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Sunday, April 23rd 2017, 7:28pm

Tagaktiver Igel

Habe mich hier im Forum angemeldet, weil wir seit 4 Tagen einen kleinen tagaktiven Igel im Garten herumlaufen haben.
Hab ihn heute gewogen, er wiegt 343 Gramm.
Wollte ihn zunächst nicht füttern, da ich gehofft habe, dass der Ausflug am Tag ein "Versehen" war, und er wieder zu einem eher natürlichen Dämmerung- bzw. Nachtrhythmus wechselt. Als er gestern aber am 3. Tag in Folge längere Zeit im Garten herumgelaufen ist und auf Grund seiner geringen Größe habe ich mir doch Sorgen gemacht und ihm Katzennassfutter und Wasser hingestellt.
Gestern hat er am späten Vormittag ca. 40 Gramm gefressen, Rest blieb liegen, danach war er verschwunden. Am späten Nachmittag das Gleiche: ca. 40 Gramm gefressen, Rest auf dem Teller gelassen, wieder verschwunden. Heute habe ich ihn den ganzen Tag nicht gesehen, erst gegen 17 Uhr ist er aufgetaucht, hat gefressen und ist danach wieder verschwunden.
Verletzungen konnte ich keine entdecken, er wirkt auch nicht krank auf mich (habe hier aber nicht viel Erfahrung, um das wirklich beurteilen zu können), bei Berührung oder wenn unsere Hunde ihn entdecken, rollt er sich auch sofort ein. Auffallend ist, dass er auf einigen Rückenstacheln einen pinkfarbenen Farbfleck hat. Kann mir kaum vorstellen, dass er sich diesen Fleck in der Natur zugezogen hat, sieht irgendwie künstlich aus, als ob ihn jemand markiert hätte.

Bin jetzt in dem Dilemma, dass ich ungern durch mein Zufüttern seine Fähigkeit zur natürlichen Nahrungssuche in der Nacht beeinträchtigen möchte, andererseits aber Bedenken habe, dass er tagaktiv ist, weil er unterernährt ist.
Wäre für jeden gutgemeinte Rat dankbar.

2

Sunday, April 23rd 2017, 8:50pm

Guten Abend Asa,

Bitte nehmen Sie den Igel auf in einen warmen Raum ab 18 Grad. Ein tagaktiver Igel zeigt durch seine Tagaktivität seine Hilfebedürftigkeit an bzw ist es ein Indiz für Krankheit. Ein gesunder Igel ist nachtaktiv.

Höchstwahrscheinlich hat jemand diesen Igel überwintert und voreilig ausgewildert. Es ist derzeit viel zu kalt, als dass der Igel vernünftige Nahrung finden würde. Dies ist erst ab einer Nacht Temperatur von dauerhaft 8 Grad möglich, zu diesem Zeitpunkt hätte das Tier auch erst ausgewildert werden dürfen.

Bitte bringen Sie den Igel in einer ausbruchsicheren Kiste oder ähnlichem unter und bauen ihm ein kleines Kartonhaus mit einem Eingang 10 x 10 cm und einem Handtuch drin. Bitte weiterhin Katzen Nassfutter anbieten mit einem Schuss Speiseöl und einem Teelöffel Weizenkleie oder Haferflocken oder Rührei ohne Gewürze + ein Schälchen Wasser.

Bitte wiegen Sie den Igel morgen früh, ob er an Gewicht zugenommen hat, abgenommen hat oder das Gewicht stagniert. Die Gewichtsentwicklung ist eine mit entscheidende Angabe, ob es dem Igel gut geht oder nicht, des weiteren sollte er drinnen nicht tagaktiv bleiben, höchstens mal zum Pippi machen aus seinem Häuschen kommen. Bitte beobachten Sie auch den Kot, ob er eine feste schwarze Wurst ist oder Durchfall, grüner, schleimiger oder blutiger Kot. Dann noch etwas, ein Igel kann nur fressen, trinken oder Medikamente erhalten, wenn der Bauch warm ist, deshalb muss er in einen warmen Raum und zur Not, falls er sich kalt anfühlt, bitte für ca 2 Stunden auf einer handwarme Wärmflasche, Vorsicht nicht zu heiß, Kreislaufkollaps möglich, bitte auf die Wärmflasche auch ein Handtuch noch drüber legen.

Bitte melden Sie sich morgen früh.

Liebe Grüße
Corinna

3

Sunday, April 23rd 2017, 10:13pm

Liebe Corinna ,
Danke für die Unterstützung.

Habe alles so weit vorbereitet, konnte den Igel aber bei zwei Kontrollgängen im Garten bisher nicht finden. Gehe nachher noch einmal los.
Wie jedes Jahr haben wir auch im vergangenen Herbst einige gut mit Stroh aufgefüllte Winterschlafquartiere für Igel zurechtgemacht, wo wir aber nie wissen, ob sie bewohnt sind. Wir hoffen jetzt einmal, dass sich der Kleine in eines dieser Quartiere zurückgezogen hat.
Sollte ich ihn heute Abend nicht mehr finden, werde ich ihn morgen, sobald er hoffentlich auftaucht, einsammeln, wiegen und ins Warme bringen.
Melde mich dann wieder. Danke noch einmal.
Angelika

4

Monday, April 24th 2017, 9:24am

Hallo Angelika
Perfekte Antwort von Corinna!
Der Igel ist mit Sicherheit in Menschenhand gewesen und viel zu früh ausgewildert worden, wer weiß, wie er überwintert wurde. Die auffällige Markierung spricht dafür.
Schaun Sie bitte genau hin und wenn er sich zeigt, nehmen Sie ihn auf, wie es Corinna empfohlen hat.

Viel Glück
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

5

Monday, April 24th 2017, 4:01pm

Liebe Corinna,
Liebe Karin,

Wir haben ihn endlich, er ist heute um 15.00 Uhr wieder bei uns im Garten aufgetaucht. Leider hat er seit gestern deutlich abgenommen, er wiegt jetzt nur noch 319 Gramm.
Habe wie geraten einen ausbruchssicheren Pappkarton gerichtet und ein mit einem Handtuch ausgelegtes Schlafhaus hineingestellt.
Was mir bisher nicht gelungen ist, ist zu prüfen, ob er einen warmen Bauch hat, er rollt sich immer sofort ein. Gibt es da einen Trick?

Habe ihm Futter wie geraten und Wasser hingestellt, er hat aber nur sehr wenig gefressen (geschätzt etwa 20 - 30 Gramm) und hat sich dann in sein Schlafhaus zurückgezogen.
Frage: würde ihm vom Gefühl heraus permanent Futter hinstellen, ist das zunächst ok? Und ich würde gerne wissen, welche Futtermenge pro Tag bei einem Igel seines Gewichts angebracht wäre.
Er wohnt jetzt in unserem ehemaligen Büro, ein Raum der warm ist und nur noch sehr selten genutzt wird. Hoffe, das ist in Ordnung.

Falls Sie der Meinung sind, dass er besser in professionellere Hände gehört, hat das nahegelegenen Tierheim in Ingelheim meines Wissens auch eine Igel-Station. Falls das nicht notwendig ist, kann er aber auch gerne hier bleiben.

6

Monday, April 24th 2017, 4:11pm

Hallo Angelika
Sie haben den Kasten hoffentlich in einen warmen Raum gestellt
Der Igel könnte sich einen Darmsaugwurm eingefangen haben -wenn er trotz Futter weiter abnimmt
Das ist ein solcher Fall, wo man mit Futter und Unterkunft nicht weiter kommt
Geben Sie dem Tier bitte umgehend eine halbe Droncit Tabl. die bekommen sie rezeptfrei in der Apotheke.
Es ist ein Bandwurmmittel für Hunde, aber für Igel verträglich und gut bekömmlich.
Wie sieht der Kot aus? Haben Sie schon was gefunden?
Wahrscheinlich hat der Igel auch eine Sekundärinfektion und braucht tierärztliche Hilfe. Das ist aber immer so eine Sache, weil viele Tierärzte nicht sachkundig sind und gern ihre Behandlungsstrategie von Kleintieren ableiten. Das Wildtier Igel ist aber anders.
es gibt ein Handbuch für Tierärzte mit Namen
Igel in der Tierarztpraxis
Das ist notfalls auch im Internet aufzurufen.
Bei einer Sekundärinfektion ist eine Antibiose dringend erforderlich und erst mal ein Aufbau.
Wenn der Igel dann stabil ist, kann man nach Kotbefund gezielt entwurmen.

Viele Tierärzte kennen nur - sofort entwurmen.
Das sollten Sie im Interesse des Tieres verweigern.

Ich vermute ganz stark, daß der Igel ein Jungtier vom voringen Jahr ist, eine Handaufzucht, die nicht nur zu früh, sondern auch unvorbereitet eben mal ausgewildert wurde, weil die Tage ja schon so schön waren und man
möglicherweise in den Osterurlauf fahren wollte, da mußte das Tier weg.
Vermutungen helfen nicht weiter. Sie haben jetzt das Tier und da sich der Zustand offensichtlich verschlechtert und es sehr schnell zu einem totalen Zusammenbruch kommen kann - nicht zögern -zum Tierarzt.
Aber bitte mit dem nötigen Rückgrat,. auch wenn Sie nicht Fachfrau sind.
Verweisen Sie auf das Handbuch -dringen Sie darauf, daß er danach vorgeht.
Gern kann er mich auch anrufen. ich schicke meine Tel. Nr. per PN
L.g.Karin Oehl

7

Monday, April 24th 2017, 5:45pm

Hallo Asa, liebe Karin,

Ich möchte unbedingt etwas zur Droncit Medikation ergänzen, ein Igel unter 500 Gramm bekommt nur eine viertel Tablette, sonst ist es erheblich überdosiert.

Ich persönlich würde den Igel wohl in die Igelstation des Tierheims geben, in zweiter Linie erst zum Tierarzt. AsA, der Igel ist mehrere Tage schon tagaktiv, was er definitiv braucht, ist ein Antibiotikum, mindestens fünf Tage lang, keine Entwurmung, kein Entflohen, schon gar nicht mit Frontline, höchstens mit Jacutin Pedicul Spray aus der Apotheke, davon zwei Sprühstöße auf den Po.

Der Bauch wird warm genug sein, sonst hätte der Igel nicht gefressen. Ich schaue mal bei meinen Kontakten auch, ob jemand Igel kundiger in Ihrer Gegend ist und schreibe Ihnen dann eine persönliche Nachricht,

liebe Grüße Corinna

8

Monday, April 24th 2017, 5:58pm

Liebe Asa, liebe Corinna
Nach dem was ich gelesen habe, war der Igel kürzlich noch so schwer, daß eine halbe Tabl.Droncit geht. Wenn er noch erheblich abgenommen hat, ist es natürlich richtig 1/4. Tabl
Auf keinen Fall würde ich den Igel in ein Tierheim geben - die Sachkunde dort ist nicht immer wirklich gut.
Es wäre wichtig, wenn der Igel vom Tierarzt sofort ein Antibiotikum bekäme, das ist richtig.
Asa machen Sie allein weiter, geben Sie das Tier nicht in ein Tierheim.
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

9

Tuesday, April 25th 2017, 12:32pm

Liebe Corinna,
Liebe Karin,

Hier mein heutiger Zwischenstand:
Der kleine Igel ist munter und hat von gestern, 15 Uhr, bis heute früh, 8 Uhr, 12 Gramm zugenommen, wiegt jetzt also 331 Gramm.
Sein Kot hat sich deutlich verändert: Gestern Nachmittag, gleich nach dem Einfangen, war der Kot dünn, grünlich und faserig (es sah aus wie schlecht verdaute Nahrung). Seit der Gabe von 1/4 Tbl. Droncit gestern und regelmäßiger Futtergabe ist der Kot braun, manchmal ein richtig geformtes Würstchen, manchmal halt eher ein kleines Häufchen.

