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1

Sunday, November 6th 2016, 1:21pm

Wenige Stacheln

Hallo,

wir haben am 17.10. tags auf der Straße liegend einen Igel gefunden und - nach Rücksprache mit einer Tierärztin - diesen aufgenommen. Fundgew. war bei 110 g, er war recht apathisch und hat sich teils nicht eingezogen, sondern eher nur geschaut.

Er wird seitdem von uns in einem Nebenraum (leer, kühl) gepflegt und bekommt abwechseln gebr. Rinderhackfleisch, Ei, Katzenfutter, Igelnassfutter und beigemischt immer etwas Igeltrockenfutter (wie auf bei "Pro Igel" empfohlen). Der Igel nimmt gut zu und bewegt sich nachts auch munter umher (die Kiste besteht aus ca. 3 qm) und einem Holzigelhaus. Heute wiegt er 480g. Er hat vorletzte Woche eine Flohkur und eine Entwurmung bei der Tierärztin bekommen. Außerdem haben wir eine Zecke gezogen.

Wir beobachten, dass der Igel am hinten Rückenbereich weniger Stacheln hat und diese wachsen nicht gleichmäßig nach hinten, sondern teils eher struppig. Man kann die Igelhaut sehen und diese ist eher schuppig. Was kann das sein? Wie ein Pilzbefall wirkt es nicht - wie sieht ein Pilzbefall bei Igel aus? Machen wir doch einen Fehler mit der Ernährung und sollten wir ihm ergänzende Mittel geben?

Viele Grüße Annette

2

Sunday, November 6th 2016, 2:24pm

Hallo Annette

Wenn da Auffälligkeiten sind, sollte der Tierarzt mal genau hinschaun, ob nicht doch ein Pilz da die Haut verändert u das Stachelbild.

Das wäre wichtig u. sollte behandelt werden.

Vielleicht können Sie mal ein Bild von dem Igel einstellen, damit man sich das vorstellen kann

Bei Pilzbefall ist auch die Haut schuppig, die Stacheln sind manchmal wie weiß bemehlt im Ansatz u. sie lösen sich leicht . Dann kommt meist ein kleines Eitertröpfchen zum Vorschein.

Vorsicht - Infektionsgefahr auch für Menschen -bitte mit dickeren Gummihandschuhen arbeiten.

In der Anfangsphase ist das nicht so eindeutig zu beschreiben , aber Kontrolle der Schuppen u. ausgefallenen Stacheln wäre dringend nötil

L.G.karin Oehl

3

Sunday, November 6th 2016, 2:58pm

Hallo und danke für die schnelle Antwort.

Das werden wir dann so machen und doch nochmals zum Tierarzt gehen. Ich versuche auch ein Bild zu machen.

Danke auch, dass Sie das mit der Infektionsgefahr beschrieben haben: Wir verwenden zwar immer Gummihandschuhe, aber eher dünne.

Viele Grüße,
Annette

4

Sunday, November 6th 2016, 5:31pm

Liebe Annette

Ja, bitte nutzen Sie unbedingt die stärkeren Haushaltshandschuhe.

L:G:karin Oehl

5

Monday, November 21st 2016, 3:59pm

Hallo,

jetzt ist der Igel gut behandelt. Die Stacheln sind schön nachgewachsen an den Stellen - es war ein Milbenbefall, der wurde von der Tierärztin behandelt. Er wiegt heute 779g und muss dringend schlafen. Alles "kaltstellen" nützt nichts - deshalb haben wir jetzt einen Garten für ihn organisiert, der direkt an zwei Wiesen angrenzt und weit weg von Straßen ist. Wir bauen heute dort das Haus auf und noch etwas Holz herum, sowie Zweige und Laub. Die Familie dort hat schon zwei Igel auf einem großen Grundstück und stellt auch immer etwas Futter, Wasser hin. Deshalb dürfte er für die nächsten Tage - bis er dann endlich schläft - ausreichend versorgt sein; zunehmen muss er ja nicht mehr.

Ein Foto von den Stacheln mit Milbenbefall, den der Igel am hinteren Rücken hatte (vom 11.11.) und ein Bild beim Rührei fressen (25.10.).

