Seit über 30 Jahren besteht unsere Igelstation - geführt aus gutem Grund wie ein Igelkrankenhaus, weil wir sowohl räumlich, wie auch kräftemäßig u. auch finanziell nicht in der Lage sind, alle Igel der Welt über Monate zu beherbergen.
Heute hatte ich eine SMS auf dem Telefon.
Habe zwei Igel gefunden - sofort abholen - Adresse!
Noch habe ich diesen Vorfall nicht verdaut - es ist einer von vielen immer wieder über Jahre
Eine Igelstation ist nicht - da ist ein Mensch da bring mal hin, sondern
In der Regel sind auch Igelstationen von Privatleuten geführte Hilfsangebote.
Helfen heißt nicht, da gebe ich den Igel ab und bin der große Tierschützer.Wie die Leute mit der Arbeit und den Unkosten klar kommen, ist mir egal, hauptsache weg .
Es ist sogar noch richtig, daß diese Leute ja nicht am Elend vorbeigegangen sind.
Wer ein Tier aufnimmt, übernimmt Verantwortung!
Wir sind nicht die großen Geldsäcke und kriegen außer gelegentlich von Igelfindern keine Spenden und wir kriegen die Tiere auch nicht mit Zuckerwasser heil und groß.
Helfen heißt auch nicht, die Verantwortung und alles aus der Hand zu nehmen. Wir sind Privatleute und keine Einrichtung, auf deren kostenlose Hilfe man 360 Tage im Jahr zu jeder Tages u. Nachtzeit einen Anspruch hat und wer Hilfe sucht, muß das Tier herbringen, Dann auch noch einen Fahrdienst zu verlangen - nicht mal zu erbitten und dann noch dreist werden und drohen, das geht einfach zu weit.
Und wer badet es aus? Die Tiere, die wahrlich nichts dafür können.
Wir bringen unser Knoff-hoff ein, viel Geld, viel Zeit und Arbeitskraft und Liebe, aber wir sind keine Dienstboten nach denen man pfeifen kann und die zu spuren haben, wenn ein Finder pfeift und dann so eine Drohung, dann schmeiße ich die Tiere eben weg, ist nun wirklich kein Zeichen eines edlen Charakters.
Seht Ihr das Anders? Schreibt doch mal Eure Meinung dazu.
Danke an all die von Euch hier im Forum, die sich ehrlich darum bemühen einen gefundenen kranken, kleinen Igel über den Winter zu bringen und die sich schlau machen und wirklich helfen.
Gäbe es euch nicht -wir in den Stationen könnten manchmal nur noch verzweifeln
.
Mit heute mehr als entsetztem Gruß
Karin Oehl