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21

Friday, March 2nd 2012, 7:14am

Hallo Susann

Einen Versuch, ihn noch winterschlafen zu lassen durch Futterentzug ist es wert - lieber einen kurzen Winterschlaf, als gar keinen.

Dennoch denke ich mal im Anbetracht des fortschreitenden Jahres und der Temperaturen, daß es nun nicht mehr klappen wird.

Wichtig wäre dann, wenn der Igel auf den Futterentzug nicht wie gewünscht reagiert, daß Sie ihn deutlich sparsamer füttern, damit er auf keinen Fall noch dicker wird.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

22

Wednesday, March 21st 2012, 9:34pm

Hallo Frau Oehl,

hier noch ein Abschlussbericht zu unserem Igel:

Er ist Anfang März mit knapp 900 g Gewicht in die Gartenhütte gezogen und hat genau 1 Woche geschlafen. Dann wurde er wieder wach und weiter gefüttert. Da er in der Hütte sehr rum getobt hat und es mir als Tierquälerei erschien ihn auf der kleinen Fläche eingesperrt zu halten, haben wir am Sonntag ein größeres Stück Rasen um die Hütte mit feinem Zaundraht sorgfältig eingezäunt.

Der Igel hat an mehreren Stellen gegraben und ist an einer Stelle unter dem Zaun durch. Ich wusste ja, dass er in seiner Kiste rum gekratzt hat, aber dass er sich unter einem Zaun durch gräbt, habe ich nicht erwartet. Zumal die Fläche bestimmt 100 m² groß ist und auch einige junge Büsche dort stehen. Er hatte also Platz und ein wesentlich interessanteres Umfeld, als in der Gartenhütte. Ich war ziemlich frustriert und habe den ganzen Garten nach ihm ab gesucht, ihn aber nicht gefunden.

Darauf hin habe ich sein Schlafhaus an eine geschützte Stelle gestellt und stelle seitdem jeden Abend Futter und Wasser dort hin. Der Igel ist hier geblieben. Abends und nachts kommt er und frisst. Ich gucke oft nach. Gerade eben nagte er einen Hühnerflügel ab. Dabei hat er mich genauso böse (oder eben vorsichtig!) angeguckt, wie immer.

Obwohl ich es könnte, möchte ich ihn jetzt nicht wieder einsammeln und einsperren. Ich werde ihn so weiter füttern. Am Wochenende baue ich eine Fütterungskiste, damit er auch bei schlechtem Wetter einen trockenen Futterplatz hat.

Gruß, Susanne

23

Thursday, March 22nd 2012, 7:17am

Hallo Susanne

Hääten Sie doch wegen des Geheges eher gefragt, ich hätte es Ihnen gleich sagen können, daß der Igel sich unter sowas durchgräbt. Aber nun ist er frei und es ist eine glückliche - keine selbstverständliche Fügung, daß er zum Fressen kommt und in der Nähe bleibt, denn sonst wäre es sein Todesurteil gewesen.

Bitte füttern sie ihn weiter.

Viele Igel sind in der Gefangenschaft einfach unzufrieden und kratzen rum, ja oft so, daß sie blutige Pfoten haben. Dennoch - sie frei zu lassen in einer Zeit, in der draußen die Nahrung nicht gewährleistet sind und möglicherweise in einer Umgebund, die sie nicht kennen, ist einfach fahrlässig und diese Igel überleben das meist nicht.

Gut, Sie haben ihn ja in dem Sinne nicht frei gelassen, aber nun doch erlebt und ich hoffe viele andere Nutzer lesen mit, daß Igel sowohl klettern wie auch graben und so ein Zäunchen für sie kein Hindernis bedeutet.

