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1

Tuesday, August 6th 2019, 12:51pm

Starkes Geräusch der oberen Atemwege nach Infekt

Hallo, ich bin ganz neu hier und möchte gerne eine Frage zum o.g. Thema stellen.
Wir päppeln seit 9 Tagen ein Igelmännchen mit schlimmsten Atemwegsinfekt. Bei Übernahme wog Nemo 600g ,rang mit offenem Maul nach Luft,aus Maul und Nase kam zähes gelbes Sekret. Unter der Therapie mit Prednisolon ( als Notfallmedikament gegen die massive Luftnot), Duphamox, Cotrim, Bisolvon, Inhalation und Päppeln mit verdünntem Nutrical hat er sich toll erholt. Nach 2 Tagen hat er kleine Portion eigenständig gefressen, nimmt gut zu und hat keine Luftnot mehr. Die Atmung ist nun ruhig. Auffällig ist aber weiterhin ständiges Niesen wenn man ihn heraus nimmt. Das Sekret ist nun flüssig klar, teils weiss. Antibiose läuft noch. Man hört aber ein dtl Geräusch der oberen Atemwege, ähnlich einem Schnupfen. Wir vermuten, dass sich das ganze alte Sekret vielleicht zunehmend löst und bei der Mobilisation die Geräusche verursacht. Ich würde mich aber sehr über eine Antwort freuen, ob das so häufiger auftritt? Wir hatten noch nie einen so schlimmen Fall.
Aufgrund des sehr schlechten Zustandes haben wir nun begonnen mit Panacur Paste gegen Lungenhaarwürmer zu behandeln. Die Behandlung mit Levamisol steht dann noch aus.
Ich freue mich auf eine Antwort,
beste Grüße,
Vanessa

2

Tuesday, August 6th 2019, 2:29pm

Hallo Vanessa
Es ist toll zu erfahren, wie folgerichtig Ihr therapiert habt.
die Medikation zur Schleimlösung muß noch eine ganze Weile weiter gegeben werden.
Haben Sie auch eine Kotuntersuchung gemacht oder auf Verdacht gegen den Lungenhaarwurm therapiert?
Wichtig ist immer gleich eine Übersicht über die Parasitenbelastung zu bekriegen in einem Direktausstrich.
Mit Panacur habe ich selbst und auch Kolleginnen bisher kieine überzeugenden Ergebnisse erzielt ,
Wir arbeiten lieber mit Flubenol.
Das Mittel ist wie Panacur nur gegen die Haarwürmer wirksam.
Wenn der Lungenwurm stark vertreten ist, setzen wir Belamisol oder Levanisol ein zweimal im Abstand von 48 Stunden in der Dosierung wie sie im Buch Igel in der Tierarztpraxis beschrieben wird.
Allerdings tun wir das auch erst, wenn der Igel behandlungsfähig, kräftiger und stabiler ist.
Vorrangig gehen wir vor, wie Sie -Behandlung der Infektion, so wie es auch Pro Igel e.V. propagiert.
Übrigens kann das Buch auch im Netz aufgerufen werden, wenn es in der Praxis nicht zur Hand ist und schnell gehen muß.

Es ist allerdings bekannt, daß nach einem starken Befall mit Lungenwürmern häufig ein Husten und Röcheln als Spätfolgen und Vernarbungen in den Atemwegen der Igel bestehen bleiben, auch wenn sie eigentlich gesund sind.
Aber um das anzunehmen, ist es bei Ihrem Fundigel noch zu früh.
geben Sie dem Igel ausreichend Zeit zur Erholung und geben Sie bitte noch eine ganze Weile den Schleimlöser.
Und wichtig: Kotuntersuchung -möglichst Sammelkot von drei Tagen, den man gut durchmischt, weil ja die Parasiten in Schüben abgehen. so kann eine direkte Probe völlig parasitenfrei erscheinen und die nächste dann einen starken Befall ausweisen. Dennoch bin ich dazu übergegangen, sofort eine Kotuntersuchung bei Aufnahme zu machen und vor allem den Kot von Stellen zu nehmen, die mir auffällig erscheinen.

viel GLück mit dem stacheligen Patienten.
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

3

Tuesday, August 6th 2019, 3:12pm

Hallo Frau Oehl,
vielen Dank für die Antwort. Das Buch haben wir Zuhause :-) und es ist regelmäßig im Einsatz. Wir haben auf Verdacht die Behandlung begonnen. Bei uns ist es mit dem Einsenden der Kotprobe beim örtlichen Tierarzt ( die haben Nemo auch an uns übergeben, )schwierig.
Mit dem Levamisol warten wir natürlich noch und setzen die Therapie so fort.
Morgen bekommt er unser größeres Innengehege da kann er sich auch mehr bewegen, was hoffentlich auch die Atemwege aktiviert. Aktuell bewohnt er noch eine Krankenbox, da er ja kaum krabbeln konnte. Nun gucken wir aber in ein waches munteres Igelgesichtchen.

Bei Fragen würde ich mich gerne wieder melden.

Wir haben noch ein großes Sorgenkind ,eine Altigelin, die nach einer Verletzung der Schnauze mit grossem Defekt bisher nicht wieder ausgewildert werden kann. Sie bewohnt ein Freigehege in unserem Garten. Dazu werde ich in Ruhe nochmal ein Thema eröffnen.

Vielen Dank und herzliche Grüße.
Vanessa

4

Tuesday, August 6th 2019, 4:40pm

Hallo Vanessa
Danke für Ihre Erklärungen,
Noch ein Tip von mir:
Es ist manchmal ungünstig, vom Tierazrt die Proben untersuchen zu lassen.
(Mangelnde Erfahrung z. B. oder auch keine Bereitschaft dazu!)
Es gibt Veterinär-Untersuchungsämter auch in Ihrem Bereich oder tierärztliche Labore wie Laboklin etc.
Da geht es schnell und kompetent.
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

5

Tuesday, August 6th 2019, 8:54pm

Ja stimmt, ehrlich gesagt habe ich da gar nicht dran gedacht.Das ist sicher die deutlich bessere Variante.
Viele Grüße.

6

Wednesday, August 7th 2019, 7:47am

ja Vanessa, manchmal brauchte es einen kleinen Schubs und dann weiß man es selbst.
viel Glück
Es ist ja auch für einen Igelfinder kein alltägliches Problem
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

7

Thursday, August 8th 2019, 9:23am

Einsteigerkurs Igel: Der Igel als Patient in der KleintierpraxisPREISENormalpreis180,00 €ATF-/DVG-Mitglieder160,00 €Arbeitslos140,00 €Student140,00 €Kurszeitraum:
Dauerkurs (6 Wochen Zugriff)

Kurs buchenProgramm (PDF)In dieser Online-Fortbildung geht es um den Igel als Patienten in der Tierarztpraxis. Lernen Sie die Besonderheiten des vermutlich am häufigsten in der Praxis vorgestellten Wildsäugers kennen, um ihm in Behandlung und Diagnostik gerecht werden zu können.

Neben Informationen zum Artenschutz und rechtlichen Aspekten werden Ihnen zu Beginn die biologischen Grundlagen und Besonderheiten des Europäischen Braunbrustigels vorgestellt.

Anschließend geht es um häufige Fragen: Warum werden Igel in der Praxis vorgestellt? Was ist als Erste Hilfe vorzunehmen? Was ist bei der stationären Unterbringung zu beachten (Fütterung, Überwinterung, Auswilderung) und was bei der Betreuung von Igelstationen?

Der zweite Kursteil widmet sich anhand von Fallbeispielen der Diagnostik und Therapie internistischen und chirurgischen Problemen sowie Infektionskrankheiten (Parasitosen, Zoonosen). Bestandteil dieses Kursteils sind auch zur Verfügung stehende Arzneimittel sowie entsprechende Dosierungsempfehlungen.

Der letzte Teil befasst sich mit Igeln als Heimtieren.

Die Lerninhalte werden unter www.myvetlearn.de in einem nur für die angemeldeten Teilnehmer zugänglichen Bereich bereitgestellt. Nach Anmeldung und Zahlungseingang erhalten die Teilnehmer für die Dauer von sechs Wochen Zugang zum Kurs. Im Kurszeitraum können Sie jederzeit auf den Inhalt zugreifen, den Referenten per E-Mail Fragen stellen, sich mit anderen Teilnehmern austauschen und nach Abschluss des Kurses einen Multiple-Choice-Test ablegen. Die Teilnahmebescheinigung inkl. ATF-Anerkennung erhalten Sie automatisch nach erfolgreichem Abschluss des Kurses. So können Sie sich zeitlich flexibel fortbilden und gleichzeitig Reise-, Übernachtungs- und Vertreterkosten sparen.

Referenten:
Dr. Florian Brandes, Karolin Schütte, beide Sachsenhagen; Dana Ströse, Warendorf

Programm
Brandes: Artenschutz und Rechtliches
Wann benötigt ein Igel Hilfe?
Ströse: Biologie, Verhalten, Fortpflanzung und Besonderheiten
des Europäischen Braunbrustigels
Ströse: Häufige Vorstellungsgründe in der Praxis und Erste Hilfe
Ströse, Brandes: Stationäre Unterbringung, Ernährung, Überwinterung und Auswilderung
Brandes, Ströse: Betreuung von Igelstationen
Ströse: Internistische und chirurgische Fallbeispiele inkl. Bildgebung
Schütte: Parasitologie
Schütte: Zoonosen
Ströse: Dosierungsvorschläge / Besonderheiten der Pharmakologie
Ströse: Igel in der Heimtierhaltung: Der Weißbauchigel

Hinweis für Nichtmitglieder
Liegt der Anmeldung eine Beitrittserklärung zur ATF bei, wird die Zahlung der ermäßigten Gebühr akzeptiert. Beitrittserklärungen und Informationsmaterial können bei der Geschäftsstelle angefordert werden.

ATF-Anerkennung
5 Stunden

8

Thursday, August 8th 2019, 11:29am

Vielen Dank. :)

9

Thursday, August 8th 2019, 10:38pm

Hallo Frau Oehl,
ich wollte nochmal kurz von Nemo berichten. Aktuell habe ich das Gefühl es wird wieder etwas schlechter von den Geräuschen. Er bekommt weiter seine Antibiose, Bisolvon und hat heute auch einen Kräuteraufguss bekommen ( natürlich ohne direkten Kontakt zum heissen Gefäß). Ich hatte ihn gestern in die grosse Box umgesiedelt, da wir hofften durch mehr Bewegung Sekret besser mobilisieren zu können. Er hat allerdings schlechter gefressen. Er scheint auch sehr viel zu schlafen. Seine Box ist bis auf die Häufchen ganz ordentlich.
Insgesamt hat er schon 230g zugenommen. Ich überlege, jetzt doch zeitnah das Levamisol zu geben, eine Kotuntersuchung bekomme ich aktuell nicht so schnell, da die Arbeit es nicht ganz einfach macht, das Material beim Labor abzugeben.
Wenn man ihn auf der Hand hat, merkt man, dass die Lunge nicht frei ist. Vorhin klang es einmal eher nach Husten, sonst niest er vermehrt. Das Sekret ist aber teils ganz klar, teils weiss, aber kein Eiter mehr.
Er ist jetzt wieder mit seiner kleinen Box in den Heizungskeller gezogen, da war bis auf gestern Nacht die ganze Zeit. Ich hoffe, dass es morgen vielleicht wieder etwas besser ist. Dort wo die große Box steht ist es etwas kühler, allerdings war er aber unter dem Bauch ganz warm, wenn man ihn hoch nimmt, aber vielleicht tat ihm das wärmere doch gut. Die Atemwege dehnen sich dort natürlich auch besser aus.
Sonst waren wir abends einmal im Garten spazieren, durch die Gerüche und frische Luft atmet er hier immer kräftiger durch und schnaubt etwas mehr ab.

Viele Grüße,

Vanessa

10

Friday, August 9th 2019, 7:20am

Hallo Vanessa

Das liest sich nicht so gut. Ja, beginnen Sie mit Levamisol, ehe sich der Allgemeinzustand noch mehr verschlechtert . Aber geben sie die Dosis bitte aufgeteilt auf zwei Portionen -eine morgens, eine abends. Nicht sofort in dem Zustand die volle Einzeldosis.

Daß ein Igel am Tag scläft ist völlig normal, so sollte es ja sein. dennoch scheint mir das Verhalten doch sehr auffällig zu sein.
Leider sehe ich das Tier ja nicht, kann nur auf meine Erfahrung zurück greifen.
Wichtig ist unbedingt den Schleimlöser weiter zu geben und ggf, das AB zu wechseln und weiter zu geben.
Zur allgemeinen Kräftigung könnte es vorteilhaft sein, Vitamin B Komplex oder Catosal einzusetzen.
Ich denke mal, daß es auch ein älteres Tier ist??????

Wir müssen uns alle darüber klar sein, daß wir nicht alle Igel retten können. Wir geben unser Bestes, oft reicht es nicht und oft mangelt es auch an klarer Diagnostik
Erst gestern erfuhr ich von einem euthanasierten Igel, der in Hannover untersucht wurde und bei dem ein schwerer Herzfehler festgestellt wurde. Auch er atmete sehr schwer
Dazu kamen bösartige Tumore. (Aszites war aufgefallen)
(eine Diagnose, die immer häufiger auch beim Igel gestellt wird, so er denn obduziert wird.)
Leider muß man bes. bei älteren Tieren auch daran denken.
Ich wünsche es Ihnen nicht.
mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

11

Friday, August 9th 2019, 11:31am

Hallo Frau Oehl,
es ist ein junger Igel. Die Zähne sind blitzblank.
Da die Box so ordentlich ist, hatte ich auch auf nächtliches vermehrtes Schlafen geschlossen. Tagsüber ist klar.
Heute früh ging es ihm dtl besser. Er war eine halbe Std in der großen Box, während der Reinigung seiner Schlafbox. Ist dort zum ersten Mal die ganze Zeit interessiert umher getappt und nicht gleich wieder eingeschlafen. Er war auch dtl wärmer. Vielleicht war mein Gedanke mit der grossen Box im allerdings etwas kühleren Raum doch zu früh und er braucht die Wärme doch noch mehr. Gefressen hat er gut, auch die Hinterlassenschaften waren gut. Er bekommt Nutrical zusätzlich, das mag er auch sehr gerne. Bisolvon bekommt er auch weiter. Das ausgeschniefte Sekret ist weiterhin klar und flüssig, daher wollte ich mit einem Antibiotika Wechsel eher noch warten. Wir würden dann am ehesten auf Baytril umsteigen, oder würden Sie etwas anderes empfehlen ?
Das Levamisol werde ich dann so aufteilen wie sie vorschlagen.
Vielen Dank für die tolle Hilfe.
Wir haben Montag einen Tierarzttermin mit unserer Bobby ggf nehme ich Nemo nochmal mit, bzw glaube ich ,dass die Praxis auch Kotproben untersucht bzw einschickt.

Herzliche Grüße.

12

Friday, August 9th 2019, 11:44am

Hallo Vanessa
Vorsicht mit Tierärzten!!!!
In der Regel lernen Tierärzte im Studium so gut wie nichts über Igel, bestenfalls mal in einer einzigen freiwilligen Vorlesung, daß Igel Parasiten haben
Und da sie mehr Flöhe als Mäuse (Geld) in die Praxis bringen, ist in der Regel das Interesse am Tier nicht so groß
Es wird häufig mit freundlichem Gesicht aber auch mangels Erfahrung und Sachkunde therapiert, - - - - -Zu viele Igel verdanken dem gut meinen das zu frühe Lebensende.

Vielleicht war es wirklich noch zu früh, den Igel in einen kühleren Raum zu bringen.
Dazu sollte die Therapie beendet sein und das Tier absolut stabil sein

Wenn er gut gefressen hat und auch seine Hinterlassenschaft gut aussieht, sehe ich für einen Tierarztbesuch auch keinen besonderen Anlass und entwurmen, falls nötig können Sie ihn selbst.
Das Buch
Igel in der Tierarztpraxis
ist auch im Netz aufrufbar und es enthält alle Informationen auch zu Therapien und Dosierungen von Medikamenten.
Ob die Praxis erfahren genug ist, um die Parasiten des Igels zu bestimmen ???????????????
Sie sehen, meine langjährige Erfahrung hat mich auch kritisch und vielleicht übermäßig skeptisch werden lassen.
Im Augenblick sehe ich dann keinen Grund für einen Wechsel des AB,
Beim Igel ist es normal, daß er auch mal aus der Nase tropft . Solange das Sekret klar ist, ist alles o.K. einen Schnupfen wie beim Menschen kennt der Igel nicht.
Die feuchte Nase, die bei Aufregung auch durchaus tropfen darf ist völlig o.K.
Sollte mal bei einem Igel das Nasensekret wolkig bzw. eitrig sein, empfehle ich Clindamycin, weil es auch knochengängig ist.
Aber im Augenblich , nach dem zu urteilen, was Sie schreiben, sehe ich dafür keine Veranlassung.
Viel Glück weiterhin mit dem Kerlchen
Auch Ihnen herzliche Grüße
Karin Oehl

13

Friday, August 9th 2019, 12:43pm

Die Sorge bezüglich der Tierärzte kenne ich, deshalb sind wir da vorsichtig. Das Buch ist bei uns schon lange im Einsatz.
Unsere Bobby braucht leider ggf eine Untersuchung der Maulhöhle mit Sedierung, das geht ja nicht anders. Wir fahren das erste Mal in die Praxis. Die Tierärztin betreut aber die Igel Station einer Bekannten und ehemals das nahegelegene Igelzentrum. Wenn Nemo weiter Fortschritte macht, nehme ich ihn natürlich nicht mit.
Viele Grüße.

14

Friday, August 9th 2019, 4:02pm

Hallo Vanessa
Danke für Ihr Verständnis meiner kritischen Haltung
Es gibt natürlich Perlen im Ozean und genau die brauchen wir auch für die Igel . (engagierte und sachkundige Tierärzte)
Ich denke, Sie werden ggf auf Augenhöhe miteinander reden und deutlich machen können,was Sie erwarten und was Sie nicht wollen

Was ist mit Ihrem Tier los, daß es sediert werden muß?
Wir haben vorgestern bei unseren Katern die Zähne sanieren lassen müssen. Sie habe es sehr übel genommen und meiden uns derzeit
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

15

Friday, August 9th 2019, 7:03pm

Ich wollte für Bobby nochmal ein eigenes Thema aufmachen und wäre für Ideen dankbar. Aber da brauche ich ein bisschen mehr Zeit, der Verlauf ist sehr lang. Vielleicht mache ich das nachher noch.
Viele Grüße,
Vanessa

16

Tuesday, August 20th 2019, 5:58pm

Hallo,

auch für den kleinen Nemo wollte ich ein kurzes Update erstellen.
Auch ihn hatten wir ja letzte Woche tierärztlich vorgestellt. Auch die Tierärztin riet von einer erneuten antibiotischen Therapie bei fehlenden Infektzeichen ab. Das Atemgeräusch fand sie allerdings auch extrem. Die Therapie mit Bisolvon und Inhalation haben wir fortgeführt plus zusätzlich 5 Tage Cortison oral um den Atemtrakt zu beruhigen. Es ist etwas besser, aber teils tuckert er doch sehr. Ansonsten ist er munter, wache kläre Äuglein, wenn überhaupt nur klares Sekret. Das Niesen ist definitiv weniger geworden. Nachts ist er in der grossen 1 qm Box und tagsüber in der Kleinen im wärmeren. Ich habe heute Kotproben nach Hannover zu LAVES geschickt um nochmal zu gucken, ob uns doch trotz Entwurmung was durch die Lappen gegangen ist.
Seine Box werde ich nun mit Naturstreu bestücken, da haben wir gute Erfahrungen gemacht. Die Igel wirken zufriedener als auf Zeitung. Und ich kann so schauen was die Atmung macht, denn er soll ja möglichst bald wieder in die Freiheit.
Viele Grüße,
Vanessa

17

Tuesday, August 20th 2019, 6:43pm

Hallo Vanessa
wir raten grundsätzlich von jeglicher Art Streu ab, weil es ins Futter getragen wird und auch meist staubt, was den Atemwegen nicht zuträglich ist, außerdem den Pfoten nicht,
(Und Kotproben kann man besser aufnehmen und beurteilen auf Zeitungen)

Was Sie gemacht haben ist richtig, nur müssen Sie deutlich unterscheiden - Tuckern tut der Igel bei Aufregung und das ist normal. Aber wenn es sich noch nach Bronchitis anhört, so ein Röcheln und Giemen, dann ist es noch nicht o.K.. Eine feuchte , ja sogar tropfende Nase ist völlig o.K beim igel solange das Sekret klar ist.

Wenn dies Atemgeräusch beim igel sehr stark ausgeprägt war und ist u nd vor allem ein massiver Befall an Lungenwurm oder Lungenhaarwurm vorgelegen hat, kann es gut sein, daß es zu einer Art Fibrose, also Verklebungen und Vernarbungen in den Atemwegen gekommen ist und die Atmung nie mehr rein wird, wie lange man auch therapiert. Das ist aber letztendlich kein Grund, den Igel nie mehr auszuwildern.

Liebe Grüße
Karin Oehl

18

Tuesday, August 20th 2019, 10:54pm

Den Rat mit der Streu kennen wir, unser Gehege hat einen extra abgetrennten Bereich mit Zeitung ,wo das Futter serviert wird. Die Streu besteht aus Holzpellets und Exotenstreu ,das selbe nehmen wir für unser stauballergisches Asthma Pony. Bisher haben wir damit immer gute Erfahrungen gemacht und noch nie Probleme. Der grosse Vorteil ist, dass sich Häufchen einfach ansammeln lassen und der Igel nicht ständig über durchnässte Zeitungen und vertretene Häufchen läuft, wenn er nachts wach ist.
Igel mit Wunden, Parasiten, Nasenausfluss o.ä.sitzen natürlich auf Papier.
Das aufgeregte Tuckern kennen wir ebenfalls, sein Geräusch ist aber anders.
Sollte er jetzt stabil bleiben und die Kotproben ok sein, wird er natürlich ausgewildert. Aber er ist ja erst 3 Wochen hier und dafür , dass es ihm so schlecht ging, möchte ich einfach sicher gehen, dass es stabil bleibt.
Viele Grüße. Vanessa

19

Wednesday, August 21st 2019, 7:03am

Hallo Vanessa
Vor Jahren gab ich mal einen Igel dem Finder zur Weiterpflege zurück.
Nach Wochen -ich hatte ihn auch beraten -KEIN STREU- kam er mit dem Igel zu mir, meinte, er müsse wohl wegen eines Tumors am Fuß eingeschläfert werden, er könnte gar nicht mehr laufen.
Ich habe es mir angesehen, den Fuß gebadet, der Klumpen fiel ab und er Finder gab zu, er hätte ein Naturstreu in den Käfig getan, er wollte dem Igel was Gutes tun mit natürlichem Material unter den Füßen.
Genau das Material hatte sich mit Kot und Urin und Speiseresten vermischt zu einem harten Klumpen gebildet und eine Fehlstellung und fast Gehunfähigkeit des Tieres verursacht.
Darum bitte ich Sie dringend, noch mal über die Sache mit dem Streu nachzudenken. Ob der Finder den Igel regelmäßig kontrolliert und gereinigt hat, weiß ich nicht, ich vermute mal nicht. Aber wer gibt sowas schon zu und bei Streu sieht man die Verunreinigungen ja auch nicht so gut, wie auf Zeitungen.
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

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Wednesday, August 21st 2019, 9:12am

Guten Morgen Frau Oehl,
ich verstehe ihre Sorge sehr gut. Seien sie aber bitte sicher, dass wir absolut penibel bei der Hygiene mit unseren Tieren sind ( wir haben auch eine Gruppe Farbmäuse vom Tierschutz, bei denen ist Hygiene ebenfalls das A und O, ebenso gehören Papageien ( Aussenvoliere), 1 Zwerghamster, 2 Pfauen sowie Hund und Pferde zur Familie).

Die Exotenstreu besteht aus kleinen Holzstückchen, ist für Papageien , Reptilien etc geeignet. Sie hat weder Splitter, noch staubt sie oder kann sich zwischen die Füße setzen. Auch die Häuser draußen haben diese Art als unterste Schicht darüber Blätter und Stroh. Gemischt ist es mit den Holzpellets, die extrem saugfähig sind. Die Häufchen lassen sich mit einer Schaufel fürs Katzenklo entfernen.

Kleintierstreu, Hanf o.ä. würde ich auch nie verwenden, da diese viel zu klein ist, in feuchten Zustand überall dran klebt und ja nie wieder aus den Stacheln zu entfernen wäre.

Für Nemo kann ich berichten, dass er heute Nacht das erste Mal in der großen Box vernünftig gefressen hat. Sonst hat er die Zeitungen durchwühlt, diese klebten teils im Futter und er hat erst tagsüber im neu gemachten Gehege gefressen. So wollte ich ihn nicht zur Tagaktivität erziehen. Seine Futterschale war sauber ( v.a. ohne Häufchen, die sonst teils mit Zeitung drin klebten) und er saß heute früh noch daran.

Ich finde Ihre Sorge vollkommen berechtigt und gut. Aber mit dieser Kombi gab es wirklich noch nie Probleme.
Zudem hoffe ich ja auch auf eine baldige Auswilderung. Heute früh hat er auch zum ersten Mal richtig gefaucht und " mit den STacheln gepufft". Das freut mich sehr, da er ja doch sehr lethargisch war.
Herzliche Grüße,
Vanessa

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