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romulus

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Sunday, January 15th 2012, 11:19am

Zwei Igel im Garten

Zum Glück haben wir mehrere Igelhäuschen im Garten, die winters auch meist besetzt sind.
Vor ein paar Tagen sah ich abends einen recht kleinen Igel hungrig auf unserer Terrasse herum laufen und habe ihm gleich Katzenfutter raus gestellt, was er sofort gefressen hat. Als er später zum Nachschlag nochmal ertschien, habe ich ihn eingepackt und am nächsten Tag unserer Tierärztin vorgestellt: sie stellte fest, dass er gesund sei, aber zu leicht, gerade mal 500g. Anstatt ihn in einer Igelstation abzugeben, sollte ich ihn, wenn möglich, weiter füttern, weil er ja einen Unterschlupf bei uns hat.
Kaum zu Hause angekommen, lief mir der zweite Igel gleicher Größe über den Weg, am hellichten Tag. Auch er wirkte keinesfalls krank, sondern schien einfach zu früh aufgewachht und hungrig zu sein.
Seither füttere ich beide Igel auf der Terrasse in einem Futterhäuschen mit Katzenfutter, was wir ja reichlich da haben.
Gerade eben - am hellichten Vormittag bei strahlendem Sonnenschein und etwas Frost, lief einer auf der Terrasse herum und suchte nach Futter (ich hatte das nächtliche Futter noch nicht aufgefüllt).
Natürlich ist er sofort verschwunden, als ich raus ging, aber ich habe dann ein Futterschüsselchen direkt neben sein Schlafhaus gestellt und Minuten später saß er davor und fraß ausgiebig.

Ist das okay, wenn ich das so beibehalte? Die nächsten Tage sind hier (Südhessen) noch 4 Tage lang Nachtfrost um -3 Grad angesagt, danach wird es frostfrei. Ich denke, bei weiterer sorgfältiger Fütterung können die Igel den Winter so gut überleben, zumal jeder eine Behausung hat.

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Sunday, January 15th 2012, 1:05pm

Hallo Romulus

Von einmal draufschaun kann man nicht beurteilen, ob ein Igel in Ordnung ist.

Es ist auf jeden Fall nicht in Ordnung, daß sie jetzt - wohl ohne die nötigen Fettreserven - rumlaufen. Die möglicherweise zuvor da gewesenen Fettreserven sind wohl durch den Dämmerschlaf aufgezehrt. Da es draußen nicht ausreichend kalt war, schlafen die Igel nicht so fest, sondern dämmern vor sich hin und das ist kräfte-u. reservenzehrend.

Es ist auch möglich, daß diese Tiere nicht gesund in den Winterschlaf gegangen sind und nun erwacht sind.

Also auf die Aussage der Tierärztin würde ich mich nicht verlassen.

Wäre ich in der Situation, würde ich die Tiere reinholen, natürlich gut füttern, aber auch Kotproben von drei Tagen sammeln, sie beim Parasitologen untersuchen lassen und schaun, wie alles aussieht, ob sie husten, ob der Kot grünlich wird - das zeigt sich alles meist nach 3-5 Tagen und dann ist Alarmstufe ROT, dann heißt es unbedingt- einen igelkundigen Tierarzt um adäquate Behandlung nach den Empfehlungen von Pro Igeln durchzuführen - das heißt, Aufbau, Antibiose, gezielte Entwurmung, damit die Tiere im Frühjahr gesund ihren Platz wieder im Kreislauf der Natur einnehmen können

Nur draußen zu füttern ist einfach kurzsichtig und wenig zielführend.

Das sind so typische Beratungen von Leuten die keine Ahnung von Fröschen haben, aber immer laut mitquaken statt sich schlau zu machen, den Experten geben und zu hochnäsig - sind ja studierte Leute - sich mal speziell schlau zu machen, die meinen noch ihre 45 Minutenausbildung im Fach Parasitologie während ihres langen Studiums wären ausreichend!)

(Entschuldigung - aber langsam kriege ich, weil es fast Standart ist bei den sogenannten Experten - aufgestellte Stacheln!)

Wir haben nun mal einen mehr als merkwürdigen Winter.

Bitte wiegen Sie die Tiere auch und führen Sie für jedes Tier ein Protokoll

Gewicht, Kot, Verhalten, Futteraufnahme - - - -

Dann mal los!

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl