Hallo Juni
Es ist natürlich schade, daß der Igel entwischt ist, denn Ihr erster Eindruck war ja auch, daß er krank war.
Schwerpunktmäßig ist in der Bevölkerung immer so im Kopf - jetzt finden die nichts mehr zu fressen und wir müssen päppeln
Auch aus Ihren Angaben entnahm ich den Schwerpunkt.
Weil wir in der Regel keine heimischen, sondern eingebürgerte Pflanzen in unseren Gärten haben - und der Igel ist nun mal zwangsläufig Kulturfolger geworden , fehlen aber dort die Insektenarten, die er als Nahrung braucht - also erfolgt der Rückgriff auf Würmer und Schnecken, die die Zwischenwirte seiner Innenparasiten sind und wenn der Igel fast ausschließich solche Nahrung zu sich nimmt, ist er im Inneren stark verparsitiert und damit erreicht er oft sein Winterschlafgewicht nicht mehr. Diese Parasiten und natürlich auch das Umfeld führen dann auch zu einer hohen Infektionsrate und solche Dinge heilt man nicht mit Päppeln und füttern.
So kann man annehmen, daß der Igel sich bei Ihnen kurz erholt hat und dann mit seiner verbliebenen Kraft den Ausbruch startete.
Kein Wildtier -und der Igel ist und bleibt ein Wildtier - fühlt sich in Menschenhand wohl.
Ob er so den Winter übersteht? Schwer zu sagen.
Es ist schon wichtig, wenn man ein Tier aufnimmt, es sicher unterzubringen und gut zu beobachten und auch zeitnah bei kundigen Tierärzten behandeln zu lassen.
Die Symptomatik, die Sie eingans beschrieben, ließ auf einen kranken Igel schließen
Die Leute reden alle nur von Gewichten, die sie jetzt haben müssen, Das it einfach viel zu kurz gegriffen. Man muß sich die Form anschaun - sie sollte tropfenförmig und nicht walzenförmig sein.
Unter
www.Pro-Igel.de
kann man noch wesentliche andere Merkmale nachlesen.
Nun hoffe ich, daß der Ausbrecher eine Chance hat.
Mit freundlichem , aber sehr besorgtem Gruß
Karin Oehl