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Wednesday, November 22nd 2017, 12:21am

Zwei Igel in einem Igelhaus - ich hab' da glaub ein Problem

Hallo zusammen!

Wo soll ich anfangen - ich kopier' mal aus meinem Profil:
"...Bewohner eines Reihenhäuschens 100 Meter vom Feldrand weg. Allmählich
schließen sich die Baulücken in unserem knapp 15 Jahre alten
'Neubaugebiet' in der schönen, warmen Rheinebene und dieses Jahr fiel
bei mir im Gärtchen die Anwesenheit eines Igels mal richtig auf - Kot,
immer mal wieder kurze Sichtungen, kleinere 'Hindernisse umgepanzert'...

In der Folge (vor gut 10 Tagen) hab' ich mal vorsichtig angefangen,
mich schlau zu machen und 'mal eben schnell' ein Igelhaus aus alten
Regalböden gezimmert und das mit einer Wildkamera überwacht. In der
zweiten Nacht wurde es bezogen, ich hatte einen Gartenigel.Tipp vom
Igelprofi war: Vielleicht zufüttern andenken, so kurz vor dem
Winterschlaf - und optimal mal ein paar Kotproben abgeben...
Gesagt
getan, samt katzensicherem Futterhaus im Selbstbau und ein negativer
Treffer - arg viel Parasiten bei dem Kleinen - und 660 Gramm sind auch
nicht 'perfekt', schon gar nicht mit Bandwurm. OK, Entschluss zum
einfangen und 'mal durch-therapieren' mit Hilfe von Igel-Profi und
Tierarzt. Das läuft jetzt dann - und dann geht's im Forum weiter"

So, jetzt hab' ich einen Igel die nächsten paar Tage 'winterschlafsicher' hier einquartiert und morgen früh geht's zum Doc - so weit, so gut, aber dann:

Kommt eMail von meiner Wildkamera - NOCH ein Igel!

Nachdem der erste ja im Käfig sitzt - und ich mich schon über Futterverbrauch und das 'riesig' gebaute Nestchen im Igelhaus gewundert habe, bleibt nur der Rückschluß: Die wohnen hier zu zweit!

Petra von der 'Igelhilfe', mit der ich hier in Kontakt stehe, sagt, sie kenne das, ab und an mal würden die zu zweit überwintern. Bei meinem Fund kam ich noch nicht an die Unterseite, kenne also das Geschlecht noch nicht einmal, aber mit 686 Gramm und auffallend hellen Stachelstreifen würde ich eindeutig von einem jungen Igel ausgehen...

Plan jetzt: dem zweiten noch einen Käfig organisieren, ihn auch abfangen und in die Kur nehmen. Bis zum 'Wieder-Auswildern' will ich auf alle Fälle mal ein zweites Igelhaus stehen haben, aber ich wette, die wohnen tatsächlich bisher zusammen. Werde die beiden auch mal markieren,dann kann ich's später wenigstens nachverfolgen, aber ich bin mir ech schon fast sicher...

Jetzt hoffe ich, nicht nur 'starke, eigene Meinungen' oder Philiosophien von euch zu lesen - sondern Erfahrungswerte und jeden guten Ratschlag. ;)

Vielen Dank im Voraus!

2

Wednesday, November 22nd 2017, 7:43am

Hallo Markus
1. kommt es tatsächlich vor, vor allem bei Wurfgeschwistern, daß die gemeinsam winterschlafen und sich erst später trennen.
Ideal und igelfreundlich ist Ihr Umfeld ja gerade nicht, es ist manchmal erstaunlich , wo sich Igel als Kulturfolger dann so einfinden.

Es ist richtig, diesen Igel erst mal aufzunehmen und durchbehandeln zu lassen. Aber wichtig ist auch - solange er behandelt wird und mindestens 8 Tage danach sollte er im Warmraum stehen bei annähernd Zimmertemperatur und das gilt auch für den 2. Kandidaten.

Erst wenn die Igel völlig gesund sind
seit mindestens 8 Tagen keine Medikamente mehr bekommen haben
und das nötige Gewicht von ca. 600 g auf die Waage bringen

kann man an Überwinterung denken, das heißt
sie sollten ausbruchssicher und wettergeschützt in einem Gehege überwintern, wo sie ein Nest bauen können (großes Schlafhaus) in das sie zur Isolierung ausreichend Material eintragen können. Die Lauffläche wird dann nur noch gereinigt, weil Igel nicht auf Knopfdruck in den Winterschlaf gehen und weiter gefüttert und getränkt weren müssen, bis es so weit ist. Das Schlafhaus wird dann nicht mehr angerührt und in Ihrem Fall wären das zwei Gehege, die Sie bestücken müssen, denn zusammen sollten die zwei auf keinen Fall gesetzt werden, weil es möglich ist, daß es in Gefangenschaft zu bösen Beißereien kommt
Ich hoffe, es Ihnen verständlich erklärt zu haben.
Schaun Sie auch bitte noch mal unter www.pro-igel.de und dort gibt es Merkblätter zu allen Igelthemen , auch zur Überwinterung in Menschenhand http://www.pro-igel.de/merkblaetter/merkblaetter.html#merk

Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

This post has been edited 2 times, last edit by "Karin Oehl - Pro Igel e.V." (Nov 22nd 2017, 9:41am)


3

Tuesday, November 28th 2017, 11:21pm

Hallo Karin!

So, es tut sich was im Hause. Beide Igel sind ein 'Kurzzeitpflege' aufgenommen und versorgt, futtern wie die Räuber und nehmen zu. Noch zwei Tage, dann gilt theoretisch 'parasitenfrei'. ...und inzwischen kann ich dann auch Igel spritzen, da hilft die Erfahrung aus der Humanmedizin und von meinen Hunden doch deutlich. Spart den Transport zum Tierarzt - und damit den Stress. Jetzt gilt abwarten und die Igelchen auskurieren, dann geht's an das Thema Überwintern. ^^

Große Gedanken machen sich breit: Mein kleines Reihenhausgärtchen ist sicherlich nur ein winziger Teil des Reviers gewesen, wenn ich gucke, wie lange die beiden unterwegs waren (Wildkameras / Fotofallen sind ne tolle Erfindung!) Einen Nachbarn werde ich einfach versuchen, einzubinden - da wäre eine schöne, laubbedeckte Rabatte an der Grenze zu mir gut in ein 'Igelgehege' einzubeziehen. In die andere Richtung wird sich da eher nichts bewegen lassen, leider. Damit komme ich, ohne uns Menschen und meinen Hund zu arg einzuschränken, auf zwei Freigehege mit einmal gut 8 und einmal gut 6 qm. Schlaf- und Futterhaus ist jeweils kein Problem, das ist meine klassische 'Basteldomäne' - und der erste Satz steht ja schon draußen, der war ja der Anfang des ganzen... Am Überlegen bin ich immer noch, ob ich den 'Großen' nicht wieder einfach in die Freiheit entlasse (mit Futter und Schlafhaus und 'kameraüberwacht' und nur den Kleineren wirklich überwintere - aber da bin ich erstens unsicher und zweitens so flexibel, dass ich das kurzfristig entscheiden und umsetzen kann.

Nochmal darüber nachgedacht, wundert es mich nicht mehr, dass die beiden hier Quartier bezogen haben. Gerade im letzten Jahr haben wir hier am Feldrand nochmal ordentlich 'igel-taugliche' Flächen durch Neubauten oder 'Grundstücksflege' verloren... :pinch:

Eine technische Frage hab' ich noch: 'Rattenklappen' an den Futterhäuschen. Einerseits würde ich die gerne einbauen, auch an Nagern mangelt es hier nicht - andererseits: Nehmen Igel die wirklich so problemlos? :huh:

Achja... Da war noch die Artenspezifikation... :P Jedes Mal beim Putzen der Käfige frage ich mich eins: Könnte es sein, dass ich keine 'europäischen Braunbrustigel' hier aufpäpple - sondern ganz 'gewöhnlich Schweinigel'??? ^^

Liebe Grüße,

Markus

4

Wednesday, November 29th 2017, 6:55am

Hallo Markus

Zunächst das, was mir ganz wichtig ist:

Sie werden die Tiere doch nicht in den Garten setzen, wo sie ausbüxen können

Diese Tiere brauchen ein ausbruchssicheres Gehege mit Winterschlafnest für diesen Winter. Für eine Auswilderung im Garten ist das Jahr längst zu weit fortgeschritten
Wenn Sie das planen , dann hätten sie besser drauf gehaun, dann hätten es die armen Tiere schneller hinter sich gehabt.
jetzt möchten Sie mir aufs Maul haun, verstehe ich, aber bei mir läuten die Alarmglocken.
Vielleicht ist auch alles nur ein Mißveständnis.
Auch wenn Sie nur ein Reihenhaus haben, haben Sie vielleicht ein Gartenhäuschen, einen wettergeschützten Balkon o.Ä.-

Schaun Sie doch bitte da noch mal genau nach, bes. in das Merkblatt Überwinterung in menschlicher Obhut.

http://www.pro-igel.de/merkblaetter/merkblaetter.html#merk

Noch was - solange die Igel solche schweineigel sind und in ihr Schlafhaus koten und pieseln, sind sie noch längst nicht winterschlaffertig

Voraussetzung für den Winterschlaf ist.
Völlige Gesundheit
ausreichendes Gewicht
Seit mehr als 8 Tagen keinerlei Medikamente mehr (die müssen verstoffwechselt sein)
Die Igel werden im gesicherten Gehege so lange gefüttert , bis sie von allein in den Winterschlaf gehen.
und gerade Jungigel gehen nie auf Knopfdruck in den Winterschlaf, sie verschwingen mal ein paar Tage, dann wollen sie wieder fressen
Sie üben ja noch und haben noch keinerlei Erfahrung

Notfalls, ehe was schief läuft, biete ich Ihnen an, meine Telefonnr. zu geben, damit wir reden können
Mit freundlichem aber doch sehr besorgtem Gruß
Karin Oehl

5

Wednesday, November 29th 2017, 6:35pm

Hallo!

Nein, keine Panik! Alles wird gut! ;)

Ja, in der Tat, beim größeren der Beiden hier stand - in Absprache mit der örtlichen 'Igelhilfe' - die Doch-Noch-Auswilderung zur Debatte. Er käme ja in das bekannte Revier und das vertraute Igelhaus zurück, wiegt knapp 700 Gramm und war bisher auch standorttreu, kennt die Futterversorgung - und sogar einen Tränkenwärmer hat er da draußen schon. Da ging die Überlegung eben gerade in Richtung, dass es hier, in der oberrheinischen Tiefebene, je nachdem, wie lange er bei mir braucht, vielleicht doch noch nicht zu spät dazu ist.

Bei der Kleinen (Ich muss das nochmal sagen: Bisher kennen wir das Geschlecht der beiden nicht wirklich. Das ist Quasi im Umgangston entstanden. Der 'Große' - anfangs mit 200 g mehr - ist behäbiger, größer, insgesamt gemütlicher. Die 'Kleine' war erstmal ordentlich zickig und ist halt kleiner - das muss eine 'Sie' sein. :P)

Also, bei DEM kleineren Igel war's von Anfang an, nach dem ersten Wiegen, sehr, sehr dazu geneigt, das 'betreute Überwintern' anzustreben - daher auch die Vorplanungen zum Gehegebau.

Und, nein, ins Häuschen koten tun sie zum Glück nicht mehr, das hat der Große anfangs noch - was sie aber nicht daran hindert, den kompletten Hasenkäfig jedesmal erneut 'umzugestalten' - Wassernapf umgeworfen, Häuschen komplett verschoben, Papierschnippsel aus dem Häuschen raus - z.B. in den Wassernapf reingelegt - und dafür gannze Blätter Küchenpapier reingezogen usw. Es kam schon die Frage auf, ob die beiden in der Saison bei einem Abbruchunternehmen arbeiten... ^^

Aber, zurück zum Thema: Ich würde sagen, ich mache morgen mal ein paar Fotos des Gärtchens hier und schicke sie Dir. Mir gehen so ein paar Ideen im Kopf rum aber ich hab' keine Ahnung, wie ich das am besten umsetze, um 'igelkorrekt' zu bleiben. Grundidee: Vielleicht taugt es, meinen sowieso nur über eine eingeschränkte Zahl Zugänge für Igel erreich- bzw. verlassbaren Garten in zwei Gehege aufzuteilen, ggf. unter Einbeziehung einer Teilfläche beim Nachbarn. Ich werd' mal fotografish und kreativ und melde mich!

Beruhigende Grüße,

Markus

6

Thursday, November 30th 2017, 7:10am

Hallo Markus
Also grundsätzlich -zu dieser Jahreszeit ist eine Auswilderung Tierquälerei, ob nun in bekanntes Terrain oder fremd ist wurscht. Daran zu denken ist erst wieder, wenn die Nachttemperaturen +8° nicht mehr unterschrreiten und damit der Boden so warm ist, daß bodenlebende Insekten für Igel wieder verfügbar sind. Es ist natürlich gut, wenn ein Igel, der ja ein gutes Ortsgedächnis hat, an den Fundort zurück gesetzt werden kann.
Ob dieses Ortsgedächnis bei Jungigeln schon so funktioniert, wage ich zu bezweifeln und ebenso ob der Lebnsraum für eine Auswilderung geeignet ist.
Zunächst gilt -Igel mit Gehege wettergeschützt und mit gut isoliertem Schlafhaus in einen Kaltraum zu setzen, Das kann ein Gartenhaus sein, eine überdachte Terrasse, eine unbenutzte Garage etc. Dort wird er weiter versorgt, außer daß man dann ans Schlafhaus nicht mehr drangeht. Der Igel wird irgendwann schlafen gehen und dann bekommt er nur noch als Notration Katzentrockenfutter und Trinkwasser, bzw. Pulverschnee, falls vorhanden. Wenn das Wasser schnell einfriert, stellen wir heißes Wasser raus, dann dauert es bis zum Einfrieren länger.
So läuft das Häschen.
Ja, bitte schicken Sie gern Bilder, denn dann kann man sich besser eine Vorstellung machen.
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

7

Thursday, November 30th 2017, 1:04pm

Hallo Karin!

...ich nehm' jetzt einfach mal das Du auf und behalte es... Falls das nicht OK ist, bitte Bescheid geben!

Jetzt versuch' ich mal, das ganze halbwegs kurz in Worte zu fassen:



Das ist das Gärtchen...

Und damit fing alles an:



in
dieser Ecke, in der Übersicht oben rechts, hinter dem Häuschen, tauchte
immer wieder ein Igel auf. Daher kam da erst mal das Häuschen hin, dass
am gleichen Abend noch bezogen wurde. Rein optisch war der Igel nicht
gerade der Dickste, so kam die Futterstation (Mitte Oktober) dann dazu
(die ist innen nach dem Vorbild von Pro-Igel, also Labyrintheingänge. In
der Futterstation konnten wir dann auch Kotproben nehmen, die unsere
Tierhilfe Frankenthal e.V., Petra Sommer, zu der ich Kontakt gesucht
hatte, untersuchen lies - und siehe da, nicht nur die ganz natürlichen
paar Parasiten, nein, eine Parasitose mit Band- und Lungenwürmen samt
Kokzidien. :-(
Daher folgte der Entschluss, den Igel in Pflege zu nehmen und ihn einmal durchzutherapieren.
Als
er dann gerade den ersten Napf Futter in Gefangenschaft verputzte,
lösten die Wildkameras wieder aus - durch einem Igel! Nachgeschaut und
'die Kleine' sitzt im ausgeräumten Häuschen und faucht mich an... 8|
Erstmal frisches Futter rausgestellt und wieder Nistmaterial geliefert -
und tags drauf eine zweites 'Krankenzimmer' eingerichtet und den
Zweiten eingefangen - ich glaube, 535 Gramm zu dem Zeitpunkt, müsste ich
nachgucken.
Mit dem Großen waren wir derweil beim TA, da lief also
die Entwurmung schon an - und ich hab' mir gleich einen Satz Medikamente
für den Zweiten mitgenommen und mir das Spritzen zeigen lassen. (Von
Haus aus komme ich aus dem Rettungsdienst und bin dementsprechend mit
Nadeln und Spritzen gut vertraut - und die theoretische Anleitung in der
Tierarzt-Broschüre von euch hat mich auch gut vorbereitet)

Soweit
alles kein Problem gewesen, das kam erst jetzt: Auswildern oder nicht?
Wie und wo überwintern? Taugt es für den Winterschlaf oder 'darf' (Gott,
das wäre mit Innengehege ein echter Act geworden!) ich die beiden
drinnen behalten - also werden sie fit oder nicht usw. Sicher war mir
nur eins von Anfang an: Ein zweites Igelhaus muss sein - selbst wenn die
beiden sich zu zweit in das eine klemmen und sich gegenseitig beheizen,
das muss nicht gut gehen, wenigstens nicht den ganzen Winter. Alles
andere danach war mir ein Rätsel. Absehbar wurde dann, dass der Große
gut fit wird und vom Gewicht her (hat von knapp 630 auf 745 g zugelegt -
während der Therapie! ...es ist ein Rührei-Junkie!) wohl kaum in
Probleme kommen wird - und die Kleine wohl doch bissi knapp dran ist und
wahrscheinlich ein betreutes Überwintern brauchen wird. Klar, für einen
Igel auch kein Stress im Gärtchen, das krieg ich hin.

