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1

Freitag, 22. Juli 2011, 14:07

Beckenbruch Igel

Hallo zusammen,

seit ca. 3 Wochen pflege ich einen Beckenbruch-Igel mänl. (doppelter Beckenbruch, geröngt) Hat jemand Erfahrung ab wann ich das Tier ins Aussengehege machen kann ? Er frist gut und erhält von mir Traumeel und Schüssler 1 und 2 . Er läuft meistens beidseitig gleichmäßig, jedoch klamm und natürlich langsam. Vor 2 Tagen allerding, lief er kurzfristig einseitig, Kann es sein dass der Bruch wieder aufgegangen ist ? Oder ist dieser nach 3 Wochen schon ordentlich fixiert ? Er sitzt in einem Nagerkäfig. Da ich alle gängigen Wurmarten im Kot gefunden habe , jedoch noch kein Levamisol spritzen möchte, er aber auch nicht hustet, habe ich erstmal mit Bancid angefangen.

Es wäre schön von Euch zu hören
Grüssle

Tine

2

Freitag, 22. Juli 2011, 16:58

Hallo Tine

Der Bruch dürfte in Abheilung begriffen sein. Das heißt, das Tier darf durchaus laufen, sollte aber nicht klettern und schon gar nicht fallen können.

Wenn es dem Tier gut geht, kann man mit der Entwurmung nach den Vorgaben von Pro Igel beginnen, wichtig wäre, zuerst die Würmer anzugehen, die am meisten in der Kotprobe gefunden sind. (ggf. entsprechende Begleittherapie.

Das von Ihnen genannte Wurmmittel ist nicht geeignet. Schaun Sie doch mal rein in dieses Heft,

ggf drucken Sie es für Ihren Tierarzt aus, wenn ausreichend Zeit ist, können Sie es auch als Heft bei Pro Igel bestellen.


http://www.pro-igel.de/merkblaetter/publpdfs/tierarzt.pdf



Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

3

Freitag, 22. Juli 2011, 19:15

Hallo Frau Oehl,
besten Dank für Ihre Empfehlung.
Ich habe mit Bancid angefangen, da Saugwürmer hier sehr stark vorhanden waren, und da der Igel nicht hustet, die Priorität eindeutig bei den Darmwürmer lag.
In der Broschüre, nach der ich mich übrigens auch schon seit Jahren richte, wird Droncit für Saugwürmer genannt. Bancid ist ein Präparat mit dem gleichen Wirkstoff, nämlich Praziquantel.
Droncit ist bei einigen Grosshändler aus dem Programm gefallen.
Grüssle

Tine

4

Freitag, 22. Juli 2011, 19:24

Danke für die Info.

Wer hat die Kotuntersuchung gemacht - ein Parasitologe?

Viele Tierärzte schaun sich den Kot selbst an - leider sind sie oft nicht ausreichend für die Beurteilung geübt.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

5

Samstag, 23. Juli 2011, 14:29

Die Kotuntersuchungen führe ich selber durch - entweder mittels Ausstrich oder Flotationsverfahren. Ich bin medizinisch versiert und ausreichend in der Beruteilung geübt.
Grüssle

Tine

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tine« (23. Juli 2011, 18:12)


6

Samstag, 23. Juli 2011, 16:00

Hallo Tine,

Dann machen Sie es wie ich, allerdings schicke ich manchmal zum Parasitologen, einfach um der Sicherheit und Kontrolle willen

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

7

Samstag, 23. Juli 2011, 18:22

Hallo Frau Oehl,

ja ich arbeite auch bei anderen Materialien mit einem Tierheilpraktikerlabor - Vetscreen - zusammen . Wenn ich manchmal indifferente Auswertungen habe, schick ich die Probe dorthin. Wo schicken Sie die Proben hin ? Wie hoch sind die Kosten dort ? Da ich nur 10 Igelboxen habe, krieg ich es aber meistens zeitlich auch alleine hin.
Grüssle

Tine

8

Sonntag, 24. Juli 2011, 05:30

Hallo Tine, ich schicke die Kotproben seit Jahren nach Würzburg und dort gibt es excelent genaue Ergebnisse und die Kosten belaufen sich um die Hälfte geringer, als hier bei meiner Tierärztin.

Genauer Betrag gern über Private Nachricht.

Sie sehen es wahrscheinlich genau so wichtig an , wie ich, daß Kotuntersuchungen gemacht werden und wenn nötig, gezielt entwurmt wird.

Die Vorgaben von Pro Igel haben sich als erfolgreich und verträglich erwiesen.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

9

Sonntag, 24. Juli 2011, 12:41

Hallo Frau Oehl,
ja Kotproben und richtiges Entwurmen ist essentiel ! Hier reicht auch nie nur eine Kotprobe zu machen, daher mache ich pro Patient auch immer mehrere Proben, da die Entwurmungsmittel ja natürlich toxisch im Körper wirken und hier auch nicht übertrieben werden sollte . Ein Wildtier erträgt auch problemlos einen gewissen Grad an Verwurmung. Auf was ich auch immer stark achte,ist das Immunsystem des Tieres zu stärken, damit es die wieder kommende Wurmbelastung auch überleben kann. Die Wurmkuren sollten auch immer ausgeleitet werden, damit keine Festsetzung in den Organen erfolgen kann. Auch die Darmflora sollte immer saniert werden. Ich denke Sie werden hier ähnlich vorgehen.

Ja bitte gerne senden Sie mir die Infos per PN. Würde mich drüber freuen.
Grüssle

Tine

10

Sonntag, 24. Juli 2011, 13:46

Liebe Tine

Was Sie beschreiben, ist wirklich wichtig, wird aber immer vernachlässigt.

Wir müssen einem verletzten Igel nicht unbedingt jedes innere Würmchen nehmen, aber Überwinterungsigel sind ein anderes Kapitel.

Wichtig ist auch, die Immunabwehr zu stärken, denn der Aufenthalt in Gefangenschaft ist Stress u. Stress fährt ja das Immunsystem herunter. Und gesund und stark , damit sie draußen ihren Überlebenskampf wieder aufnehmen können, sollen sie ja werden.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl