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Igelpapa

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1

Monday, December 26th 2011, 1:48pm

Igelmädchen Elli frisst nicht so richtig

Wie haben Elli Ende Oktober früh bei Frost im Garten laufend gefunden (280g) Sie bekam ein Gehege und einen Karton nach Anleitung von pro Igel und bezog gemeinsan mit einem männlichen 380g Igel Quartier zunächst in Keller (ca 17-19 grad mittlere Luftfeuchte, Tageslicht durch ebenerdiges Kellerfenster) Sie fraß anfänglich sehr gut und nahm gut zu (Ende November 480g) Der männliche igel im Nachbargehege war jedoch stets gefräßiger und nahm deutlicher zu. Bede bekamen von Tierarzt eine Spritze mit einem Parasitenmittel Name??? Zecken und sichtbare Flöhe wurden abgesammelt. Mitte Dezember als die Tage dunkler wurden und im Keller immer weniger Licht war, merkte man, das beide schlafen gehen wollten. Dem größeren Männchen (mit nunmehr750g) gestatteten wir das und er zog mit seinem Gehege in eine ruhige ungeheizte Garage um. Seit kurz vor Weihnachten schläft er dort tief. Elli hatte jedoch nur knapp 500g und wir überlegten was wir mit ihr machen sollten. Weil wir dachten, sie sei noch zu leicht um in den Winterschlaf zu gehen, nahmen wir sie mit hoch in die Wohnung um sie noch etwas aufzufüttern. Dort war sie wieder deutlich wacher und fraß wieder.Sie zeigte sich bei der Ernährung jedoch sehr wählerisch, am liebsten Ei und Tatar als Rührei. Feuchtes Katzenfutter wurde nur zögerlich gefressen meist nur als Mischung mit Ei. Trockenfutter rührt sie gar nicht an. Der Kot war je nach Nahrung verschieden gefärbt (hellbraun bis fast schwarz) und immer wurstartig. Ich will sie aber auch nicht jeden Tag mit Ei füttern, denke das wäre bestimmt zu einseitig.

Gestern gab es nur Katzenfutter ohne Ei das hat sie aber gar nicht angerührt. Auffällig war auch ein wenig erstmals grünlicher Kot (leider breitgetreten daher Konsistenz nicht mehr beurteilbar) Nebenher hat sie relativ viele Hautschuppen, man findet sie auf dem Zeitungspapier und im Schlafkarton. STacheln fallen aber nicht aus und wunde Stellen auf der Haut sieht man auch nicht. Brauche nun etwas Zuspruch, da ich unsicher bin, wie ich weiter verfahren soll.

Danke und liebe Weihnachtsgrüße vom Igelpapa

2

Monday, December 26th 2011, 4:21pm

Hallo Igelpapa

1. bitte Kotproben von drei Tagen in ein Gefäß sammeln und ich schreibe Ihnen eine PN , wohin es zur Untersuchung gehen muß

Klar ist es richtig, daß jeden Tag Ei zu füttern nicht geht.

In dieser Jahreszeit kommt es schon mal zu Inappetenz, aber bei Ihrem Pflegekind scheint noch was Anderes eine Rolle zu spielen.

Bitte zum Tierarzt, KEIN Wurmmittel geben lassen, bevor feststeht, welche Würmer eine Rolle spielen

Nicht jedes Wurmmittel wirkt gegen jeden Wurm u. nicht jeder Igel verträgt jedes Wurmmittel.

Ohne Kotuntersuchung irgend was zu geben ist eine sehr bedenkliche aber leider häufig praktizierte tierärztliche Arbeitsweise, da Igel nicht die beliebstesten Patienten sind, weil sie mehr Flöhe als Mäuse in die Praxis mitbringen.

Wichtig wäre aber umgehend ein Aufbaupräparat und vor allem ein Antibiotikum zu geben, denn offentlichtlich ist eine Verwurmung da und die macht wohl eine Darmentzündung, die macht, daß der Igel nicht gedeiht.

Die Arbeitsweise vieler Tierärzte bzgl Igel - - -bitte lesen Sie darüber im Forum ruhig mehr - ich mag nicht mehr darauf eingehen -es ist eine Katastrophe, die viele Igel das Leben kostet.

Bitte lesen Sie sich hier selbst ein und auch wenn es viel ist - stellen Sie es dem Tierarzt zur Verfügung, bitten Sie ihn, den Igel nach den Empfehlungen von Pro Igel zu behandeln. Reagiert er negativ auf Ihre Bitte, wechseln Sie einfach den Tierarzt. Es geht hier nicht um heitata Geschichten, sondern um ein kleines Leben und diese Empfehlungen sind von igelerfahrenen Tierärzten für Tierärzte aufgeschrieben, weil bekannt ist, daß Tierärzte im Studium kaum was über Igel lernen und mit der Berufsethik ist es oft so eine Sache.


http://www.pro-igel.de/merkblaetter/publpdfs/tierarzt.pdf']http://www.pro-igel.de/merkblaetter/publpdfs/tierarzt.pdf[/url]


Hoffentlich geht alles in Ordnung und bitte halten Sie uns auf dem Laufenden

Mit freundlichem weihnachtlichen Gruß

Karin Oehl

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Igelpapa

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3

Monday, December 26th 2011, 5:03pm

Vielen Dank für die prompte Information, werde mir Cotrim K besorgen. Stuhlproben werden gesammelt. Ich melde mich dann nochmal. Danke vom Igelpapa

Igelpapa

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4

Tuesday, December 27th 2011, 8:18pm

Elli hat letzte Nacht ihr Rührei mit Katzenfutter und etwas Öl komplett verdrückt. Allerdings war in ihrem Schlafhaus etwas grünlicher schmieriger Kot, den ich mit zur Untersuchung gegeben habe. Wenn man sie so beobachtet und wenn sie genommen wird, wirkt sie nicht richtig krank. Habe heute das Cotrim K besorgt und will es nachher erstmals verabreichen. Hoffentlich klappt das. Ich denke ich muss ihr das eingeben, denn sonst ist die Aufnahme nicht gesichert. Ich werde das mit einer 2 ml Spritze machen.

Nur nochmal um sicherzugehen: Ich habe hier Cotrim K Saft ratiopharm 240mg/5ml

davon erhält ein 500g schwerer Igel (Elli 520g) dann 1ml = 48 mg Cotrimoxazol pro Tag als Einmaldosis am 1. Tag dann 0,5 ml an den Folgetagen



Auf gutes Gelingen , Grüße vom Igelpapa

5

Wednesday, December 28th 2011, 7:35am

Alles richtig, Igelpapa

Wichtig ist beim Igel, die Anfänge einer Erkrankung zu erkennen und sofort gegenzusteuern.

Igel als Wildtiere sind einfach anders als Haustiere.

Leider suggerieren alle Medien meist und verstärkt im Herbst, daß man dann Igel päppeln muß. Leider werden Unwahrheiten nicht zu Wahrheiten, wenn man sie nur ununterbrochen wiederholt.

das sogenannte Untergewicht kann einmal ein völlig normales Gewicht eines Jungtieres sein, aber auch ein Untergewicht, das eine Erkrankung deutlich macht, meist bedingt durch eine starke Verparasitierung.

Wichtig ist - Dämmerungs-u. nachtaktiv = nicht bedenklich - Tagaktiviät ist ein Hinweis darauf , daß da was nicht stimmt

Tropfenform - vorne spitz hinten rund, kein Halsansatz erkennbar = o.K.

Walzenform , sichtbarer Halsansatz , Augen ggf statt halbkugelförmige Knöpfchen, dann nur schlitzförmig geöffenet oder geschlossen - krankes Tier

Gesunde Igel laufen auffallend schnell vor uns weg oder rollen sich fest ein - ihre Stacheln werden aufgestellt und oft fauchen sie und boxen.

Kranke Igel rollen sich kaum ein, schnell wieder aus und sie wirken zahm, schlaff.

Das ist Alarmstufe Rot.

Mit Päppeln heilt keine Krankheit u. wenn gleich viele Igelerkrankungen auf die starke Verwurmung zurück zu führen sind, hier muß man mal den Gaul von hinten aufzäumen und den Igel erst mal stabilisieren, ihn aufbauen, damit der das toxische Material, was den Parasiten in seinem Inneren vernichten soll, überhaupt selbst verträgt.

Dazu muß man wissen - nicht jedes Wurmmittel wirkt auf jeden Wurm .

Nicht jedes Wurmmittel ist für Igel verträglich

Alle Medikamente sind nicht für Igel zugelassen, wurden nicht an ihnen erprobt, sie müssen umgewidmet werden und Igel sind eben organisch nicht Hund und Katze., für die diese Mittel eigentlich konzipiert sind.

