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Friday, December 9th 2011, 6:58pm

Was soll man dazu sagen?

Seit über 30 Jahren besteht unsere Igelstation - geführt aus gutem Grund wie ein Igelkrankenhaus, weil wir sowohl räumlich, wie auch kräftemäßig u. auch finanziell nicht in der Lage sind, alle Igel der Welt über Monate zu beherbergen.

Heute hatte ich eine SMS auf dem Telefon.

Habe zwei Igel gefunden - sofort abholen - Adresse!

Noch habe ich diesen Vorfall nicht verdaut - es ist einer von vielen immer wieder über Jahre

Eine Igelstation ist nicht - da ist ein Mensch da bring mal hin, sondern

In der Regel sind auch Igelstationen von Privatleuten geführte Hilfsangebote.

Helfen heißt nicht, da gebe ich den Igel ab und bin der große Tierschützer.Wie die Leute mit der Arbeit und den Unkosten klar kommen, ist mir egal, hauptsache weg .

Es ist sogar noch richtig, daß diese Leute ja nicht am Elend vorbeigegangen sind.

Wer ein Tier aufnimmt, übernimmt Verantwortung!

Wir sind nicht die großen Geldsäcke und kriegen außer gelegentlich von Igelfindern keine Spenden und wir kriegen die Tiere auch nicht mit Zuckerwasser heil und groß.

Helfen heißt auch nicht, die Verantwortung und alles aus der Hand zu nehmen. Wir sind Privatleute und keine Einrichtung, auf deren kostenlose Hilfe man 360 Tage im Jahr zu jeder Tages u. Nachtzeit einen Anspruch hat und wer Hilfe sucht, muß das Tier herbringen, Dann auch noch einen Fahrdienst zu verlangen - nicht mal zu erbitten und dann noch dreist werden und drohen, das geht einfach zu weit.

Und wer badet es aus? Die Tiere, die wahrlich nichts dafür können.

Wir bringen unser Knoff-hoff ein, viel Geld, viel Zeit und Arbeitskraft und Liebe, aber wir sind keine Dienstboten nach denen man pfeifen kann und die zu spuren haben, wenn ein Finder pfeift und dann so eine Drohung, dann schmeiße ich die Tiere eben weg, ist nun wirklich kein Zeichen eines edlen Charakters.

Seht Ihr das Anders? Schreibt doch mal Eure Meinung dazu.

Danke an all die von Euch hier im Forum, die sich ehrlich darum bemühen einen gefundenen kranken, kleinen Igel über den Winter zu bringen und die sich schlau machen und wirklich helfen.

Gäbe es euch nicht -wir in den Stationen könnten manchmal nur noch verzweifeln
. :thumbdown:
Mit heute mehr als entsetztem Gruß

Karin Oehl

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Saturday, February 11th 2012, 5:24pm

Auch das gibt es

Heute morgen ging hier das Telefon - Tierheim.

Man hat seit gestern einen Igel dort, der verletzt ist.

Hm??????

Also her damit

Der Igel ist über 600 g schwer, hat zwei sehr große infizierte Verletzungen an der Stirn und am oberen Rücken.

Wir schreiben den 11. Februar und haben seit geraumer Zeit strengen Frost.

Was kann das sein?

MIr scheint, das Tier ist aus dem Winterschlafnest geholt und fürchterlich gebissen worden - wohl mehrfach, nach der Größe der Wunden zu urteilen. Biss und Gegenbiss - der Beißer muß heftig gekniffen haben und abgerutscht sein.

Ich hoffe sehr, daß die Wunden heilen und der Igel sich trotz mit Sicherheit verbleibender großer Narben noch schützen kann.

Dieses Tier ist erst mal in der Wärme, die Wunden wurden desinfiziert, auch eine allgemeine Antibiose wurde gegeben und ein Schmerzmittel mit dem Erfolg, daß dies Tier schon mit Appetit gefressen hat.

Man sieht - Man ist in einer Igelstation niemals vor Überraschungen sicher und Igelzeit ist inzwischen ganzjährig und nicht nur im Herbst.

Bitte drückt alle, die Ihr diesen Bericht lest, die Daumen für dieses Tier. Es sieht böse aus.

Karin Oehl mit besorgtem Gruß



Anhang

Wir schreiben den 17, März

Die großen Wunden des genannten Igels zeigen eine gute Heilungstendenz vom Rand her. aber es ist längst nicht alles heil

Auch fehlen wesentliche Mengen an Stacheln, daß sich der Igel schützen kann. Es wird noch ein langer Weg werden, ihn frei zu lassen.

Aber körperlich ist das Tier gesund, inzwischen entwurmt. Es frißt gut und verhält sich völlig natürlich.

Karin Oehl

This post has been edited 1 times, last edit by "Karin Oehl - Pro Igel e.V." (Mar 17th 2012, 11:58am)


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