Dann
kommst Du und lässt mich 'erfrischend deutlich und wirklich überzeugend'
wissen, dass das so nix ist - im Gegensatz zur Aussage, die ich hier
von Petra hatte. OK, glaubhaft dargelegt und dann war ich am Grübeln,
wie ich das hinkriege. Du siehst, der Garten ist nicht besonders toll
geeignet - aber ich hab' eine Idee:



Die
Idee dazu: Die vorhandene Igel-Ecke wird, mit einbindung der Rabatte
beim Nachbarn, zu Gehege 1. (Rote Markierung oben und die Gelben Linien
rechts oben.)
Der Schrank auf der Terrasse kommt auf die anderes
Seite, da entsteht ein klassisches Freilaufgehege , Nummer 2 (rotes
Rechteck unten) und auch das kriegt eine Verbindung zu Nachbars Rabatte -
die abgezäunt (6-Eck-Geflecht) und getrennt wird, um zwei separate
Bereiche zu erhalten.
Diese Gehege sind quasi immer da und frei
zugänglich - während der Winterschlafzeit sollte das reichen und es ist
ja dann jeweils eine Futterstation und ein Schlafhäuschen vorhanden.
Parallel teile ich mit Gittern (die, sollte es zu Zoff zwischen den
Igeln kommen, mit Sichtschutz versehen werden, entlang der orangenen
Linien mehr Fläche ab, die mir besonders für das Frühjahr am Herzen
liegt, wenn sie nicht nur durch Futter vom Menschen wieder zunehmen
sollen und jagen gehen.
Wo jetzt noch der Schrank steht, entsteht das Gehege - wahrscheinlich teilweise überdacht:



Der geschützteste und immer noch ruhigste Platz, nach der Ecke, die sich sich selbst ausgesucht hatten.

Die
Schlupflöcher nach draußen lassen sich mit geringem Aufwand schließen,
dann haben sie so viel Fläche wie es nur irgend geht. Die 2 qm Fläche
aus dem Säugetiergutachten sind immer gewährleistet - dank meines
'Lieblingsnachbarn' sollte ich mich auf einen Besuch der Amtsveterinäre
einrichten... Der wollte von mir schon, dass ich nicht mehr mit dem Hund
an seiner Haustüre vorbei laufe - wegen der Verschmutzung... - und im
Normalbetrieb haben Mensch und Tier keine Probleme mit der Nutzung der
restlichen Fläche. Tagsüber Mensch und Hund, ab Abends Igel ;) Umgekehrt sind die Igel sicher vor dem und ungestört vom Hund - auch wichtig.

Aktuell
meine größten, offenen Fragen: Glaubst Du als Profi, die Idee taugt
was? Muss ein 'Hasendraht' bei 50 cm Höhe wirklich die
Überkletter-Sperre am oberen Rand bekommen? Was würde als Bodenbelag für
das Gehege auf der Terrasse taugen?


Liebe Grüße,

Markus

8

Thursday, November 30th 2017, 2:20pm

Hallo Markus
Das ist ein Haufen guter Ideen,
Ja, der Maschendrahtzaun wird von Igeln leicht überklettert und braucht unbedingt da eine Sicherung. Der Boden wird auch leicht untergraben, also auch da sind Sicherungsvorkehrungen nötig.

Ich bin immer ein großer Skeptiker, wenn Winterschlafgehege auf dem normalen Boden, mit Rasen etc stehen, denn wenn Igel laufen, dann auf dem Boden, den sie auch verschmutzen. Solange sie wach sind, ist eine Infektion immer möglich und die Tiere waren lange genug drin, um etwas empfindlicher zu werden.
Was wäre mit einem Hasenkäfig für jeden Igel , so groß wir möglich auf der überdachen Terrasse und den wetterfest abgeschirmt, der ist gut zu reinigen und die Tiere gut zu versorgen.
ich denke, das kriegt dann auch der """Nette Mensch von nebenan""" nicht so mit.
-Das wäre bis zum Frühjahr die einfachste Lösung.
Mit freundlichem Gruß und danke für die aufschlssreichen Bilder
Karin

9

Thursday, November 30th 2017, 11:44pm

Hallo!

Hm... Käfig... Das klingt mir einfach bissi zu klein :( - maximal 1,20 x 60 gibt's zu kaufen. Dann doch eher 'Gehege', aber eben entsprechend. Ich denk' mir mal was aus - und wetterfest und gut zu reinigen, auch der Boden, sowieso. ;) Maschendraht verliert bei mir gerade plötzlich viel an Sympathie... :huh:.Vielleicht im Frühjahr, als Trainingsgebiet...

Styropor als Unterlage - nicht zuletzt zum Höhenausgleich. Obenauf ne Holzplatte und da drauf z.B. PVC-Boden - gut zu reinigen, hält das Holz trocken... *grübel* OK, das wird was, was baubar, erschwinglich und passend ist.

Danke für die vielen Tipps bisher, ich melde mich mit konkreteren Ideen. Bis das letzte Baycox verstoffwechselt ist, habe ich noch mindestens 10 Tage Zeit... ;) Bis dahin hab ich was Taugliches bewohnbar. Der Baumarkt meines Vertrauens wird sich freuen :D 8) Und mein 'Basteltrieb' erst recht!

Liebe Grüße,

Markus

10

Friday, December 1st 2017, 7:56am

Hallo Markus

Ich arbeite mit Käfig und bin da sicher - nachher gut zu reinigen, zu desinfizieren und ausbruchssicher. Natürlich ist die Grundfläche klein, aber der Igel kommt da rein, wenn er winterschlafen soll und bald auch wird. Dann rennt er sowieso nicht mehr rum. Also -warum solche Ansprüche an die Größe der Fläche. Und kaufen? Tierheime haben davon Massen und verleihen sie oder geben sie gegen eine kleine Spende gerne ab.Warum also viel Geld ausgeben und Zeit investieren?

Für Ihr Ansinnen Styropor zu verwenden kriegen Sie gleich eine Kopfnuss.
Auch wenn Sie gedenken, was drüber zu packen -um Gottes Willen kein Styropor in Igel-Nähe. -Erst gestern bekam ich wieder einen Igel, der aus Gründen der Wärme im Styropor saß, natürlich hat er gekratzt und die Perlen waren im Futter.

Schon mal haben wir aus Gründen, die erst die Obduktion klärte, erlebt, daß diese Perlen im Verdauungstrakt aushärten und zu einem Darmverschluss führen können, die Igel verenden qualvoll . Wo überwintern Igel in der Natur? Die brauchen keine Fußbodenheizung.
Und Igel kratzen und finden immer einen Weg, Material abzubauen, Langsam kennen Sie die doch auch, was die nachts anstellen.

Kein Igel ist in Gefangenschaft glücklich, Der Winterschlaf verkürzt in ihrem Bewußtsein ja auch die Zeit der Gefangenschaft. Es ist einfach eine 2. Chance, die wir zum Leben geben. Kein Mensch ist im Krankenhaus glücklich, aber es kann eine Chance sein, weiter zu leben. So müssen sie die Gefangenschaft eines Igels verstehen.
Natürlich soll er es in dieser Zeit so gut wie möglich haben. Aber sind unsere Ansichten von gut haben wohl die Gleichen, die ein Igel hat?

Also noch mal gründlich nachdenken, nicht über die Ecken und quer denken, sondern den einfachen Weg wählen. Er funktioniert - - -bei mir schon 40 jahre lang.

Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

11

Saturday, December 2nd 2017, 12:50am

Guten Morgen!

Also, mit dem Käfig komm' ich - allein den gesamten Empfehlungen der Fachwelt nach - ganz persönlich nicht wirklich zurecht. Das ist irgendwie wie Labortierhaltung für mich. Klar, funktioniert - aber irgendwie... Zudem, gerade hier in der Situation. Auswildern aus dem Käfig heraus hieße quasi direktes freilassen - keine Chance für das Tier, aus dem vetrrauten Bereich heraus zu jagen und natürliches Futter zu erwischen. Das geht nur, mit Gehege.
Zudem: eine Überdachung habe ich gar nicht - jeder Kaninchenkäfig steht zwangsweise im Freien - und wird zur Badewanne, so lange ich nichts 'baue'. Ein Käfig auf der Terrasse hieße auch, dass mein Hund direkten Kontakt dazu hat und ich da jedesmal Aufwand mit habe - außer ich baue eine Trennmöglichkeit, irgendwie.

Wie ich auch in meinem Text stehen habe: Das Styropor will ich unten drunter verwenden - ich muss ein wenig Höhe ausgleichen und brauche einfach eine Möglichkeit dazu. Zwischen Igel und Styropor ist ein Brett angedacht. Das die Mischung aus Styropor und Tieren grundsätzlich nichts taugt, ist wohl bestens bekannt. Eine 'schiefe Ebene', auf der ein Schlafhäuschen wegrutscht, ist aber für ein Gehege oder einen Käfig bestimmt auch nicht das praktischste. Daher: Ausgleich schaffen - ohne großen Aufwand, kostengünstig, tiersicher, pflegeleicht und nicht vergammelnd. Die Isolierwirkung ist mir dabei ziemlich egal - auch wenn das letzte Igelnest, dass ich im Frühjahr gesehen habe, eine beachtliche Moos-Isolierung nach unten hatte - ich war erstaunt.

So kam ich zum jetzigen Gehege-Plan:
Den vorhandenen Platz nutzen und mit dem vorhandenen Igelhaus und Futterstationen planen - beides muss hier katzensicher sein, davon haben wir mehr als genug - und ein Plätzchen bauen, aus dem heraus die Igel auch im Frühjahr Zugriff auf genug natürlichen Lebensraum haben, um sicher ausgewildert zu werden. Klar, für den reinen Winterschlaf nur bedingt interessant. Dann will ich eben auf Nr. sicher gehen und potenziellen Ärger mit z.B. DEM Nachbarn vermeiden - und trotzdem mein Gärtchen für mich und Hund nutzbar halten (Ja, mein 'bekloppter' Labbi will auch im Winter mit Herrchen Ball spielen! :D ). Nicht mehr, nicht weniger.

Die reine Käfighaltung - ohne eine anschließende Möglichkeit zur kontrollierten Auswilderung - geht nicht an mich ran. Ich habe zwar andererseits auch nicht vor, jetzt eine Igelvoiliere mit beheizten Schlafzimmern und separtem Spielzimmer bauen - aber irgendwie einen vernünftigen Kompromiss sollte ich finden. Wenn es nach meinem zitiertem 'Basteltrieb' ginge, fielen mir ganz andere Sachen ein :whistling: Interessant wäre bestimmt ein Napf auf einer Waage - um zu verfolgen, wieviel die 'Schätzchen' denn fressen. Aber da ist natürlich die Sache mit der Verdunstung bei Temperatur und Luftfeuchte - ach, da müsste man ein paar Sensoren basteln... :D :wacko: :D :D

Morgen soll es hier relativ schönes Wetter geben, da geht's dann los mit dem Basteln. Einfach,praktisch, funktional...

Liebe Grüße aus dem Süden,

Markus

12

Saturday, December 2nd 2017, 7:01am

Hallo Markus
Ich glaube , ich habe mich mißverständlich ausgedrückt
Der Käfig sollte nur für den Winterschlaf sein, bis die Herrschaften erwachen. während des Wintersclafes braucen sie ja wirklich keine große Lauffläche. Da sind sie im Käfig sicher und wohl verwahrt. Bis zur Auswilderung könnten Sie Ihrem Basteltrieb noch ausreichend Raum geben.
Das wäre im Sinne Ihrer Igel und der g u t e n Nachbarschaft.

Mit freundlichem Gru´ß
Karin Oehl

13

Sunday, December 3rd 2017, 12:01am

Guten Abend, Karin!

Ahh, ja, jetzt fiel bei mir der Groschen auch - Danke! :rolleyes:

Ich hab' jetzt einen tauglichen Kompromiss gefunden, bei 'nur Käfig' hätte ich ja gleich ein paar Probleme gewonnen - kein Dach dafür vorhanden (ich müsste wenigstens was basteln, damit das ginge), keine hunde- und menschenfreundliche Fläche vorhanden usw. Jetzt hab' ich glaub' alle Interessen unter einem Hut und das Material beisammen. 8o

Wenn das Wetter es zulässt (gemeldet sind Schnee, Regen und Minusgerade), geht's los und ich melde mich mit Fotos. So lange ich draußen nichts machen kann, gibt's im warmen Keller Schlaf- und Futterhäuschen zu bauen. ;)

Die beiden Racker 'schwitzen' die nächsten Tage sowieso noch die Medikamente aus, Zeit habe ich also. Und, ihr Futter finden sie zum Zunehmen lecker. ^^

Grüße aus dem 'Schietwetter',

Markus

14

Monday, December 4th 2017, 7:19pm

Hallo Markus
Normal haben solche Käfige aber einen Deckel, keinen festen, aber einen der den Igel am rausklettern hindert.

schicken Sie doch mal , wenn es geht Bilder.
L.G:auch aus dem Schietwetter
Karin Oehl

15

Monday, December 4th 2017, 11:22pm

Hallo!

Ja, OK, dieses mal hab' ich das Missverständniss ausgelöst. Die Käfige haben natürlich ein Gitter - auch als Dach. Aber, draußen habe ich nirgendwo eine überdachte Möglichkeit, Käfige abzustellen! Nachdem sie aber eine geschlossene Bodenwanne haben, stünde, ohne Dach drüber, ruck-zuck das Wasser darin. :pinch:

Ich schick' Fotos sowie ich draußen dran konnte - der Schnee ist geschmolzen, es trocknet ab - morgen geht's los mit den 'Bauarbeiten' :D

Liebe Grüße,

Markus

16

Tuesday, December 5th 2017, 7:27am

hallo Markus
Langsam nähern wir uns einem Verständnis, Ja, bitte schicken sie mal ein Bild mit
Bei mir kommen noch verelendete 200 g Igel an
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

17

Thursday, December 7th 2017, 11:06pm

Hallo!

So, jetzt aber - der 'Rohbau' steht:

2 Igelgehege, orientiert an dem Plätzchen, dass sie sich ursprünglich im Garten ja ausgesucht hatten, was den Schutz angeht. Beide kriegen noch verschließbare Ausgänge nach außen, für's Frühjahr und das Auswildern nach dem Winterschlaf halt. SO bleibt Hund, Mensch und Igel alles erhalten und es passt am Stück bis zum Auswildern.
Mehr Bilder folgen wenn ich weiter bin - jetzt musste es erstmal soweit werden, das schlechte Wetter kommt.





Geplant ist das ganze jetzt noch katzensicher zu machen, das ist hier, mit unseren vielen Katzen in der Nachbarschaft, noch ein muss und es mit Schlaf- und Futterhäuschen einzurichten. Zwischen Holz und (Schwein-) Igel kommt noch eine entsprechende Schutzschicht (Milchtütenkarton, auch bekannt als Baupappe oder Baupapier) und entsprechend Zeitung o.ä.

Ja, einerseits ein Haufen Arbeit - aber die macht mir Spaß! Und zum zweiten kommt es so den Interessen aller weitestgehend nach - alles mit weniger Aufwand wäre irgendwo 'doof' geworden. Drum hab' ich auch weitergedacht: Das ganze ist zerleg- und einlagerbar - und sollte eine Widerverwendung problemlos überstehen. Entweder, ich lagere es selbst oder - wenn sich die Gelegenheit findet - ich spende es passend weiter, wenn die Bewohner ausgezogen sind.

Am Rande noch angemerkt: Von unten ist's entsprechend gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt und die Außenseiten haben Leinöl bekommen.

Müde :sleeping: Grüße,

Markus

18

Friday, December 8th 2017, 7:14am

Hallo Markus
Da haben Sie tolle Arbeit geleistet.
Unglaublich!
Wie hoch ist die Kantenlänge?
Igel sind wahre Klettergenies. Und der Ausgang sollte jetzt bitte nicht nutzbar sein.
L.G.Karin Oehl

19

Friday, December 8th 2017, 7:45am

Hallo Karin!

:D Herzlichen Dank!

Der seitliche Rand ist 50 cm hoch - und obenauf folgen noch Brettchen, die einmal als Auflage für Katzenschutzgitter dienen, zum anderen einen 'Überhang' darstellen, der schwer zu überklettern sein dürfte. Und, ja, die Ein- und Ausgänge bleiben sicher verschlossen! ;) ...trotzdem mag ich nicht im Frühjahr verpennte - oder schlimmer: frisch aufgewachte - Igel mit der Säge berven, die mach ich lieber jetzt noch fertig... ICh weiß ja, wie verpeilt :wacko: ich nach acht Stunden Schlaf bin - wie ist dass dann erst nach Monaten Schlaf?? :D

Mal sehen, ob ich heute weiter komme - Petrus scheint nicht besonders gnädig... :pinch:

Die Grundfläche entspricht übrigens je 2 qm - auch da auf der sicheren Seite. :whistling:


Grüße aus dem Regenwetter,


Markus

20

Friday, December 8th 2017, 8:04am

Hallo Markus, perfekt!
Ja, es ist wichtig, daß die Fassandenkletterer nicht vor der Zeit ins Freie kommen.
L.G:karin Oehl