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Saturday, October 20th 2012, 1:21pm

Primus und die anderen Stachelkinder

Hallo Karin,

möchte mal wieder einen kurzen Zwischenbericht schicken. Obwohl ich hier im Forum möglichst alle Beiträge aufmerksam verfolge, stellen sich nun doch einige konkrete Fragen.

Primus, das einzelne kleine Igelkind hat sich inzwischen gut entwickelt. Die kleine Igeldame ist nicht nur sehr wehrhaft, nein sie versteht überhaupt keinen Spass, wenn Reinigung in ihrem Revier angesagt ist. Dann zieht sie ihren Stachelhelm in die Stirn und greift unter lautem Fauchen regelrecht an! So gesehen wäre sie wohl für die Freiheit gut gerüstet :thumbup:

Nun meine Frage - sie hat jetzt 650 g und die Wettervorhersage sieht (nur) noch eine Woche gutes Wetter vor. Danach ist schon Frost bis minus 4 Grad gemeldet. Was kann ich tun? Mir scheint die Zeit fast zu kurz, um sie nun noch über ein Freigehege auszuwildern oder würde es Sinn machen, sie in einem Freigehege draussen überwintern zu lassen? Allerdings müsste dies ausbruchsicher sein und da bin ich heute noch am tüffteln, ob ich das auch hinkriege. Die Örtlichkeiten bieten da so ihre Hindernisse ?(

Außerdem habe ich ja noch die anderen 4 Stachelgeschwister, die sich auch alle gut entwickelt haben. Auch der kleine "Kuschler" frisst inzwischen selbstständig und hat an Gewicht zugelegt. Habe inzwischen immer 2 Igeldamen zusammen, da ich leider nicht über die Möglichkeiten verfüge, in der Wohnung alle einzeln in ordentliche Käfige unterzubringen. Sie haben so um die 500 g - und auch hier stellt sich nun die Frage, wie geht es weiter bei diesen Wetteraussichten. Wenn sie bei mir überwintern sollen/müssen, dann würde ich auf Balkon und Schuppen versuchen, noch Freigehege zu bauen. Im Freien wäre das wesentlich schwieriger, etwas wettertaugliches und ausbruchsicheres zu organisieren. Es wäre vermutlich auch sinnvoll, dass dann jeder Igel sein eigenes Gehege hat, obwohl sie sich bisher sehr gut vertragen. Oder wäre auch denkbar, sie jeweils zu zweit zusammen zu lassen. Das würde die Sache mit den Gehegen etwas vereinfachen.

Wäre super, wenn Sie mir Ihre Meinung dazu mitteilen. Schließlich ist das Ziel, dass alle fünf spätestens im kommenden Jahr gesund in die Freiheit können.

Vielen Dank im Voraus.

Liebe Grüße

Christine

2

Sunday, October 21st 2012, 9:20am

Hallo Christine

Da alle Igel Handaufzuchten sind, sollten alle über ein Freigehege ausgewildert werden.

Sie können ja mit dem Dicksten in diesen wenigen schönen Tagen anfangen u. schaun, wie er sich verhält.

Irgendwann wird es zu Beißereien auch unter den Damen kommen, so daß ich dringend bitte, sie zu trennen - das heißt, wenn Sie keine Möglichkeit haben, sollten sie in andere Pflegestellen umziehen dürfen.

Ein absolutes Freilassen halte ich in den wenigen schönen Tagen, die angekündigt wurden für gewagt, vor allem , weil sie so gut wie keine Freiheitserfahrungen haben, auf die sie zurückgreifen können

Wenn die Igel um die 600 g haben, sollten sie in ihrem Gehege in einen kalten Raum, wie eine unbenutzte Garage, auf einen überdachten Balkon/Terrasse umziehen, wo sie ein gut isoliertes Schlafhaus, das größer ist, als das , was sie im Haus hatten, bekommen.

Es wird nicht mehr gereinigt - aber wohl die Lauffläche

Und Futter und Wasser müssen sie noch regelmäßig bekommen, bis sie von allein signalisieren, daß sie winterschlafen möchten.

Das kann im ersten Winterschlaf mit Vorübungen vonstatten gehen - das heißt, sie verschwinden nicht auf Knopfdruck, sondern mal ein paar Tage und dann sind sie wieder für ein Weilchen da.

Irgendwann haben sie es dann gepackt. In dieser Zeit brauchen sie noch immer Nahrumg.

Hoffentlich können Sie mit dieser Antwort was anfangen, sonst fragen Sie bitte nach.

Freundliche Grüße

Karin Oehl

3

Sunday, October 21st 2012, 11:03am

Hallo Karin,

einen schönen guten Morgen und vielen Dank für Ihre Antwort. Es bestätigt, was ich mir an Hand einiger Berichte bereits gedacht habe. Primus - der "Dicke" hat ja vielleicht schon etwas Erfahrung draussen, aber ich werde dennoch kein Risiko eingehen. Ein Freigehege habe ich gestern im Garten aufgestellt. Allerdings muss es noch etwas gegen Ausbruch gesichert werden. Dort werde ich den wehrhaften Kameraden mit einem isolierten Schlafhaus unterbringen.

Für die anderen wird es der Balkon und evtl. der Schuppen sein. Einer der kleinen Kameraden hustet ab und zu. Werde wohl vorsorglich noch eine Kotprobe einschicken.Dazu werde ich diese beiden ohnehin trennen. Was gibt es für Möglichkeiten, wenn der Kot (gerade bei besagtem Igel) sehr fest ist - mir scheint, ein bisschen zu fest. Die Kleie hab ich seit zwei Tagen mal weggelassen. Oder kann das auf etwas anderes hindeuten ? Bei allen anderen sehen die Hinterlassenschaften normal aus.

In jedem Fall werde ich eine Lösung finden, damit alle vier in getrennten Gehegen winterschlafen können :!:

Schönen Sonntag noch und viele Grüße

Christine

4

Sunday, October 21st 2012, 1:48pm

Hallo Christine

Wichtig ist absolut, den Hustinettenbären zu separieren und den Kot untersuchen zu lassen. Wenn der sehr hart ist, richtig, Kleie mal kurz weg und etwas mehr Öl zugeben.

Es ist durchaus möglich, daß er auch ohne je einen Wurm- eine Schnecke gefressen zu haben, schon von der Mutter her die Parasiten mitbekommen hat. Da sollte man absolut vor dem Winterschlaf gezielt entwurmen. Danach darf er aber noch 8 Tage nicht in die Kälte.

toi toi toi

Karin Oehl

5

Monday, October 22nd 2012, 10:58pm

Primus - Umzug ins Freigehege und andere "Sorgen"

Hallo Karin,

nachdem ich am Samstag und Sonntag eifrig am Freigehege gebastelt habe, ist Primus nun heute dort im Garten eingezogen. Ein bisschen mulmig ist mir schon, denn das "versprochene" schöne Wetter ist leider ausgeblieben :( War jetzt einige Male nach ihm schauen und fand ihn eingerollt auf der Wiese liegend - entweder ist er so happy, wieder im Gras zu liegen oder er hat schlichtweg den Weg ins Schlafhaus nicht gefunden ..... :whistling: Hab ihn dann nochmals reingesetzt und dort ist er nun wohl ein ganzes Weilchen geblieben. Na wenigstens ist es (noch) nicht frostig und so hoffe ich, dass er die Kurve kriegt. Immerhin können wir die kleinen Kerlchen ja auch nicht in Watte packen 8)

Nachdem nun einer meiner drei Nagerkäfige frei geworden ist, hab ich den Hustinettenbär und den "Kuschler" getrennt. Die anderen beiden sind nun in dem größten Käfig, aber noch zusammen. Beim umsetzen habe ich dann auf dem Küchenpapier Blutflecken entdeckt. Sie scheinen nicht von Kot zu kommen. Offensichtliche Verletzungen konnte ich an keinem der beiden Igel feststellen. Allerdings ist einer der beiden auch ein rechter Faucher und rollt sich blitzartig ein, sobald ihm was nicht geheuer ist. Ich bin zunächst davon ausgegangen, dass sich einer irgendwie im Käfig verletzt hat - aber am Karton, den ich vor die Gitterstäbe gestellt habe, sind keine Blutspuren. Oder haben sich die beiden eventuell gebissen ...??? :S Es beunruhigt mich sehr, denn heute Morgen war da noch nichts. Natürlich werde ich auch diese beiden so schnell wie möglich trennen, aber ich bin nicht sicher, ob das Blut wirklich davon kommen kann. Was denken Sie?