Waren jetzt heute früh bei unserer Tierärztin, der wir zumindestens mit unserem Hund sehr vertrauen. Überrascht waren wir auch, dass der Verein Pro Igel in der dortigen Praxis ein Begriff war und auch das Buch "Der Igel in der Tierarztpraxis" dort vorhanden war. Von daher war es ein angenehmer Besuch, völlig ohne jegliche Kompetenzdiskussionen.
Bekommen hat der Igel eine Catosal-Aufbauspritze. Bezüglich einer Antibiotikum-Gabe haben wir entschieden, erst einmal abzuwarten (wir können jederzeit wieder hin), ob er weiter an Gewicht zunimmt und munter ist, oder ob er trotz Fütterung abnimmt oder Krankheitszeichen entwickelt. Ich hoffe, das ist in ihrem Sinne.
Flöhe wurden keine gefunden, aber ca. 20 Zecken entfernt (außer am Bauchraum, da lässt er uns nicht dran).
Eine Stuhlprobe (von 3 verschiedenen Kotabsetzungen) haben wir ins Labor geschickt, Ergebnis müsste am Donnerstag da sein.

Wir stellen ihm weiterhin permanent Futter zur Verfügung (heute Katzenfutter mit Rührei, für morgen steht Katzenfutter mit Rinderhackfleisch auf dem Speiseplan). Seine Box steht weiterhin in einem Raum mit Zimmertemperatur. Darüberhinaus bekommt er heute Abend eine größere Box, bei seinem Bewegungsdrang muss er mehr Platz haben.

Habe jetzt 2 aktuelle Fragen:
1. Wieviel Gesamtmenge an Futter braucht ein Igel, der knapp über 300 Gramm wiegt, im Laufe eines Tages, um entsprechend zuzunehmen?
2. Das Katzenfutter sollte ja entsprechend Ihrer Beschreibung im Merkblatt sehr hochwertig sein. Haben Sie eine Empfehlung (falls das hier im Forum nicht erlaubt ist, wäre ich für eine PN dankbar. Empfehlen Sie evtl. Spezielles Igel-Nassfutter (laut Internet soll das Nassfutter von Dehner empfehlenswert sein.

Vielen Dank für die bisherige Hilfe und herzliche Grüße
Angelika

10

Tuesday, April 25th 2017, 2:43pm

Hallo Angelika
Es ist erfreulich, sowas mal über einen Tierarzt zu hören,
Dann war Droncit ja schon der richtige Knaller.
Ohne Grund, das sehe ich genau so, sollte man kein Antibiotikum geben.
Alles richtig und gut gemacht.
Der kleine Igel sollte pro Tag um die 10 g. zunehmen und nicht schwerer als 800 g werden
bitte legen Sie ein Pflegeprotokoll an -Datum -Gewichtsentwicklung -Besonderheiten, Medikamentengaben etc.
Das ist für Sie wichtig und ggf auch für die Tierärztin.
Bitte wiegen Sie das Tierchen zunächst täglich, später einmal wöchentlich

So stellt man die Futtermenge ein. Grammgenau muß das nicht sein. nur nicht mästen u. nicht verhungern lassen.
Bzgl. Futter -da gibt es viele Sorten, aber ich kann keine gezielt nennen-
Achten Sie auf die Zutatenliste, es sollte kein Getreide und kein Zucker darin sein und mindestens 70 % Fleisch enthalten.
Viel Glück!
L.Gkarin Oehl

This post has been edited 1 times, last edit by "Karin Oehl - Pro Igel e.V." (Apr 25th 2017, 6:50pm)


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Thursday, April 27th 2017, 3:01pm

Leider zu früh gefreut ...

Liebe Karin,
Liebe Corinna,

nachdem unser kleiner Igel in den letzten beiden Tagen sehr agil war und auch recht gut gefressen und getrunken hat, haben wir ihm gestern Abend noch einmal die Box frisch gemacht und ihm neues Futter und Wasser hingestellt. Wir sind aber schon etwas beunruhigt schlafen gegangen, da er nicht mehr so munter war, wie in den letzten Tagen, und da er sich nicht sofort über sein Futter hergemacht hat.
Heute früh um 7 Uhr haben wir ihn dann sehr apathisch in seiner Box vorgefunden, sein Futter hatte er nicht angerührt, hat wohl auch kaum Wasser getrunken, da die Wasserschale nur sehr wenig verunreinigt war. Während sein Kot in den letzten Tagen immer in Form von kleinen Würstchen oder Häufchen kam, hatte er über Nacht vorwiegend hellen Schleim ausgeschieden.
Wir haben uns dann sofort mit mit einer Igelhilfe-Station in ca. 25 km Entfernung in Verbindung gesetzt, von deren Existenz ich aber leider erst jetzt durch das Internet erfahren habe, und haben den Igel um 9.30 Uhr übergeben.

Habe eben noch einmal dort angerufen, um Bescheid zu sagen, dass das Ergebnis der Kotuntersuchung leider immer noch nicht vorliegt, und bekam die Auskunft, dass er inzwischen zwar eine Infusion und ein Antibiotikum bekommen hat, es ihm aber dennoch von Stunde zu Stunde schlechter geht und die Aussichten eher gering sind.

Wir sind beide tieftraurig und machen uns entsprechende Vorwürfe. Obwohl wir uns in den letzten Tagen sehr viel Mühe gegeben haben und alles richtig machen wollten, haben wir nicht erkannt, dass sich der Gesundheitszustand unseres kleinen Igels verschlechtert. Uns hat dafür einfach die fachliche Kompetenz gefehlt.
Nach dieser Erfahrung ist unser Fazit für die Zukunft: Wir würden nie mehr einen hilfsbedürftigen Igel bei uns aufnehmen, sondern würden ihn sofort in fachkundige Hände geben. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.

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Thursday, April 27th 2017, 4:21pm

Hallo Angelika,

Das tut mir ja wahnsinnig leid. Der Igel war ja mehrere Tage lang tagaktiv und hätte von Anfang an Antibiotikum gebraucht, schade das der Tierarzt das nicht erkannt und abgelehnt hat.

Sie haben alles richtig gemacht und ganz toll gehandelt, danke dafür und

ganz liebe Grüße Corinna

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Thursday, April 27th 2017, 6:36pm

Hallo Angelika

auch ich sehe es so wie Corinna.
Dieser Igel hätte sofort ein Antibiotikum gebraucht, aber es ist einfach nie eine Garantie dafür zu geben, daß er überlebt.
Es schien ihm ja besser zu gehen und da war ich mit dem Tierarzt einer Meinung, man kann ein wenig abwarten.
Diese Tierärztin hat wohl auch das Beste gewollt, aber ihr fehlten für Igel wohl nicht die Informationen, sondern die praktische Erfahrung.
Das kann man ihr nicht vorwerfen..
Gut, Ihnen fehlte auch die Erfahrung, die ersten Anzeichen der Verschlechterung zu erkennen. Daraus ist Ihnen kein Vorwurf zu machen.
Dennoch würde ich an Ihrer Stelle immer wieder einen notleidenden Igel aufnehmen und versorgen.
Alle Igelstationen haben mal unkundig oder mit geringen Kenntnissen begonnen und diese Erfahrung machen müssen,
Wir erleben es auch heute noch, daß wir nicht alle Igel retten können und trotz aller Kenntnisse immer wieder mal einen Igel gehen lassen müssen.
Das geht auch an uns nicht spurlos vorbei, glauben Sie es mir.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, ich bin nach wie vor der Überzeugung, daß Sie im Grunde alles bestens gemacht haben.
das Tier war totkrank, hat sich zunächst erholt und dann kam der Zusammenbruch
Das passiert sehr häufig.
Man denkt, es geht jetzt besser und dann - - - -
Bitte nicht entmutigen lassen - bitte nicht!
Mit mitfühlendem Gruß
Karin Oehl