Schöne Grüße

Annette
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6

Monday, November 21st 2016, 6:41pm

Oh NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNNNNN

Nicht so!

Natürlich geht der Igel nicht auf Knopfdruck in den Winterschlaf, das kann dauern

Was Sie vorhaben ist Mord auf Raten

Lassen Sie sich doch vernünftig berate u. das heißt

Lesen Sie unter www.pro-igel.de das Merkblatt Überwinterung in Menschenhand

Es ist doch nicht zu fassen°!

Übersaure u. tottraurige Grüße

Karin Oehl

7

Monday, November 21st 2016, 7:01pm

Hallo,

das war so nicht gemeint. Wir haben das entsprechend Blatt von ProIgel durchgelesen und alles entsprechend gebaut bzw. heute im Garten der Familie so eingerichtet (also an die richtige Stelle mit einem einspr. vorbereitetem Häuschen). Der Igel hat dort weiterhin eine Futterstelle und ist geschützt. Die Familie kennt sich auch gut aus (hat schon seit Jahren Igel) und kümmert sich auch.

Was war denn der Fehler? Er hat ja immer noch "Begleitung" - ist aber nicht mehr in 3qm Kiste in einem Zimmer. Was sollen wir anders machen?

Viele Grüße

Annette

8

Monday, November 21st 2016, 7:16pm

Annette der Igel wird verschwinden u. geht einer saumäßigen zeit entgegen.

Der kann jetzt einfach nicht mehr frei gelassen werden, auch nicht mit Futteranbebot u. Häuschen.

Ob er das überhaupt nutzen kann u. will ist doch fraglich.

Da ist doch keinerlei Sicherheit gegeben. sowas kann man im Oktober noch veranstalten, aber nicht mehr jetzt.

Denken Sie doch mal nach u. nutzen Sie Ihren Kopf

Die Zeit für sowas ist einfach vorbei

Karin Oehl

9

Monday, November 21st 2016, 7:30pm

Hallo,

das mit dem Häuschen haben wir uns auch gefragt; deshalb hat er das Häuschen von hier (gekauftes Holzhäuschen, in dem er schon 3 Wochen lebt) und auch sein gebautes Nest behalten. Wir haben also an eine regenfeste Stelle seine gewohnte Wohnung wieder aufgebaut und mit Ästen und so verstärkt. Wir haben ihn auch etwas beobachtet und er hat schon begonnen wieder mehr Nistmaterial ins Häuschen zu ziehen. Die Futterstelle ist auch gut erreichbar. Die Familie die Igelfutterstelle aus eigenem Interesse mit einer Nacht- und Bewegungskamera und wird draufachten, ob er dort hingeht.

Wir haben leider auch keine Möglichkeit ihn hier zu behalten. Alle Balkone sind zu warm (direkte Sonneneinstahlung), der Keller ist direkt neben der Heizung und das Zimmer ist auch ungeeignet auf Dauer. Außerdem ziehen wir in einem Monat um (ca. 150 km), was hätten wir denn dann machen sollen. Ihn auf der Baustelle aufstellen?

Wir haben wirklich lange überlegt und auch lange gesucht, um eine fachkundige Familie zu finden. Und einige Gespräche mit der Familie geführt und die Details besprochen. Es schien uns die sicherste Alternative. Er hat jetzt dort einen wirklich gut gebauten Ort und ist weiterhin versorgt.

Danke für Ihre Rückmeldung - trotzdem waren wir etwas über Ihre Wortwahl erschrocken. Wir haben wirklich uns viele Gedanken gemacht und mit einigen Leuten im Dorf geredet und mehrere Möglichkeiten abgeklärt und dieser Übergang erschien uns am verlässlichste. Wir wollen ja auch nicht, dass es dem Igel schlecht gut. Die ProIgel Sachen haben wir auch durchgelesen und so eben auch rausgefunden, dass wir den Igel nicht versiedeln dürfen etc.

Viel Grüße

Annette

10

Monday, November 21st 2016, 7:34pm

Ja Annette Sie haben mit Leuten geredet, die es wohl auch gut meinen, aber soviel Ahnung von der Materie haben, wie ein Kuh vom Seiltanzen

Igel sind Wildtiere u. keine katze, die nach Hause findet. Das mag ein paar Tage gut gehen und dann?