Im Voraus vielen Dank für Ihren Rat.

Besorgte Grüße

Christine

6

Tuesday, October 23rd 2012, 11:01am

Hallo Christine

Wenn der Igel sich ungeschützt hinlegt- zurückholen, da stimmt was nicht.

Die Blutspuren sind häufig dadurch bedingt, daß Igel sich die Pfötchen blutig laufen. Die kleinen Wunden sieht man gar nicht.

Wichtig wäre, wenn Sie drankommen - etwas Zink-Paste auftragen, das dichtet ab und vor allem für ein paar Tage bitte alte Handtücher ins Gehege legen, aber bitte keine mit ausgefransten Rändern, weil sich die Fäden um die Füße wickeln können.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

7

Sunday, October 28th 2012, 10:41pm

Primus und das Ergebnis von zwei der vier Stachelkinder

Hallo Karin,

hab Primus bis spät abends beobachtet und inzwischen findet er den Weg ins Schlafhaus problemlos :thumbup: Es scheint sich tatsächlich nur um eine kurze "Orientierungslosigkeit" gehandelt zu haben, denn das Freigehege und das Schlaf-/ Futterhaus waren ja total neu für den Kleinen. Hab ihn jetzt regelmäßig bobachtet und er macht insgesamt einen fitten Eindruck. Sein Schlafhaus lasse seit einigen Tagen unangetastet und reinige nur noch den Futterbereich. Gestern hatte ich die Gelegenheit, ihn noch mal zu wiegen - er hat jetzt 780 g. Heute hat er nach dem Fressen sein Domizil bisher gar nicht mehr verlassen.

Laut Wetterbericht soll es nach einer frostigen Nacht heute hier nochmals etwas milder werden. Für die Jungigel wäre das sicher von großem Vorteil :!:

Nun zu meinen anderen Stachelkindern. Habe von zwei der vier Jungen inzwischen das Ergebnis für die Kotproben erhalten. Das Ergebnis ist fast bei beiden gleich: Darmcapillaria Eier = vereinzelt / Coccidien Oocsten = in mäßiger Zahl. Sieht im Moment nicht nach dringendem Handlungsbedarf aus oder !? Allerdings gibt einer der beiden immer wieder Hustenähnliche Geräusche von sich. Muss ich mir Sorgen machen oder muss eventuell die Kotprobe nochmals wiederholt werden. Dem Aussehen nach ist der Kot normal von Form und Farbe.

PS: Die Blutspuren bei den anderen beiden waren zum Glück nur einmalig - hab seitdem nichts dergleichen mehr gefunden. Morgen werde ich diese beiden Stacheldamen auch trennen, dann sind alle erstmal einzeln untergebracht. Danach kümmere ich mich um die Unterkünfte für den bevorstehenden Winterschlaf.

Im Voraus vielen Dank für Ihre Antwort und noch eínen schönen Abend.

Gruß

Christine

8

Monday, October 29th 2012, 5:57am

Hallo Christine

Wenn Primus sich so gut einlebt - wunderbar.

Wegen der Kotbefunde brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, solange es nicht zu einer Symptomatik kommt, wie Freßunlust, Durchfall, grünschleimiger Stuhl

Wegen der Husterei würde ich mal beobachten und ggf nach drei Wochen noch einmal Kot einschicken.

Es ist vielleicht gut, die Igeldamen getrennt zu haben - allerdings beobachtet man auch in der Natur häufiger, daß Igelgeschwister sogar zusammen überwintern , sich erst im Frühjahr trennen.

Aber so ist es wegen der Kotbefunde besser zu beobachten

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl