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Tuesday, November 26th 2013, 8:20pm

Im Garten gefütterter Igel offenbar schwer krank - was tun, und bin ich schuld?? :-(((

Hallo liebes Forum,

bin gerade völlig panisch - ich habe letztes Jahr - mit Frau Oehls fachkundiger Beratung :-) - erfolgreich einen Jungigel im Garten in einem alten Hasenstall überwintert. Er ist prima über den Winter gekommen und im Sommer - etwas größer, sah ansonsten aber genauso aus - öfter mal wieder gekommen, um in dem Stall zu übernachten. Als es Juli / August so extrem trocken war, lief er plötzlich abgemagert bei Tag im Garten rum, er hatte nicht mal die Kraft, sich einzurollen; ich hab ihm gleich Katzenfutter und Wasser hingestellt, er hat es innerhalb von Sekunden gefressen und ist dann einige Woche jeden Abend gekommen, bis es ihm offenbar wieder besser ging. Er ist auch jetzt ständig hier und frisst, und hat sich vorgestern offenbar wieder in dem Stall einquartiert.Angesichts der Jahreszeit nehme ich an, es ist ein Weibchen.

Vor drei Wochen raschelte es dann im Garten, und ich sehe zwei Mini-Igel durch das Laub rascheln. Habe einen gewogen, nur 450 g. Habe die beiden zum Futterplatz getragen, wo sie dann einen Haufen gebratenes Rinderhack und Rührei vertilgt haben - das machen sie seitdem jeden Abend (immer wechselndes Futter!!). Mittlerweile sehen sie nicht mehr so dünn aus wie am Anfang (hatten die Form einer Klopapierrolle...), sondern eher tropfenförmig, haben also offenbar zugenommen. Wir haben dann noch drei Igelhäuschen gebaut, damit sich die drei nicht um den Hasenstall streiten - im Sommer hatten wir nämlich eine Tragödie, eine andere Igelin (sehr groß und dunkelbraun, der andere ist hellbraun, die Kleinenfast weiß!) hat in dem Hasenstall ihre Jungen zur Welt gebracht, ein paar Tage später kam unser "Winterigel" und hat den Stall für sich beansprucht... es gab die ganze Nacht ein furchtbares Geschrei, die beiden saßen vor dem Stall und haben sich angefaucht; ich wußte leider nicht, was ich machen sollte; am nächsten Morgen waren alle Jungen tot... *heul* Daher jetzt drei Häuser plus den Stall, also Platz für die zwei Älteren (die danach beide über den Sommer abwechselnd zur Futerstelle kamen) und die zwei Jungen... bisher nur drei besetzt, seit gestern offenbar auch das letzte Haus, weiß aber nicht, von wem... und jetzt eben liegt eben neben der Futterschüssel ein Riesenhaufen schleimiger grüner Kot mit Blut und offenbar Gewebestücken auf der Zeitung vor dem Stall! Bisher war der Kot immer total normal, sah gut aus! Entweder es ist ein neuer, kranker Igel (habe es in einem der Häuschen stöhnen hören, das ist neu) oder die anderen sind doch krank!

Habe den Kot in ein Glas getan, zwecks Untersuchung. Habe auch an der Futterstation alles saubergemacht und ausgewaschen, falls die anderen auch noch dort fressen...
Ich werde jetzt morgen die Häuser mitsamt Igeln ins Auto laden und nach Heppenheim fahren, wo eine Igelstation ist. Was erwartet mich dort, d.h. welche Behandlung werden die wohl vorschlagen, bzw. wie sollte sie aussehen? Wie kann man den / die Igel erst mal stabilisieren, falls das überhaupt noch möglich ist? Und vor allem: ich habe das Futter (Hackfleisch, Ei, Katzenfutter) immer reichlich mit Maiskeimöl (und Haferflocken) "versetzt" bzw. angebraten, damit sie halt möglichst schnell zunehmen - war es vielleicht zuviel Öl? Hat das den Darm geschädigt oder so?

Bin für jeden Tip dankbar, will nicht, dass sie jetzt medizinisch falsch behandelt werden...

Liebe Grüße

Sabine69

This post has been edited 1 times, last edit by "sabine69" (Nov 26th 2013, 8:27pm)


2

Wednesday, November 27th 2013, 12:47am

Hallo nochmal,

ich denke jetzt, ich weiß, welcher Igel es ist - eines der Jungtiere, bei dem ich von Anfang an den Eindruck hatte, dass es etwas torkelt - es hatte sich aber wieder "gemacht". Er ist auch definitiv in besserem Zustand als vorher, ist aber sehr unruhig und läuft ständig draußen rum, auch jetzt bei (leichtem) Frost (frißt und trinkt auch noch, aber verbraucht wohl mehr, als er aufnimmt ...). Ich habe ihn grade reingescheucht... dadurch weiß ich auch, wo er "wohnt". Bisher ist sein Kot nicht aufgefallen. Nach Recherchen denke ich, es müßten Kokzidien mit Enteritis sein - schlimm, aber angeblich kann man dem Igel oft auch noch mit starkem Darmbluten helfen.Zumal er sonst ziemlich fit wirkt, zumindest äußerlich - ich dachte auch erst, sein ständiges Rumstromern im Garten und Versteckspiel hinter dem Hasenstall ("Passe ich da wirklich durch? Ich probiers nochmal, mich durchzuquetschen") wäre neugierig und vorwitzig. Aber wahrscheinlich ist er krankheitsbedingt unruhig.Ich bringe ihn jetzt morgen wie gesagt mit Probe nach Heppenheim, in der Hoffnung, dass die ihn dann heilen und durch den Winter bringen können...

Weiß jemand, ob zuviel Öl schädlich sein kann?

LG

Sabine

3

Wednesday, November 27th 2013, 7:47am

Hallo Sabine

Das Öl im Futter ist nicht verantwortlich für den Zustand des Igels

Wenn Sie den Richtigen ausmachen können - ab damit zu einem igelerfahrenen Tierarzt, der bereit ist, nach den Empfehlungen von Pro Igel zu arbeiten oder ab in die Igelstation.

Dieses Tier sollte erst mal aufgebaut u. antibiotisch behandelt und später entwurmt werden.

Es scheint, als wäre ein Haufen Parasiten für eine bedrohliche Darminfektion verantwortlich.

Nur darf in dem Zustand nicht entwurmt werden. Erst wenn der Igel stabil ist.

Sie machen es richtig, alles gut säubern dort, denn es können auch hochinfektiöse Keime dort im Kot abgegeben worden sein

Viel Glück

Karin Oehl

4

Wednesday, November 27th 2013, 7:28pm

Hallo,

also das TH Heppenheim nimmt ihn jetzt morgen, heute konnte ich ihn nicht vorbeibringen, weil sie nur bis 17 Uhr aufhaben und ich arbeiten mußte. Morgen mittag habe ich mehr oder weniger frei, also kommt der Igel gegen 13 Uhr in Behandlung. War ein ziemlich Hin und Her, wer ihn jetzt nehmen kann. Egal. Das TH Heppenheim meinte, auch bei Kokzidien würde er jetzt nicht sofort dran sterben - er hat heute auch wieder Kot abgesetzt, der sieht wieder normal aus.Wenn auch ziemlich hellbraun. Ich werde drauf bestehen, dass er nicht gleich entwurmt wird. Aber ich denke, die kennen sich da ganz gut aus.

Verdammt, hoffentlich geht das gut, denn wenn ein Igel solche Anzeichen zeigt, ist es schon sehr heftig und bedarf schneller Hilfe

Eine Frage: Soll ich sein Geschwistertier auch hinbringen? Immerhin haben die beiden zusammen gefressen und getrunken... :S Aus dem Haus des Geschwistertiers kam einmal Husten, ich hatte auch den Eindruck, dass beide etwas müham atmen - sie machen / machten immer "Verschnaufpause" nach jedem Bissen Fressen. Ansonsten machte das Geschwistertier, das jetzt wohl schon im Winterschlaf ist, von Anfang an einen besseren und unauffäligen Eindruck. Sollte das Geschwistertiernicht lieber doch behandelt werden?

Wenn das Geschwistertier im Winterschlaf ist, wird es nicht mehr gestört, Bitte beobachten Sie, ob es früh wieder auftaucht, dann ist immer noch Zeit, es zu behandeln

Oder sterben Parasiten im Winter nicht auch durch die niedrige Körpertemperatur ab? Habe mal gelesen, dass Igel so ihre Parasiten loswerden...

Nein, die Parasiten sterben nicht ab, aber es scheint, als gingen sie mit ihrem Wirt in den Winterschlaf.

Also bitte nur das eine Tier behandeln lassen und das 2. wenn es winterschläft, völlig in Ruhe lassen.

Liebe Grüße

Sabine

This post has been edited 1 times, last edit by "Karin Oehl - Pro Igel e.V." (Nov 28th 2013, 6:12am)


5

Thursday, November 28th 2013, 6:09am

Hallo Sabine

Ich antworte mal in Ihren Ausführungen

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

6

Thursday, November 28th 2013, 2:16pm

Erste Hilfe?

Hallo Frau Oehl,

könnten Sie mir bitte nochmal einen Tip geben? Habe vorhin versucht, den Igel aus dem Haus zu holen, da mußte ich feststellen, dass er schon draußen rumlief - und als er mich sah, ist er durch eine Lücke im Zaun in den Nachbarsgarten (alles verwilderte Gärten hier...), wo ich nicht hinterher komme. Ich bin sicher, dass er wieder zurückkommt - habe ihn und die anderen beiden Igel oft aus den anderen Gärten hier zurückkomen sehen - zumal er ja hier sein Nest und die Futterstation hat, aber ich weiß nicht, ob das noch zu den Öffnungszeiten der Igelstation ist - evtl. erst wieder nach Einbruch der Dunkelheit. Ich würde ihn dann halt sofort einsammeln (den Zaun vorher abdichten) und bis morgen in einem Karton lassen - oder vielleicht besser um sein Schlafhaus herum ein hohes Kaninchengitter (80 cm hoch, glattes Metall) aufstellen. Ist hier jetzt wieder wärmer in Mannheim, im Garten 10 Grad, nachts 5 Grad. Ich habe etwas Erfahrung mit Kleintieren - kann ich schon mal was tun, um ihm zu helfen? Ich habe Baytril zu Hause und kann selbst spritzen - soll ich das tun? 0,4ml / kg? Evtl. Bird Benebac? Oder irgend was anderes, um den Darm zu stabilisieren? Könnte noch was von einem TA besorgen...

Liebe Grüße

Sabine

7

Thursday, November 28th 2013, 2:39pm

Nachtrag

Habe gerade eine TA-Praxis her in der Nähe angerufen, die immer lange aufhaben - die können in 20 min Kotproben untersuchen, d.h. das könnte ich dann auch schon mal machen, damit man wenigstens schon mal weiß, woran man ist. Falls es Kokzidien sind - kann man gleich mit Cotrim anfangen? Oder erst Baytril? Cortison? Ins Zimmer stellen oder lieber kühl, bzw. draußen lassen (mit Gittern um dfas Igelhaus/Futterplatz)? Also notfalls behandle ich ihn jetzt halt schon mal selbst oder bringe ihn heute abend zum TA, wenn die Igelstation schon zu hat (leider ist Heppenheim 30 min Fahrt, d.h. ich schaffe es evtl. nicht vor Schließung).

Liebe Grüße

Sabine69

8

Thursday, November 28th 2013, 2:41pm

Hallo Sabine

Halten Sie sich bitte an die Angaben, die Sie im Heft - Igel in der Tierarztpraxis finden.

Ich darf hier im Forum nicht so öffentlich über Medikamente schreiben

Später geht eine PN an Sie raus.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

9

Thursday, November 28th 2013, 7:56pm

Es sind Kokzidien...sofort Behanddlung dagegen, oder erst andere Behandlung?

Hallo Frau Oehl,

vielen Dank für Ihre Nachricht! Also, der Igel ist wieder da und hat auch schon wieder gefressen und getrunken. War eben mit einer Kotprobe bei diesem TA, Ergebnis: vor allem Kokzidien (++) und ein paar Capillaria (+), allerdings sah der Kot von gestern und heute wieder normal aus, der TA meinte, zumindest nach dem Kot wäre der Befall zwar deutlich, aber nicht extrem. Der Igel saß vorhin im großen alten Hasenstall bzw. Vorraum und hat gefressen, da habe ich dann schnell die Gittertüren zugemacht, worauf er dann in das Schlafabteil verschwunden ist. D.h. er ist jetzt erst mal eingesperrt, kann aber in sein Nest und fressen und trinken. Ich habe ihm Benebac in s Futter gemischt. Leider überwintern da - meiner Beobachtung nach - schon das Geschwistertier und der Jungigel vom letzten Winter, deshalb will ich ihn nicht aus dem Stroh zerren oder ausgraben, sondern lieber warten, bis er wieder in die andere Ecke des Stalles läuft (um zu fressen), um ihn dort zu packen (er rollt sich leider nie ein, sondern rennt immer weg). Im Schlafabteil des Stalles ist eine Art blockartiger Haufen aus Stroh, Küchenrolle und Zeitung aufgeschichtet, mit mehreren Eingangslöchern... eigentlich hatte dieser Igel jetzt ein Igelhaus bewohnt, offenbar aber auch ein Nest in dem großen Stall, und das ist mir jetzt zu unsicher, ihn wieder rauszulassen... im Moment sitzt er in dem Strohhaufen und guckt raus auf den Vorraum, man sieht nur den Kopf. Da die anderen auch irgendwo in dem Stroh sind, will ich ihn wie gesagt nur da rausholen, wenn ihn nicht im Vorraum erwische. Denn dann müßten die anderen beiden wohl auch in die Igelstation. Ich hole ihn aber auf jeden Fall heute abend noch in die Wohnung, egal wie. Leider machen die Viecher nie das, was sie sollen... :-/ aber wenigstens ist er wieder da.

Eine Frage: Der TA meinte, erst Kokzidien behandeln, dann entwurmen. Ist es denn ok, wenn man sofort mit der Kokzidienbehandlugn anfängt? (falls das TH morgen das machen will?). Oder sollten die vorher noch was anderes machen? Habe jetzt zur Behandlungsreihenfolge nicht in Ihrem Merkblatt gefunden.

Vielen Dank und viele Grüße

Sabine69

10

Thursday, November 28th 2013, 11:08pm

Igel ist jetzt in der Wohnung...

Hallo,

also der kranke Igel ist jetzt in der Wohnung in einem großen Karton mit Futter/Wasser, Haus und Nistmaterial, damit er was zu tun hat... konnte ihn zum Glück fangen, ohne die anderen zu stören. Beim Hochnehmen hat er sich übrigens tatsächlich komplett eingerollt, also so schlecht sind die Reflexe offenbar nicht... und mann, hat der zugenommen seit dem letzten Mal... ist richtig schwer... also schwächlich ist der bestimmt nicht... ich hoffe, ich habe den richtigen (es müßte der richtige sein, weil er unregelmäßige Stacheln hat, haben einen "hellen Fleck"), aber er ist in den drei Wochen Päppeln ziemlich gewachsen, auch in die Länge.... und die anderen laufen ja nicht mehr draußen rum... nun ja, mehr (auch zum Gewicht), nachdem ich ihn dann morgen bei der Igelstation abgeggeben habe.

Viele Grüße und danke für die Tips!

Sabine69

11

Friday, November 29th 2013, 6:55am

Hallo Sabine

Auch ich hoffe, daß es der richtige Igel ist, den Sie erwischt haben.

Dann beginnen Sie, wenn der Kot auffällig ist, sofort mit einem Antibiotikum, das gegen die Einzeller, das sind bakterienähnliche parasitäre Erreger, wirkt

Schaun Sie mal in das Heft -Igel in der Tierarztpraxis.

Alle Parasiten gehen nicht kontinuierlich, sondern in Schüben ab, so daß bes. bei einer Kokzidiose, ein Kot o.K. sein kann, der andere sehr schlimm. Erst wenn der Darm sehr stark entzündet ist, kommt nur noch grünschleimig, blutiger Kot. Nicht selten ist es dann für einen Igel zu spät.

Von dem, wie Sie es erzählen , wo die anderen Igel sich aufhalten, kann ich mir nicht so die richtige Vorstellung machen. Wäre es Ihnen wohl möglich, einmal Fotos einzustellen?

Die in dem Stroh versteckten Igel würde ich nicht stören.

Gesunde Igel gehören nicht in Gefangenschaft und müssen, auch wenn sie sicher ihre Parasiten haben, nicht behandelt werden.

Wir versuchen nur kranken , verletzten Igeln oder ihren verwaisten Babys eine erneute Lebenschance zu geben.

Und wir sagen immer: Nicht jeder Igel braucht Hilfe, aber jede Hilfe muss richtig sein.

In diesem Sinne: Von dem eingefangenen Igel bitte von drei Tagen Kot sammeln -alle Proben in nur ein Gefäß und möglichst auffällige Kotbestandteile mit in den Sammelbehälter. Das sollte gründlich untersucht werden und die Parasiten, die dort am häufigsten gefunden werden, werden auch zuerst bekämpft. Aber nur, wenn der Igel stabil ist. Ist der Igel schwach, auffällig, dann immer erst stabilisieren und aufbauen und erst dann das Gift, was ja den Wurm im Inneren des Igels umbringen soll, dem Igel geben, sonst ist der eher perdü als die Würmer in ihm.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

12

Friday, November 29th 2013, 5:19pm

Hallo Frau Oehl,

ja, der Igel, den wir aus dem Garten hochgeholt hatten, war tatsächlich ein anderer Igel! Heute war mir aufgefallen, dass die Küchenrolle des benutzten Igelhauses bewegt worden war - der kleine Igel, der gestern weggerannt ist, war wohl über Nacht wieder dorthin zurückgekehrt. Ich habe ihn dann vorhin mitsamt dem Haus in die Igelstation. Ehrlich gesagt habe ich den älteren (wohl der von letztem Jahr) auch mit, weil er ja auch noch aktiv war und nicht klar war, von dem der Kot war - evtl. halt von beiden. Der kleine wiegt nur 380 g, der große 800 g. Die Igelstation stabilisiert jetzt den kleinen und gibt ihm dann Cotrim, den großen werden sie untersuchen, was oder ob er was braucht, und dann ggfs. auch behandeln. Wenn sie feststellen, dass es beim großen falscher Alarm war, hole ich ihn wieder ab und setze ihn zurück - sein Nest wurde ja nicht zerstört. Aber lieber einmal zuviel untersucht und behandelt, ich weiß, dass z.B. alle Igel, die ich im Garten beobachtet hatte, Atemprobleme hatten, auch die beiden großen (Pausen beim Fressen, um Luft zu holen).

Wie auch immer, auch der Pflegefall ist jetzt also in guten Händen.

Ich halte Sie auf dem Laufenden.

Liebe Grüße

Sabine69

13

Friday, November 29th 2013, 6:35pm

Hallo Sabine

Ich glaube, daß die Entscheidung nicht falsch war und wünsche Ihren stacheligen Freunden , daß sie in sachkundigen Händen gesunden können u. im nächsten Jahr in gutem Zustand ihren Platz im Kreislauf der Natur wieder einnehmen können.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

14

Thursday, December 5th 2013, 9:10pm

Update - den Igeln geht es gut!

Hallo Frau Oehl,

nochmal vielen Dank für Ihre Hilfe! Habe jetzt
schon ein paar Mal die Igelstation angerufen (ich versuche, nicht allzu
sehr zu nerven...) - der kleine Igel wurde bereits gegen Kokzidien
behandelt und derzeit gegen Würmer - ist stabil, frißt gut, Kot besser,
hat aber noch nicht zugenommen... aber auch nicht weiter abgenommen. Der
große wurde auch behandelt und ist jetzt dort im Außengehege zwecks
Winterschlaf.

Nach dem Transport der Igel zur Igelstation habe
ich festgestellt, dass der andere Jungigel wohl doch noch nicht schläft -
das Futter ar immer gefressen. Habe ihn dann auch mal beim Fressen
beobachten können. Er ist aber sehr unauffällig und im Gegensatz zu
seinem Geschwistertier, das ja ständig vor dem Igelhaus "herumlungerte",
fast nie zu sehen, aber wenn, dann mit ordentlich Nistmaterial im Maul
;-) . Leider konnte ich ihn noch nicht fangen, zwecks Wiegen. Habe jetzt
drei Tage Kot gesammelt - ist zwar recht hell, sieht aber ansonsten gut
aus, kein Schleim, kein Blut... habe das jetzt vorhin vom TA
untersuchen lassen. Ergebnis: NICHTS drin außer einem einzigen
Peitschenwurmei... d.h. ich gehe jetzt auch ohne Wiegen (falls ich es
nicht mehr schaffe, er macht derzeit sein Nest mit Küchenrolle zu) davon
aus, dass er ausreichend Gewicht hat. Immerhin wog er vor 4 Wochen 450 g
und wurde seitdem ordentlich gepäppelt...
Das mit den Peitschenwürmern kann man ja auch noch im Frühjahr behandeln....

Übrigens
haben wir seit gestern noch einen weuteren (vierten) Igel, der sich zu
dem anderen an die Futterschüssel gesellt hat. Ist aber schon etwas
größer und ließ sich wiegen (habe ihn in Karton gelockt) - 850 g, also
genug. Sieht auch ansonsten gesund aus, Kot sieht super aus (feste
schwarze Würstchen). Habe ich dann in eines der leeren Igelhäuser
gelotst und ihm sein eigenes Futter / Wasser hingestellt...

Eine
Frage: im Moment fressen sie noch, allerdings wird es hier bis
Weihnachten noch Temperaturen bis 8 Grad geben und nur ab und zu milden
Nachtfrost - soll ich das Füttern trotzdem einstellen, damit sie in den
Winterschlaf fallen?

Liebe Grüße

Sabine

P.S. Versuche mal, Fotos vom Hasenstall anzuhängen - man sieht, dass im "Schlafabteil" ein
zunächst locker aufgeschichteter und jetzt relativ fester Strohhaufen
ist (erst nach "Baumaßnahmen" so fest!), wo irgendwo der Igel drin
sitzt... der Eingang ist im "Torbogen" unten links...

15

Thursday, December 5th 2013, 9:23pm

P.S. Fotos leider zu groß, muss erst jemand finden, der sie verkleinert...

16

Friday, December 6th 2013, 6:42am

Hallo Sabine

Zunächst -Peitschenwurm ist keine Diagnose beim Igel, es ist ein Darmpassant u. tut dem Igel nichts, muss also nicht behandelt werden.

Noch kann ich mir unter Ihrem Hasenstall nichts vorstellen

Bitte nicht wiegen um jeden Preis . Wenn Igel da sind und bauen - bitte dann lassen Sie sie bauen und greifen auf keinen Fall mehr ein

Bitte füttern Sie weiter, bis das Futter nicht mehr aufgenommen wird

Sie schreiben lapidar von entwurmt usw.

Also wenn hier ein Igel behandelt wird, wird er einzeln u. warm im Haus gehalten u. das bis er gesund ist, durchbehandelt, was nötig ist

u. dann sollte er mindestens seit 8 Tagen keine Medikamente mehr bekommen haben - sie also verstoffwechselt haben

und er sollte das nötige Winterschlafgewicht erreicht haben. erst dann kommt so ein Tier in einen kalten Raum - und gar nicht in Gemeinschaftshaltung.

Auch im kalten Raum wird weiter gefüttert, bis der Igel von allein in den Winterschlaf geht, den können wir nicht erzwingen.

Wenn allerdings - das kommt bei Päppeligeln vor - der Igel gar keine Winterschlafneigung zeigt u. uns zu dick wird, dann stellen wir für ein paar Tage die Fütterung ein, Wasser sollte immer zur Verfügung stehen.

Es wäre doch schön, wenn Sie mal ein Foto bringen könnten, Unter Hasenstall stelle ich mir sonst was vor, was ich kenne u. das ist sicher anders. als Sie es haben und meinen.

Mit freundlichem Gruß

Karin Oehl

17

Friday, December 6th 2013, 9:47pm

Hallo Fau Oehl,

hier nun ein paar Fotos.... rechts ist wie gesagt die Tür zum Schlafabteil, die normalerweise zu ist - das Nest des Igels ist irgendwo in dem Strohhaufen, der Eingang im Vorraum. Die beiden Drahttüren sind natürlich immer auf, damit der Igel raus und rein kann.

Übrigens hat das mit der Entwurmung (nach der Kokzidienbehandlung) ja die Igelstation gemacht, nicht ich. Wahrscheinlich gegen Capillaria, die im Kot waren. Oder sie haben noch was anderes gefunden. Ich wollte den kleinen Igel, der jetzt noch im Hasenstall sein Nest hat, nur wiegen, weil er ja das Geschwistertier des kranken Igels ist und vor vier Wochen nur 450g hatte - könnte ja sein, dass er auch was hat. Ist aufgrund der Kotprobe aber offenbar nicht der Fall. Da die Kotprobe gut aussah, denke ich, dass sein Gewicht sich nornal entwickelt haben müßte, so dass man ihn nicht wiegen muss. Das mit dem Nestbauen hat der kranke Igel übrigens auch gemacht, war aber trotzdem krank...

Viele Grüße

Sabine
sabine69 has attached the following images:
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  • DSC_0026.JPG
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18

Saturday, December 7th 2013, 7:04am

Hallo Sabine

Danke zunächst für die Bilder. Da können sich die Igel sehr gut ein Winterschlafnest bauen.

Nur sehe ich richtig? Liegt da viel Laub?

Natürlich bauen die Igel draußen auch mit Laub, aber für Tiere in Gefangenschaft ist es eine große Infektionsquelle.

Sie schreiben, daß die Igel rein und raus können - in einen begrenzten Raum oder in die Freiheit?

Wenn sie so klein waren - oder sind - sollten sie nun wirklich in einem Gehege sein und sie sollten richtig behandelt sein. Ich weiß nicht, wie qualifiziert Ihre aufgesuchte Igelstation ist. Ich hoffe mal, sie ist gut.

Bei Ihrer Unterbringungsform ist die Gefahr einer Reinfektion u. Besiedlung mit Kokzidien und auch die Übertragung anderer Keime auch auf andere Igel groß. Sie haben keine Kontrolle über das Kot-u. freßverhalten.

Bitte überdenken Sie Ihre Haltungsbedingungen noch einmal sehr genau unter Zuhilfenahme der Schriften von Pro Igel.

Nur, wenn die Tiere jetzt offensichtlich im Winterschlaf u. weg sind, dann bitte nichts mehr ändern.

Da kann man nur hoffen, daß sie den Winter überstehen u. nicht im Frühjahr irgendwo still vor sich hin faulend gefunden werden.

Bitte stellen Sie auf jeden Fall immer Futter u. Wasser bereit - wenn nicht mehr gefressen wird, wenigstens Katzentrockenfutter, welches Sie wenigstens wöchentlich auswechseln.

Achten Sie mal auf winzige schwarze Würstchen, wenn das Futter weg ist, dann sind es nämlich nicht die Igel gewesen, sondern Mäuse, die fröhliche Feten am Igelfutternapf gefeiert haben.

Hoffentlich finden sich nicht noch größere Nager ein, die solche Winterschläfer an solchen Stellen dann als Nahrung betrachten.

Mit freundlichem aber doch sehr besorgtem Gruß

Karin Oehl

19

Saturday, December 7th 2013, 6:37pm

Hallo Frau Oehl,

die Igel werden natürlich im Garten gefüttert. Vielleicht ging das aus den vorangegangenen Posts nicht eindeutig hervor. D.h die Blätter liegen vor dem Hasenstall, weil sich dieser im Garten neben dem Gartenhaus, wo meine Hasen "wohnen", in geschützter Lage unter einem Pfeiffenstrauch befindet... Ich könnte keinen Igel in der Wohnung pflegen - zu klein...daher habe ich die beiden kritischen Igel ja zur Igelstation gebracht, weil ich eine Versorgung, die nicht vor Ort im Garten stattfindet, selbst nicht stemmen könnte, auch zeitlich nicht. Heppenheim soll sehr gut sein, sie betreuen seit 10 Jahren oder so ca. 75 "Problem-Igel" aus der Region jeden Winter, und haben einen extra dafür eingerichteten Igelbereich und ein paar Leute, die sich auskennen. Daher habe ich sie auch dorthin gebracht, und nicht ins TH Mannheim oder Ludwigshafen...
Ich denke, man kann das offenbar gesunde Geschwistertier des kranken Herbstigels, der in Heppenheim gepflegt wird, im Garten lassen, da ich dafür sorgen werden, dass immer Futter und Wasser bereitsteht, falls er aufwacht (er schläft noch nicht, sondern frisst noch). Da ich mehrmals täglich (in Freistunden ;-)) im Garten nach den Hasen sehe, die tagsüber im Garten Freigang haben, kann ich dabei auch den Igel-Hasenstall kontrollieren, ob das Futter noch da ist. Ich kann es ja alle paar Tage austauschen, wenn es kalt ist, hält es ja. Dass Mäuse auch mitfressen, habe ich schon bemerkt, die beiden Igel (es ist ja noch ein größeres Tier hinzu gekommen), fressen ihr Futter allerdings fast ganz auf (ich sehe sie abends ab und zu fressen), den Rest entferne ich dann am Morgen. Ratten haben wir im Moment nicht, sonst hätten wir nämlich keine Mäuse (die verschwinden, wenn es Ratten gibt, hatten wir schon mal). Ich werde aber vorsichtshalber, wenn der kleine Igel im Winterschlaf ist, den Igel-Hasenstall zumachen (d.h. den Vorraum mit der Gittertür), damit weder Mäuse noch Ratten an Futter (im Vorraum platziert) oder den Igel kommen. Um das andere Igelhaus werde ich ein hohes, oben geschlossenes Hasengitter aufstellen (und Futter und Wasser innnen rein), da kommt nichts durch.

Im Moment ist der Winterschlaf noch nicht abzusehen, bis Weihnachten soll es nur zweimal leichten Nachtfrost geben, und im Garten ist es sowieso immer wärmer, weil er geschützt in einer Senke liegt... also füttere ich weiter.

Liebe Grüße

Sabine

This post has been edited 1 times, last edit by "sabine69" (Dec 7th 2013, 6:43pm)


20

Saturday, December 7th 2013, 6:59pm

P.S. Die beiden Igel haben getrennte - täglich mit heißem Wasser gereinigte - Futter-/Wasserschüsseln, jeder vor seinem Nest, ob sie sich auch dran halten, weiß ich nicht...ich sehe sie aber getrennt fressen... wegen der Parasiten könnte ich ja den Hasenstall im Frühjahr mit heißem Wasser oder Desinfektionsmittel (Essig?) auswaschen... würde das gegen Parasiten helfen? In den Igelhäusern ist innen ein fester Karton mit viel Zeitung auf dem Boden, so dass der Karton entsorgt werden kann.