Es muß eine andere Möglichkeit geben, denn das ist dilletantischer Kram.

Sicher sind Sie entsetzt über meine Wortwahl ich über Ihre Vorgehensweise.

Es tut mir leid, hoffentlich ist es noch nicht zu spät u. es findet sich noch eine vernünftige Lösung

wäre ich näher dran, würde ich sie Ihnen anbieten.

Karin Oehl

11

Monday, November 21st 2016, 9:05pm

Hallo Frau Oehl,

habe Ihre Antwort bekommen. Wir sind uns sehr sicher, dass die Familie sich gut mit Igeln auskennt und auch für gute Bedingungen gesorgt ist. Der Igel wird dann im Frühjahr (je nach Temperatur natürlich) von denen wieder ausgesiedelt. Wir diskutieren noch mal mit der Familie Ihre Rückmeldung. Tatsächlich hilft der ältere Mann und die ältere Dame Igeln aber schon seit min. 20 Jahren und ich weiß noch nicht, wie ich die Kritik vorbringen kann, ohne jetzt deren freundliche und selbstlose Hilfe zu kritisieren; zumal die Beiden wirklich einige Sachen abgefragt haben, bei denen wir gemerkt haben, dass sie wirklich bemüht sind. Sie haben einen verständigen Eindruck gemacht und die Igel werden dort sicher nicht wie Haustiere behandelt.

Wir haben auch schon an einen älteren Herren gedacht, der zumindest in unserem Dorf als Igelexperte gilt und jedes Jahr ca. 50 verletzte Igel aufnimmt und gesundpflegt. Die Tierärztin hatte aber angedeutet, dass diese - ja immerhin ehrenamtliche und von nur einer Privatperson betriebene - Igelstation um jeden Igel froh ist, der vom Finder selbst mitversorgt wird. Wir haben wirklich jede Pro Igel - Info gelesen und glauben besten Gewissens gehandelt zu haben. Auch die jetzige Familie kümmert sich entsprechend den Vorgaben. Ich kann auch morgen noch einmal mit der Tierärztin reden, die alle Infos von Pro Igel hat und für den Verein auch Werbung macht und Igelinfos ausgibt etc.. Und der Grundtenor war immer, dass wir ihn versorgen müssen - und jetzt versorgen ihn eben andere Leute - es ist ja kein Haustier, dass Bindungen aufbaut. Und im Frühsommer wird er dann wieder ausgewildert... ich weiß wirklich nicht, was da nicht passen soll.

Wie Sie in der Email angedeutet hatten, haben Sie wohl Adressen. Wir leben in Benediktbeuern. Also, wenn Sie jemanden wissen und - selbst nach dieser Rückmeldung - so starke Bedenken haben, dann bringen wir den Igel natürlich dahin. Wir sind schon sehr schockiert von Ihrer Rückmeldung. Zumal wir uns für einfache Igelfinder wirklich Mühe geben.

Viele Grüße

Annette

12

Tuesday, November 22nd 2016, 7:21am

Hallo Anette

Wie ich es verstehen mußte, soll der Igel alle Gelegenheiten haben zu fressen u. unterzuschlüpfen aber in F R E I H E I T sein

Und genau das geht so nicht um diese Jahreszeit.

Wenn der Igel sicher untergebracht u. kontrollierbar ist, kann man darüber reden.

Dann muß aber auch sicher gestellt sein, daß es nicht geht, wir hier bei gutmeinenden Leuten, daß die Igel im Winterschlaf oder schon vorher von Ratten aufgefressen werden.

Darum hat man sich nun wirklich nicht bemüht, daß letztendlich sowas noch passiert

Im Frühjahr wenn der Igel wirklich frei gelassen werden kann, können wir auch nicht die Käseglocke über ihn halten, aber dann sind die Chancen zu überleben absolut gegeben.

Mit immer noch sehr besorgtem Gruß

Karin Oehl, die Ihnen gern noch andere Stationen in Ihrer Nähe nennt

Klar sind wir im Herbst alle voll bis unters Dach u. froh, wenn Igelfinder engagiert u. kundig ihren Fundigel selbst über die Runden bringen.

Im Anbetracht Ihres geplanten Umzuges sieht das wohl anders aus.