In der Schrift - Igel in der Tierarztpraxis - habe engagierte und igelerfahrene Tierärzte für ihre Kollegen Empfehlungen und Erklärungen veröffentlicht, die praktikabel und wirkungsvoll sind. Viele Tierärzte kennen und schätzen bereits dieses Heft, weil der Igel das am meisten in der Tierarztpraxis vorgestellte Wildtier ist, aber in der Ausbildung /im Studium nimmt der Igel einzig in einer Vorlesung im Fach Parasitologie -einen Zeitraum von 45 Min. ein.

Und da der Igel eigentlich mehr Flöhe als Mäuse in die Praxis bringt, ist für den Tierarzt der Igel kein lukrativer Patient, zumal viele Finder nicht bereit sind, die Kosten für die Behandlung zu übernehmen. Sie argumentieren - ist ja nicht mein Tier.

Das des Tierarztes aber auch nicht und er ist absolut berechtigt im Rahmen seiner Gebührenordnung die Kosten einzufordern. Wer ein Tier an sich nimmt, ist Besitzer und kostenpflichtig.

Viele Tierärzte behandeln Igel aus Gutmütigkeit umsonst - daraus darf man keinen Anspruch ableiten und - Wat nix kost, is auch nix!

Viele Igel schaffen es nicht mehr lebend das Haus des Finders zu erreichen, nachdem die die beliebte Wurmspritze bekommen haben oder sie sterben später daran oder an der unerkannten Sekundärinfektion. Oder aber das verabreichte Wurmmittel hilft gar nicht.

Pro Igel versucht durch qualifizierte Aufklärung und Veröffentlichung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, dem Sympathieträger Igel besser zu helfen, denn er hat es als Kulturfolger schon schwer in unserem Umfeld.

Viele Nöte dieser Tiere sind nicht natürliche Auslese, sondern Folge menschlichen Tuns aus Gleichgültigkeit, Unwissenheit und aus Mißachtung.

(Verletzungen im menschlichen Umfeld, Anbau nicht heimischer Pflanzen, dadurch Fehlen von Insektennahrung und dadurch Rückgriff auf noch vorhandene Nahrung, wie Würmer und Schnecken, Diese Nahrungstiere sind die Zwischenwirte der Innenparasiten und ein stark verparasitiertes Tier wird einfach schwach und krank)

Auch führt die Verinselung von Biotopen zu zu engen Zuchtlienien, was die Tierpopulation schwächt.

Wir sehen die Verkehrsopfer, aber die Not der Art sehen wir nicht.

Erreichte früher ein Igel ein Lebensalter von bis zu 10 Jahren, sind es heute kaum noch 3-4 Jahre. Ein Igel pflanzt sich erst im 2. Lebensjahr fort.

Zwar hat der Igel eine hohe Vermehrungsrate (Nur 1Wurf jährlich - nicht 2 wie häufig zu lesen ist) aber die Verlustrate im 1. Jahr und im ersten Winterschlaf ist enorm

Noch steht der Igel nicht auf der Liste der gefährdeten Tierarten bei uns, weil wir stellenweise noch recht ordentliche Populationen haben, aber es gibt schon fast igellose Regionen.

Und müssen wir erst ein Tier auf der Liste stehen haben, um uns darum zu kümmern?

Die Wiedergutmachungsleistung am in Not geratenen Idividuum-sprich gefundenen Igel ist eine Sache, eine ethische Verpflichtung, die wir haben.

Arterhaltung durch gute Lebensräume und Gefährdungsverringerung geht uns alle an und sollte vorrangig von uns beachtet werden.

Das wollte ich bei dieser Gelegenheit einfach noch einmal deutlich machen.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

Igelpapa

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6

Sunday, January 1st 2012, 9:35pm

So, erstmal die besten Wünsche für das neue Jahr an alle Freunde der Stachelbrüder.

Meine Elli hat nach Antibiose mit Cotrim wieder besseren Appetit und der Kot ist auch wieder normal (geformt und dunkelbraun). Leider zeigte sich in der Kotuntersuchung ein mäßiger Befall mit Darmhaarwürmern, der sicherlich noch eine Terapie mit Levamisol erfordert. Die Verabreichung des Antibiotikums mit 2ml Spritze ging erstaunlich gut. Die Igelin schleckte das Mittel ohne weiteres herunter. Es zeigte sich auch wieder eine deutliche Gewichtszunahme. Sollte ich die antiparasitäre Therapie sofort machen oder eher ein paar Tage warten nach der Antibiotikagabe?? da bin ich mir nicht ganz sicher. Ich tendiere eher zur sofortigen Therapie, da die Verwurmung letztlich ja wieder zu Darmentzündungen führt. Werde morgen mit einer igelkompetenten Tierärztin sprechen falls ich sie erreiche (zwischen den Feiertagen war Urlaub).