Hoffentlich geht es weiter gut, daß der Igel bleibt und fressen kann, Irgendwo scheint er ja einen für ihn akzeptabelen Unterschlupf gefunden zu haben.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

24

Friday, March 23rd 2012, 7:11pm

Hallo Frau Oehl,

unser neu aufgestellter Zaun ist schon ein ordentlicher Zaun. Überall bis ganz an den Boden und straff gespannt. Nur eingegraben ist er nicht. Aber egal, der Igel hat sich drunter durch gegraben und ist nun irgendwo im Garten.

Nun ist mir aufgegangen, dass das dicke Igeltier im Garten eingesperrt ist. Wir haben um den Garten einen Zaun, an dessen Fuss Hühnerdraht eingegraben ist. An dem Zaun hat der Igel in seiner Ausbruchsnacht auch Löcher gegraben und ist am Hühnerdraht gescheitert.

Die einzige Möglichkeit jetzt noch in unseren Garten zu kommen ist, unterm Schuppen des Nachbarn oder unterm Tor durch. Unter dem Schuppen des Nachbarn durch können nur ziemlich kleine Tiere. Den Spalt unterm Tor haben wir gestern mit Holzbalken verschlossen. Ich kann auch nicht wieder auf machen, weil ich Schildkröten halte, die seit heute aus dem Winterschlaf kommen. Da die auch ab und an auf Wanderschaft gehen, darf es keinen Spalt geben. Allenfalls kann ich an einer Stelle am Tor ein ziemlich kleines Schlupfloch lassen, durch das die Schildkröten nicht passen. Ob das als Igeleingang reicht?

Daher stellt sich mir die Frage, findet ein Igel in einem ca. 1400 m² großen Garten im Sommer genug Futter, um dort überleben zu können? Wenn nein, muss ich den Igel irgendwann einfangen und raus setzen.

Gruß, Susanne

25

Saturday, March 24th 2012, 6:56am

Hallo Suse

Igel brauchen zum satt werden und natürlich auch für die Partnersuche je nachdem ob sie Männchen oder Weibchen sind, mehrere Hektar. (Weibchen sind in der Regel etwas standorttreuer, während die Männer wandern , um ihr Erbgut an mögl. viele Weibchen weiter zu geben. Sie werden nach der Paarung auch verjagt, denn sie währen Nahrungskonkurrenten für die Nachkommen!)

Es ist gesetzlich verboten, so ein besonders geschütztes Tier dauerhaft in Gefangenschaft zu halten.

Bitte füttern Sie bis mindestens Mitte April weiter und dann entlassen Sie ihn bitte in einem geeigneten Gelände - ggf am Fundort in die Freiheit..Bis dahin sollte es in der Natur genügend Unterschlüpfe und auch Futter - nachtaktive Insekten geben.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

26

Saturday, March 24th 2012, 6:12pm

Hallo Frau Oehl,

der Fundort von dem Igel ist ganz genau dort, wo der Igel jetzt auch ist. In unserem Garten. Da soll er dann offensichtlich nicht bleiben. Ich werde ihn gerne Mitte April in dem Brombeerdickicht hinter der Gärtnerei in der Nachbarschaft aussetzen.

Danke und Gruß, Susanne

27

Sunday, March 25th 2012, 8:29am

Hallo Susanne

Dann ist Ihr Garten wohl doch nicht so dicht, wenn der Igel dort gefunden wurde , oder ist der Garten nachträglich so dicht gemacht worden?

Wenn das der Fall ist, bringen Sie den Igel später ins Brombeergestrüpp. Es ist ja seinem Fundort so nahe, daß man vermuten kann, er kommt da gut zurecht.

Er muß die Chance haben, frei zu leben und vor allem, sich auch fortzupflanzen.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

28

Sunday, March 25th 2012, 11:55am

Hallo Frau Oehl,

Dann ist Ihr Garten wohl doch nicht so dicht, wenn der Igel dort gefunden wurde , oder ist der Garten nachträglich so dicht gemacht worden?


der Garten war auch letztes Jahr so dicht. Nur die Fahrspuren unterm Tor sind etwas tiefer geworden und werden wieder zu gemacht.

