestern nochmal draußen, ohne was zu futtern oder trinken. Jetzt hat er also seit fast 5 Tagen nichts mehr gefressen, aber auch nicht richtig geschlafen.


    Frage; hat er bis jetzt nicht schon einiges an Fettreserven verbraucht? In 4-5 Tagen ohne Fressen kann der Igel ja bereits etliche Gramm verloren haben? Wenn er in seinem richtigen Winterschaf ist, mach ich mir da weniger Gedanken, aber bei so einer Halbdösphase, muß ich mir da Sorgen machen?


    PS: Seit gestern spät Abend war er nicht mehr draußen.


    LG Sven

  • Hallo Sven


    Solange der Igel noch wach ist, verbraucht er natürlich Energie und kann auch etwas abnehmen.


    Auch im Winterschlaf nimmt er ab. Aber bevor alle Körperfunktionen auf Winterschlaf eingestellt sind, regt er sich zwar noch, aber er frißt nicht mehr, auch um seine Verdauungsorgane wirklich leer zu haben.


    Machen Sie sich nicht zu viel Sorgen. Wenn er jetzt nicht mehr rausgekommen ist, hat er das Innere seines Nestes so um sich herum gebaut, daß er wirklich schlafen kann.


    Was Sie erleben, ist völlig normal


    Mit freundlichem Gruß


    Karin Oehl

  • Hallo,


    er war heute auch noch nicht draußen, denke er hat sich jetzt endgültig zum Schlafen zurückgezogen.


    Danke für die Hilfe!


    LG

  • Hallo Sven, das wäre ja prima, wenn der Igel es so schnell und problemlos gepackt hat, zu schlafen.


    Nun nur noch Wasser ggf lockeren Schnee ins Gehege stellen und Katzentrockenfutter, was gelegentlich erneuert wird und vielleicht mal schaun, ob der Kamerad noch mal rausgekommen ist, ansonsten sich auf`s Frühjahr freuen, wenn ein wesentlich geschrumpfter stacheliger kleiner Kerl wieder erscheint, der dann Stunden braucht, um wieder in Gang zu kommen.


    Er braucht dann erst mal Wasser, aber auch Futter. Wir füttern die Tiere auf, daß sie die Gewichtsverluste wieder ausgeglichen haben und erst wenn die Nachttemperaturen 8° nicht mehr unterschreiten, können wir ans auswildern denken.


    Lassen wir uns nicht von den ersten Sonnenstrahlen verführen, auch nicht, wenn bereits die ersten Leichen wieder auf den Straßen gesehen werden.


    Wir schaun, ob die Natur so weit ist, daß die Deckung vorhanden ist und ob alle Insekten wieder verfügbar sind.


    Dann erst darf sich unser Gast verabschieden. Warten wir bitte nicht auf ein dankbares Pfötchen geben, sondern freuen wir uns, wenn er sich rasch ohne große Dankesbezeigungen ins Dickicht verzieht, ohne uns noch eines Blickes zu würdigen und wir vielleicht noch mitbekommen, daß die Nase gleich wieder in Aktion ist, vielleicht sogar schnell im Abdrehen schon geschmatzt wird.


    Mit freundlichem Gruß


    Karin Oehl

  • Hallo,


    einen Blumenuntersetzer aus Ton mit Schnee gefüllt steht in seinem Gehege, auch ein Tellerchen mit Katzentrockenfutter. Wäre klasse wenn er jetzt pennen würde und auch im Frühjahr wieder gesund aus seinem Schlaf erwacht.


    Auswildern kann ich ihn bei uns nicht, denn wir haben direkt am Haus eine vielbefahrene Straße. Wenn alles klappt und die Temps dementsprechend sind,setze ich ihn erst mal in die Voliere und füttere ihn erst mal ordentlich ca. 3 Wochen auf und dann fahre ich ihn zu einer ehemaligen Igelstation, die weit ab von Straßen sind, rundum Natur pur und alles was ein Igel zum Überleben braucht. Ich hoffe das klappt alles, so wie ich mir das vorgestellt habe.


    Danke!

  • Hallo Sven


    Aus gutem Grund wildere ich niemals dort aus. wo ohnehin wohl viele Igel schon ausgewildert wurden oder werden.


    Wenn ich einen Igel nicht am Funort auswildern kann, suche ich ihm eine passende Umgebung, in der ich bestenfalls alle 2 Jahre ein Pärchen auswildere.


    Sind zu viele Igel an einem guten Platz, wandern sie auch ab und dann wohin?


    Geeignet ist auch durchgrünte Ortsrandlage mit offenen Gärten und vor allem weitab viel befahrener Straßen und auch nicht im Feld oder im Wald. eher Waldrandlage.


    Igel haben ein sehr gutes Ortsgedächnis. Müssen sie sich völlig neu orientieren, sind sie erst mal im Nachteil, rennen weit rum und müssen sich erst wieder Orientierung, Unterschlüpfe, Futterstellen suchen.


    Treffen diese notorischen Einzelgänger auf zu viele Artgenossen, kann es Probleme geben, das Futter reicht nicht, die Unterschlüpfe sind bereits besetzt usw.


    Da ist es doch besser, einen einzelnen Igel oder ein Pärchen dorthin zu bringen, wo es für Igel gut ist, aber nicht, wie im Bereich einer Idyllisch liegenden Igelstation mit Sicherheit eine ganze Menge Igel gibt.


    So ein einzelner Igel an einer wirkich geeigneten Stelle ausgesetzt, findet mit Sicherheit auch dort ein Partnertier, aber nicht schon eine ganze Igelversammlung, wo er sich behaupten muss.




    Mit freundlichem Gruß


    Karin Oehl

  • Hallo,


    das ist eine ehemalige Igelstation. Die Leute sind schon über 80 Jahre und haben fast 40 Jahre eine Igelstation betrieben. Sie haben jetzt nur 2 Igel in ihrem großen Stallgebäude zum Überwintern. Die wohnen am Ortsrand und haben ca. 10000qm Grundstück. Ist am Waldrand, mit einem kleinen Bach und Wiesen ohne Ende und Hecken. Alles was ein Igel braucht. Bei uns ist das ganze Kaff mit Straßen durchzogen. Möchte ein Igel in einen Garten zum Fressen oder an eine kleine Tonne zum Trinken, muß er jedesmal eine vielbefahrene Straße überqueren. Wir haben dieses Jahr schon über 10 tote Igel von den Straßen gesammelt. Auch werden sie absichtlich überfahren. Das Dorf und die Straßen sind gut beleuchtet, man erkennt ein Tier auf der Straße ohne Probleme.


    Also die ehemalige Station bietet eigentlich alles, was ein Igel braucht. Sie stellen auch immer Futter für alle Igel bereit.


    LG

  • Hallo,


    mir ist es lieber er balgt sich mit anderen Igel, als das ich ihn nach 3 Tagen von der Straße kratzen muß. Dann war nämlich alles für die Katz.


    Heute war er nochmal draußen, hat weder gefressen noch getrunken. Nur in die Ecke gekotet und viel gepieselt. Anscheinend schläft er immer noch nicht richtig? Nicht das er noch mehr Gramm verliert und jetzt nur noch 600 Gramm auf die Waage bringt.


    Bei Pro Igel steht, man könnte auch mal ins Schlafnest schauen, ob der Igel am schlafen ist. Wie soll man das machen, ohne sein Nest zu zerstören und wenn das Nest zerstört ist, wird das nie wieder so dicht und korrekt, wie er das mal gebaut hat. Keine gute Idee, wie ich finde.


    LG

  • 1. Igel sind Einzelgänger und sie haben Stress, wenn zu viele Igel auf einem Raum sind. Also - igelgerechter ist eine Umgebung mit weniger Artgenossen und es gibt sicher nicht nur eine schöne Ecke bei Ihnen, die Igelgerecht ist.


    2. Reinschaun ins Schlafhaus ist gar nicht nötig, Man kann einen Halm so postieren, daß man sieht, ob der Igel draußen war.Es klappt auch, wenn man eine einzelne Lage Klopapier vor das Loch klebt. Die ist dann weg, wenn der Igel draußen war.


    So langsam dürfte er wirklich fest pennen - oder ist zu wenig Isoliermaterial da und es dem Igel zu kalt? Kann ich mir kaum vorstellen.


    Natürlich kostet es Energie, wenn der Kerl immer wieder rumläuft. Aber vielleicht braucht er es, denn mit vollem Bauch wäre ein Schlafen auch nicht gut und Sie haben es ja gesehen - er hat sich noch mal entleert.


    toi toi toi


    Mit freundlichem Gruß


    Karin Oehl

  • Hallo


    Isoliermaterial liegt noch reichlich vor der Hütte und im Eingang. Den Nesteingang hat er wieder etwas geöffnet, also zu kalt kann es ihm dann nicht sein.


    Ich brauche kein Papier etc... vor den Eingang zu kleben, ich sehe das auch so, wenn er wieder draußen war.


    Bis jetzt ist noch alles ruhig, hoffe er hat sich nur nochmal vor dem Schlafen gehen entleert und legt sich endlich in den festen Winterschlaf.


    Seit dem 10 Dez. hat er nichts mehr gefressen oder getrunken. Anscheinend weiß er nicht so recht, was jetzt zu tun ist. Da er noch keinen Winterschlaf gehalten hat, ist der Anfang halt etwas schwieriger.


    LG

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