Etwas Sorge machen mir doch die Schuppen. Die Zeitung im Auslauf liegt in den Ecken, wo sie immer versucht zu klettern doch recht voll. Da ich Elli jetzt jeden Tag in der Hand hatte, konnte ich sie auch ganz genau ansehen. Ihr rechtes Ohr hat am Helixrand so etwas wie einen leichten Schorf, der sich aber beim sanften Drüberwischen entfernen lies ohne das darunter eine Wunde o.ä. zu sehen wäre. Heute hatte sich wieder so etwas gebildet. Hoffentlich sind es keine Milben. Was dagegen spricht ist, das sie sich nicht oder nur selten juckt. Mal sehen was die Tierärztin dazu sagt. Übrigens ist Igel Nr. 2 der nach schwerster Hundebissverletzung gesundgepflegt wurde mit 800g nun in der Garage in den Winterschlaf gegangen. Er fraß noch eine Nacht, dann nicht mehr



Bis bald, viele Grüsse vom Igelpapa

7

Monday, January 2nd 2012, 8:01am

Hallo Igelpapa

Wenn Igel schuppen, kann es einmal daran liegen, daß das Futter zu wenig Fett enthält - aber es kann auch die trockene Luft im Raum sein , gelegentlich ist es mal ein Hautpilz und der Schorf würde dafür sprechen. Bitte lassen Sie einen Pilztest machen und bitte unbedingt das Tier nur mit Handschuhen anfassen und das Gehege sehr sehr sauber halten - d.h. ggf mehrfach täglich verschmutztes Papier auswechseln

Bzgl der Medikation habe ich Ihnen eine private Nachricht geschrieben.

Wie schön, daß ein Igel es jetzt gepackt zu haben scheint und seinen Winterschlaf angetreten hat.

Der Igel ist ja dafür vorbereitet und sollte es auch so machen können, wenn irgend möglich

Viel Erfolg weiterhin und freundliche Grüße u. gute Wünsche für das Jahr 2012

Karin Oehl

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8

Monday, January 16th 2012, 7:24pm

Rückmeldung nach erfolgter Therapie:



Das Wurmmittel wurde nicht gut akzeptiert, Elli musste es immer mit der Spritze bekommen. offenbar hat es ihr aber gutgetan, denn ihr Appetit nahm wieder zu und sie nimmt jetzt wieder sehr gerne Katzentrockenfutter, was sie mit den Würmern gar nicht angenommen hatte. Dafür wird jetzt Katzennassfutter konsequent verschmäht !??

Ei geht nach wie vor immer und auch Tatar wird freudig aufgenommen. Ich denke, ich mache noch mal eine Kotprobe, um sicher zu sein, das die Entwurmung vollständig war und dann geht sie mit zu den anderen beiden in die kalte Garage um zu schlafen. Dort hatte ich das Problem, das sich irgendwie Mäuse Zutritt veschafft hatten und sich an dem Notfutter der beiden schlafenden Igel gütlich getan haben. Morgen werde ich die Garage endgültig mäusedicht machen, offensichtlich sind sie durch einen Schlitz an der Torunterkante reingekommen.



Viele Grüsse von Igelpapa

9

Tuesday, January 17th 2012, 7:08am

Hallo Igelpapa

Manche Igel neigen dazu, gewissen Futter zu verschmähen und sie nehmen nur das auf, was sie mögen - genau das sollte durch abwechslungsreiches Futter nicht geschehen.

Gerade Trockenfutter ist als Futter nicht geeignet, weil es minderwertig ist.

Es enthält zu wenig Eiweiß und Fett.

Als Notration oder mal als Beschäftigung ist es ja o.K, aber nicht als Futter.

Bitte bringen Sie den Igel nur dann ins Winterschlafgehege, wenn er

1. nachweislich völlig gesund ist und das nötige Gewicht hat

2. die letzte Medikation schon mehr als 8 Tage her ist, das heißt, die Medikamente verstoffwechselt sind.

Wenn der Igel im Winterschlafgehege ist - bitte immer Wasser und Futter vorhalten - solange der Igel aktiv ist.

Wenn er von sich aus das Futter verweigert, sollte eine Notration Trockenfutter und Trinkwasser immer bereit stehen

Ich stelle jetzt wo es friert, aber nicht schneit abends richtig heißes Wasser rein - es ist dann nicht sofort geforen

(Bisher ist kein Igel nachts rausgekommen - dafür kam gestern hier noch ein kl. Weibchen mit 325 g an)

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl