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Mittwoch, 7. November 2018, 12:02

Pilzinfektion?

Hallo,

Wir haben vor etwa einem Monat einen kleinen Igel gefunden und päppeln ihn seitdem im Haus in einem Gehege mit Häuschen auf.

Hier unser aktuelles Anliegen, im Anschluss daran dann etwas ausführlicher:

Dem Igel geht es augenscheinlich gut, er nimmt zu, allerdings hat er nun seit Kurzem weiße Schuppen zwischen den Stacheln. Vorher war das nicht der Fall, man konnte die schwarze Haut sehen. Er hat (und hatte) auch keinen Stachel- oder Fellausfall. das kann sowohl ein Pilz aber eher auch ein Ernährungsfehler und eine zu trockene Luft im Raum sein, wo der Igel gehalten wird.

Da ich schwanger bin, wollen wir nun sichergehen, dass wir trotz aller Hygienemaßnamen (nie ohne Handschuhe anfassen oder das Gehege reinigen, etc.) kein Risiko eingehen.Das ist sehr richtig, aber dennoch würde ich versuchen , diesen Igel in fachlich qualifizierte Hände abzugeben, Dabei helfe ich Ihnen gern, Sie kriegen eine PN von mir.

Ich versuche ein Foto anzuhängen, das wir gestern vormittag nach dem Wiegen gemacht haben.

Könnte es sein, dass er eine Pilzinfektion hat? Oder möglicherweise doch nur Mangelerscheinungen? Er wurde dahingehend nicht vom Tierarzt behandelt, allerdings war die Haut zu dem Zeitpunkt auch nicht schuppig. Im Gesicht gibt es keine Anzeichen. In dem Zimmer in dem das Igelgehege steht, herrschen etwa 20°C und etwa 50% Luftfeuchtigkeit.
Machen wir uns unnötig Sorgen, oder sollten wir doch noch einmal zum Tierarzt gehen? Sollten wir dann eher nach dem Bademittel fragen oder lieber nach dem oralen Mittel?
Er hat zwar nie gefaucht oder gar gebissen aber begeistert war er von seinem kurzen lauwarmen Bad unterm Wasserhahn ja auch nicht... Bitte lassen Sie diesen Tierarzt aus dem Spiel. Er hat schon genug dummes Zeug angerichtet, Wenn Sie mal in diesem Forum lesen, werden Sie haufenweiise Beispiele für tierärztliches Unvermögen finden. Dabei brauchen wir Tierärzte und gute zu finden wie Perlen im Ozean zu fischen. Tierärzte sind zum Wildtier Igel nicht ausgebildet, nicht erfahren, kriegen vom Finder selten ein Feedback aber fühlen sich wie die Größten und wurschteln zum Nachteil der Igel wild drauf los.



Ausführlichere Information:


Gefunden haben wir den Igel am 12. Oktober am Grunde einer 1,5m tiefen Sandgrube, möglicherweise erst nach einigen Tagen, den Buddel- und Kratzspuren zufolge. Nach Recherche hier im Forum und Katzenfutterkauf unsererseits, und Futterverweigerung im Rasen seinerseits haben wir ihn erstmal im Haus aufgewärmt. Dann haben wir ihn über drei Stunden abwechselnd gefüttert und Fliegeneier, Maden, Zecken und Flöhe entfernt. Samstagvormittag hatte dann zum Glück doch ein Tierarzt geöffnet, der auch nur fünf Euro für die Medikamente genommen hat. Das wußten schon unsere Ahnen, wat nix kost, is auch nix
Er hat ihm ein Spot-on Präparat auf den Rücken getropft und uns 10%ige Suspension Panacur für fünf Tage zur Entwurmung mitgegeben. Da geht es schon los -Das Spot one aufgetropft ohne es korrekt nach Gewicht zu dosieren, Dann Panacur mitgegeben zur Entwurmung. Panacur wirkt gegen die Parsaiten des Igels nur bedingt. Nicht jedes Wurmmittel wirkt gegen jeden Igelparasiten und mal wieder - natürlich keine Kotuntersuchung gemacht. Lassen Sie sich vom Arzt eine Spritze verpassen ohne Diagnose

Gehustet hat der Igel zum Glück nie. Der Igel wog 218g und hat erst nach zwei Tagen Würstchen und Pfützchen hinterlassen (worüber man sich alles freuen kann). Insgesamt kam uns das wie eine vernünftige Behandlung vor, allerdings waren wir weiterhin lieber vorsichtig, da der Tierarzt auf Nachfrage auch meinte, dass es keine relevanten Zoonosen gäbe (sicherlich auf Toxoplasmose bezogen). Keine Ahnung von Fröschen, aber immer feste mitquaken!!!!!!!!!!!!!!

Wir füttern ihn mit einer hälftigen Mischung aus Katzenfutter und kleingeschnittenen, gekochten Hühnerherzen, dazu kommt ein wenig Haferflockenbrei. Zunächst noch mit ein wenig Öl, seit einiger Zeit hatten wir das Öl weggelassen, da er zwischendurch recht viel auf einmal zugenommen hatteWen wundert es? Sie hätten besser die Haferflocken durch Weizenkleie ersetzt, die Hautveränderungen können durchaus bedingt sein durch einen Mangel an essentiellen FettsäurenGestern habe ich das Öl wieder rangemacht. Zur Abwechslung gibt es wie empfohlen Rinderhack, Rührei, Rippchen oder Hühchenknorpel zu knabbern, was er auch alles gut annimmt.
Wir protokollieren seine Gewichtszunahme, mittlerweile wiegt er 480g. Wir wollen ihn, mit noch ein paar Reservegramm mehr, im Schuppen überwintern lassenEs ist viel zu früh, ihn in einen Kaltraum zu geben, er nat viel zu wenig Reserven und es muß noch mal eine Kotuntersuchung gemacht werden, damit man weiß, ob er noch Innenparasiten hat, die ihn plagen könnten.


Vielen Dank für etwaige Hilfe!

Das Forum und die Pro Igel - Veröffentlichungen sind super und so viel hilfreicher für uns Igel-Neulinge gewesen als jede andere Quelle, ob online oder offline.
Vielen Dank dafür!

PS: Ich hoffe das Foto können zumindest angemeldete Forumsmitglieder erkennen? Ich weiß nicht, wie ich es sonst verkleinern soll, ohne dass es völlig unscharf wird...Das foto kam schon gut an. Ja, und bzgl der Ernährung werden Sie da auch noch Hinweise finden, Wichtig ist das Protokoll zu fühen, Der Igel sollte bis zu einem Gewicht von 600 g täglich um die 10 g zunehmen. Dann aber nicht mehr, dann stellt man das Futter von der Menge her so ein, daß er nicht mehr zunimmt, aber dann auch nicht abnimmt.
Bitte alles noch mal ganz genau studieren. Ich wieß, es ist viel, aber nötig, wenn Sie wirklich allein weiter machen wollen. Ich melde mich bei Ihnen per PN
»Pine« hat folgendes Bild angehängt:
  • Igelhaut.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Karin Oehl - Pro Igel e.V.« (8. November 2018, 06:53)


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Donnerstag, 8. November 2018, 06:41

Hallo Pine
Da antworte ich doch mal in Ihrem ausführlichen Schreiben
Mit freundlichem Gruß
mit hochstehenden Stacheln, aber nicht gegen Sie
Karin Oehl