Ein Jungigel sollte für den Winterschlaf in menschlicher Obhut etwa 600 bis 700g wiegen, ein erwachsenes Tier sollte - in Abhängigkeit von Alter und Größe - etwa 1000 bis 1400 g schwer sein.
Wenn der Igel sein Winterschlafgewicht erreicht hat sollte er an einen Ort mit niedrigen Temperaturen gebracht werden damit er wirklich winterschlafen kann.
Die Umgebungstemperatur sollte möglichst der Außentemperatur entsprechen. Bei Raumtemperaturen von mehr als 6 Grad fällt der Igel lediglich in einen Kräfte zehrenden "Dämmerschlaf", in dem er weder fressen noch winterschlafen kann.
Es ist wird nun oft die Frage gestellt ob man einen Igel den man in häuslicher Pflege hatte an die kalten Außentemperaturen gewöhnen sollte. Die Antwort lautet NEIN.
Ein allmähliches "Umstellen" ist weniger empfehlenswert, da wissen die Igel nicht "was tun", wach bleiben und fressen oder Winterschlaf halten? Viele Igel fallen dann erstmal nur in einen Kräfte zehrenden Dämmerschlaf, in dem sie viel mehr an Gewicht verlieren als im echten Winterschlaf, in dem ja sämtliche Stoffwechselfunktionen rapide gesenkt sind.
Was das Material im Igelhaus betrifft so nimmt man bei der häuslichen Pflege am besten Zeitungspapier und tauscht es täglich aus. Für das Winterschlafquartier im Außenbereich ist Zeitungspapier aber
NICHT geeignet weil es zu schnell feucht wird.
Weitere Angaben zum Winterschlaf in menschlicher Obhut finden Sie
hier bei Pro-Igel.de.