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1

Freitag, 16. Mai 2014, 20:24

Problem mit Igel

Hallo,

bei uns im Garten sind sehr oft Igel, so auch heute wieder. Ich hab ihn heute mittag schon gesehen und mich noch gewundert dass er so früh schon unterwegs ist.
Eben haben wir ihn dann eingefangen. Er zieht ein Beinchen hinter sich her, ist sehr sehr dünn, apathisch und rollt sich nicht zusammen. Aus dem After kam vorhin ein rot-braunes Sekret, sah nicht nach Kot aus. Momentan schläft er auf der Seite in einem gepolsterten Karton.

Jetzt das wichtigste: Meine Tierärztin ist nicht da, die nächstgelegene Notfallklinik sagte mir sie können da nicht viel tun und rieten mir ihn über Nacht zu beobachten und morgen früh ins tierheim zu bringen.

Kann ich noch irgendwas tun?

2

Samstag, 17. Mai 2014, 07:09

Hallo Ansti

Der Igel ist leider totkrank
Bringen Sie ihn zum Tierarzt, möglicherweise hilft nur noch, das Leiden abzukürzen, wenn er heute morgen noch lebt.

So leid es mir tut - ich vermute einen Bruch im Beinchen, aber auch eine schwere innere Verletzung oder Erkrankung

Bitte berichten Sie , wie es ausgegangen ist.
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

3

Samstag, 17. Mai 2014, 13:49

Hallo,

gestern abend gegen halb zehn habe ich dann endlich eine Nottierärztin erreichen können. Das nachziehen des Beinchens war kein Bruch, er war nur einfach so abgemagert und dehydriert dass er keine Kraft mehr hatte um es zu bewegen.
Sie vermutete ein schweres Trauma, Hund, Auto oder so etwas. In den inneren Verletzungen scheinen sich Würmer und Maden angesammelt zu haben.

Es gab leider keine andere Möglichkeit als den kleinen zu erlösen.
Danke für Ihre Antwort!

4

Samstag, 17. Mai 2014, 14:55

Hallo Ansti

So traurig es ist - ich habe es erwartet.
So mußte er wenigstens nicht bis zum Ende kämpfen - - -
Auch ich habe in diesem Jahr in der Station viele unglaubliche Verletzungsmuster sehen müssen, die nur eine Schlußfolgerung zuließen:
Euthanasie.

Es ist schwer, aber besser so.
Es ist gut, daß Sie nicht weggeschaut haben. Danke für Ihr Engagement

Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

5

Samstag, 17. Mai 2014, 16:18

Wegsehen ist keine Lösung.
Ich kenne mich auch ein wenig mit Igeln aus, wir hatten über Winter schon die Freude welche in der Wohnung zu päppeln, die ich im Oktober mit 115g gefunden habe.
Aber bei dem kleinen Kerl war mir nicht sicher was ich mit ihm machen soll.
Ich hoffe nur, er wurde nicht von einem Menschen so zugerichtet...

6

Samstag, 17. Mai 2014, 17:55

Hallo Ansti

Leider ist es im Frühling häufig so, daß bes. die Männchen, die große Lebensräume brauchen, um ihr Erbgut an viele Damen weiter zu geben, sehr gefährdet sind. Sie haben oft grauenvolle Verletzungen durch Gartengeräte, aber auch durchaus durch Hundebisse.
Ein Igel kann es uns nicht sagen - Wir Igelfreunde können nur immer wieder darauf hinweisen:
Vorsicht bei der Gartenarbeit!
Viele Igelleben müßten nicht so enden.
Bes. die beliebten Rasentrimmer sind sowas von fürchterlich für Igel gefährlich!!!!!!!!!!!!!!!!

Wunden beim am Boden lebenden Igel, bes. Bisswunden infizieren sich leicht, das riechen die großen Brummer u. legen ihre Eier ab, bevorzugt in Wunden u. Körperöffnungen. Es schlüpfen schnell die Maden aus, die erst mal infiziertes Gewebe fressen, sich dann aber ins Bindegewebe reinfressen u. dort gut gedeihen. Alles was frißt, scheidet auch aus u. die Organe des Igels sind dann überlastet, es kommt zur Sepsis u. damit zum Igeltod.

Also - Igel mit Verletzungen sofort bitte auf Fliegeneier oder Maden untersuchen: Entfernen!!!!!!!!!!!
Wunden bitte mit Rivanol spülen u. schnellstmöglich zum Tierarzt -aber bitte keine Entwurmung, sondern systemisch antibiotisch behandeln lassen.

große infizierte u. madenbesiedelte Wunden stinken fürchterlich - meist ist es dann für den Igel zu spät u. die Euthanasie Gnade.
Mit freundlichem Gruß
Karin Oehl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Karin Oehl - Pro Igel e.V.« (17. Mai 2014, 18:20)


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