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Mittwoch, 7. November 2018, 11:13

Schürfwunden am Körper beim Igel, durch Renner-Syndrom

Hallo,

am 16.09.18 haben wir 7 Igelkinder allein aufgefunden (die Mutter fanden wir auch, doch sie war leider nicht mehr am Leben).
Diese 7 Igelchen haben wir seit dem in Obhut und in einem Außengehege.
Sie gedeihen alle prächtig, doch seit die Borstel vor ca. 2 Wochen nun ihre Einzelgehege beziehen konnten, haben sich ihre Verhaltensweisen etwas geändert. So haben wir drei Igel dabei, die das "Renner-Syndrom" haben, allerdings weiterhin gut bis sehr gut futtern. Zu diesem "Renner-Syndrom" konnten wir jedoch schon wichtige Hinweise finden und sind auch dabei dieses Verhalten bei den Igeln möglichst abzustellen.

Heute früh trafen wir einen, den bisher "größten" Igel, in seinem Gehege bei Tageslicht (ca. 8 Uhr) an. Er ist auch einer von den "Rennern". Wir haben ihn genommen und sozusagen untersucht und mussten dabei feststellen, dass er sich durch seine Rennerei, immer an der Gehegewand entlang, eine Seite etwas blutig aufgerieben hat.


Unsere Fragen:
Wir möchten jetzt natürlich nicht irgendeine Salbe da raufgeben, die dem Igel vielleicht Schmerzen bereitet oder sogar schadet. Zur Soforthilfe hätte ich Aloe Barbadensis Miller im Haus, die wir selbst auch benutzen und möchte anfragen, ob das auch bei dem Igel nutzbringend wäre.
Oder können Sie uns eine Salbe aus der Apotheke empfehlen?
Oder ist es sinnvoller gar nix rauf zu geben?
Oder ist ein Arztbesuch unausweichlich? Wobei ja nicht alle Ärzte Igel behandeln.

Zum zweiten möchte ich anfragen, ob der Igel weiterhin draußen im Außengehege bleiben kann? Eine Infektionsgefahr könnte aber sicherlich durch Erde und Laub und anderes im Gehege bestehen. Oder sollten wir ihn lieber ins Haus nehmen?
Wenn ja, können wir seine Schlafkiste (diese ist stabil und sozusagen winterschlafgeeignet) dann auch mit hineinnehmen, damit er etwas Vertrautes hat oder lieber eine andere Pappschlafkiste für die Zeit anbieten und …
kann der Igel nach Genesung dann wieder zurück ins Außengehege, wenn alles schnell verheilt und die Temperaturen eine Rückgewöhnung noch zulassen?

Es ist ja unsere feste Absicht, die Igel möglichst so naturnah wie möglich zu versorgen und daher wäre die Überwinterung im Haus gern unsere wirklich letzte Option.

Viele Fragen! Doch diese sind uns wichtig und wir wären sehr, sehr dankbar, wenn Sie uns helfen könnten!

Anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass uns die Merkblätter und Hinweise von Pro-Igel nach dem Auffinden der kleinen Borstelchen eine sehr schnelle und kompetente Hilfe waren! An dieser Stelle einen großen, lieben Dank dafür an alle Ihre Mitarbeiter und für Ihre Mühe und Hilfe!!!

Viele Grüße

Tia

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Donnerstag, 8. November 2018, 07:07

Hallo Tia
Bei dem einen Renner -Igel, der sich verletzt zu haben scheint, würde ich wirklich empfehlen ihn bis zum Abheilen ins Haus zu holen
Sie können erst mal ein Bad machen mit Betaisadona Lösung
Draußen ist die Gefahr der Wundinfektion u. ggf des Befalls mit Fliegeneiern einfach zu groß.
Igel laufen normal immer im Schutz irgend einer Begrenzung lang. Da die Tiere ja draußen gehalten wären, wäre vor dem Winterschlaf doch noch mal eine Kotkonrtrolle auf Innenparasiten sinnvoll, auch bei dem verletzten Renner. Das renner Syndrom kann auch seine Ursache habe in einem Befall mit Innenparasiten.
Mit Salbe wäre ich zunächst zurückhaltend, aber die von Ihnen genannte Salbe ist eigentlich geeignet, aber bitte unbedingt nach Wunddesinfektion
Nach dem Bad Igel bitte in ein Schlafhaus, das noch nicht benutzt ist, auch aus Gründen der Infektionsgefahr.
Viel Glück und Erfolg und Ihr Lob an Pro Igel gebe ich gerne weiter an die Autorin und das Team
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

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Donnerstag, 8. November 2018, 18:30

Guten Abend Frau Oehl,

Dankeschön für die schnelle Antwort, wenn ich sie auch erst heute nach der Arbeit lesen und jetzt darauf antworten kann.

Wir haben uns aber schon gedacht, dass eine Aufnahme ins Haus erstmal unausweichlich ist und auch gestern schon Vorbereitungen getroffen, dass wir den Igel im Haus gut unterbringen und versorgen können. Das dieses "Renner-Syndrom" von Parasiten stammen kann, haben wir auch schon gelesen, sind jedoch auch noch dabei, einen igelfreundlichen Tierarzt in der Nähe zu finden. Die Praxis, in der wir damals mit den Igeln waren, gibt es leider nicht mehr.

Auch für die beiden anderen "Renner" konnten wir schon eine Veränderung im Verhalten durch die Umgestaltung der Gehege bewirken. Dennoch werden wir auch hier Ihren Rat beherzigen und versuchen eine Kotuntersuchen vornehmen zu lassen.

Nochmals lieben Dank und alles Gute auch für Sie!

Viele Grüße Tia

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Donnerstag, 8. November 2018, 19:49

Hallo Tia
Wenn ich Ihnen noch irgendwie helfen kann, lassen Sie es mich wissen.
L.GKarin Oehl

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