Der Igel war im letzten Jahr, als er hier aufgetaucht ist, wesentlich kleiner. Da Igel sich ja gut quetschen können, können sie auch durch kleine Spalten. Unsere Schildkröten haben den Panzer und können sich nicht quetschen. Die Schildkröten haben bei den Frühbeeten halbkreisförmige Eingangslöcher. Durch ein Loch, durch das nur kleine Schildkröten passen, vielleicht 10 cm breit, quetscht sich sogar die Katze durch. Eine 11 cm breite Schildkröte bleibt stecken. Ich denke, dass sich ein Igel noch durch wesentlich schmalere und flachere Löcher quetschen kann, als eine Katze.

Ich werden den Igel die Tage noch mal auf die Waage setzen, um zu gucken, was er jetzt wiegt. Wenn ich ihn denn kriege. Er rennt immer schnell weg, wenn ich mit der Taschenlampe komme. Ich könnte abends auch mal abwarten und gucken, wo der Igel momentan her kommt.

Wenn ich den Eindruck bekomme, dass der Igel momentan aus unserem Garten nicht raus kann, werde ich ihn besser ins Brombeergebüsch bringen. Das ist direkt hinter dem zweiten Nachbargarten. Falls er dann wieder kommt, passt er irgendwo durch. Das ist dann ja auch okay, weil er dann hin gehen kann, wo er will.

Gruß, Susanne

29

Sunday, March 25th 2012, 12:50pm

Hallo Susanne

Alles ist relativ !

Gut, große Schildkröten mit ihrem starren Panzer können sich sicher nicht so verformen, wie ein Igel. Es ist schon erstaunlich, durch welch kleine Löcher sich Igel hindurch quetschen - leider sich auch oft dabei verletzen, wenn die Zäune schadhaft sind.

Aber wir können keine Käseglocke über die Igel halten.

Im Augenblick würde ich den Igel noch nicht umsetzen, sondern dort belassen, wo er Futter findet und sicher seinen Unterschlupf hat. Erst zwischen Mitte April und Mitte Mai, wenn Ihre Schildkröten auch wieder da sind und aus gutem Grund die Fahrspuren zugemacht werden müssen, ist Zeit zum Umsetzen.

Daß er so flott und nachtaktiv ist, ist eigentlich ein Zeichen, daß es ihm gut geht. Darum denke ich in dem Fall - fangen , wiegen, unnötig. Die Störung könnte ihn dazu bewegen, seinen angestammten Platz zu verlassen und ob das ihm gut täte ???????

Mit freundlichem sonntäglichen Gruß

Karin Oehl

30

Sunday, March 25th 2012, 7:53pm

Hallo Frau Oehl,

dann lass' ich das Igeltier erst mal weiter in Ruhe und füttere nur.

Meine Schildkröten sind fast alle wieder da. Es fehlen "nur" noch vier. Da Herr Hut heute schon wieder unterwegs war, muss der Spalt unterm Tor soweit dicht sein, dass er nicht mehr drunter her passt. Er ist aber sehr viel weniger flexibel, als der Igel. Das Tor ist unten übrigens glatt. Daran kann sich kein Igel verletzen.

Vielen Dank und viele Grüße,
Susanne

31

Monday, March 26th 2012, 9:26am

Hallo Susanne

Ja bitte erst mal in Ruhe abwarten.

Schön, wenn Euer Tor keine Verletzungsgefahr bietet.

Und toi toi toi, daß sich auch die restlichen Schildkröten gesund aus dem Winterschlaf zurück melden. (Wir hatten lange Jahre auch Fund-Schildkröten, alle mit weichem Panzer, den wir hier ausheilen konnten. Dennoch waren sie wohl so geschädigt, daß sie nach etwa 10 Jahren bei uns verstorben sind. Auch bei diesen Tieren ist ja viel Sachkunde nötig,

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl