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Wednesday, October 23rd 2019, 2:37pm

Jungigel mit Trauma

Hallo. (@Karin, der Anruf ca. 13.30 war von mir).

Heute gegen 13.00 Uhr fand ich im nahegelegenen Park mitten auf der Wiese einen Igel mit 170g. Er war sichtbar erst recht frisch verletzt (es fehlte eine Kralle) mehr konnte ich nicht sehen, da er sich nicht aufrollen ließ. Ich setze ihn in ein Igelgehege, bot Wasser, Futter und ein Schlafhaus mit Zeitung an, in der Hoffnung so einen Besseren Eindruck bekommen zu können. Im Gehege versuchte er (nach meiner Beurteilung) aufzustehen, blieb aber gekrümmt und schaffte es nicht auf seine eigenen Beine. Dann habe ich ihn sofort zum Tierarzt gebracht, dort wurde festgestellt das er auch im Gesicht eine Auffälligkeit hat und leicht Blut an der Nase hatte. Sie vermuten, das er/sie ein körperliches Trauma (Autounfall, Hundeverletzung, o.ä.) hatte.

Es geht ihm aber wohl aktuell zu schlecht alsdass man ihn ohne Sedierung ausführlicher untersuchen könnte. Die Klinik hat auf meine Nachfrage (ich bot meine Pro-Igel Unterlagen an) selbst Unterlagen. Der Igel wird jetzt dort aufgepäppelt, gewärmt und erstversorgt. Wenn er bis morgen Vormittag durchkommt, kann ich ihn morgen abholen und weiter versorgen. Optimistisch hoffend rechne ich mal damit, das er hoffentlich durchkommt und ich ihn morgen abholen kann.

Meine Frage(n) vorab wären, auf was ich bei der Versorgung achten sollte? Mein "leichtester" Igel hatte immerhin fast 300g der jetzt nur knapp die Hälfte. Kann er eventuell noch Milch-Ersatz o.ä. zusätzlich brauchen? Ich vermute, an möglichen Winterschlaf wird da absehbar auch nicht zu denken sein? Sollte die regelmäßige Zunahme bei so einem niedrigen Startgewicht anders (zB langsamer?) sein? Sollte ich trotzdem noch eine zusätzliche Wärmequelle anbieten?

Sobald wie möglich wäre dann auch etwas zur Eleichterung der Atmung nötig (atmet/röchelt schwer) das hat so wie es klingt keine Woche Zeit, bis das Ergebnis einer Kotprobe zurück wäre.

Ich danke schon Mal vorab für die Hilfe!

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Wednesday, October 23rd 2019, 6:04pm

Hallo Stachelhamster
Hoffentlich entwurmen die da den armen Tropf nicht mit irgendwas ohne Kotuntersuchung , sondern behandeln erst mal das Traum aund desinfizieren die Wunden
ggf ist Röntgen nötig, vor allem weil Sie schreiben, daß er so röchelt, Er könnte- Sie schrieben es ja auch - einen Bruch im Gesichtsschädel (/ Nase haben
Dann wäre die Euthanasie für ihn Gnade
Sie haben das Tier im Park gefunden, dann ist von einem Hunde- oder Marderbiss auszugehen.
Das Tier braucht wohl keine Milch mehr, aber eine eiweiß-u. fettreiche Ernährung -s. Rührei ohne Salz ggf, mit etwas Öl und Rinderhack in der Pfanne gestockt.
Kittenfutter mit etwas öl (Bitte zucker-u. getreidefreie Sorten
Aber ich nehme fast an, daß der Igel erst mal allein nicht fressen wird und Sie vom Tierarzt eine Nahrung brauchen, die Sie mit der Spritze verabreichen können.
Dann hoffe ich mal sehr, daß der Igel die Nacht überlebt und gut in der Tierklinik versorgt wird und Sie ihn morgen holen könnnen
Dann haben Sie noch viel Arbeit vor sich
toi toi toi
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

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Thursday, October 24th 2019, 10:14am

Danke für die Hilfe!

Ich habe einen Anruf bekommen, das er vorhin eingeschläfert werden musste. Die Atmung verschlechterte sich, dann wurde erzählt das es noch anfing ihm etwas aus der Nase zu laufen. Trotz Wärme wurde er wohl auch zunehmend kühler und apathischer, weshalb er dann erlöst wurde. Aber trotz des Verlaufs bin ich froh, das der Jungigel nicht draußen lange vor sich hin sterben/leiden musste. Wer weiß, ob bis dahin (wieder) ein Hund oder anderes Tier dran gegangen wäre. So ist ihm das zumindest erspart geblieben.

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Thursday, October 24th 2019, 10:33am

Hallo Stachelhamster
sowas habe ich förmlich schon erwartet. Ja, in dem Fall war es sinnvoll ihm das Ende zu erleichtern
Schade ist es um jedes Tier, aber so war es o.K.
Mitfühlende Grüße
Karin Oehl